Sicht auf einen Teil der B14 zwischen Charlotten- und Wilhelmsplatz. Foto: Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
Stadtweit

Neuer Stadtraum B14 - Städtebaulicher Wettbewerb

Diskussion der Ziele und der Aufgabenstellung

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 13.07.2018 bis 06.08.2018
vsl. Umsetzung ab dem 3. Quartal 2018
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Wettbewerb zur Zukunft der B14

    Die B14 zwischen Österreichischem Platz und Gebhard-Müller-Platz soll umgestaltet und städtebaulich aufgewertet werden. Entlang dieses Teilstücks der B14 liegen zahlreiche kulturelle Einrichtungen, weshalb der nördliche Abschnitt auch als "Kulturmeile" bekannt ist. Die Sanierung der Stuttgarter Oper ist nicht Bestandteil dieses städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens und wird als eigenständiges Vorhaben bzw. städtebauliches Projekt behandelt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bei diesem Vorhaben mitzudiskutieren.
     
     
    Bereits seit Mitte der 1980er Jahre gibt es Bestrebungen, die B14 stadtraumverträglich umzugestalten und öffentlichen Raum zurückzugewinnen. Zu diesem Ziel wurde bereits ein Wettbewerb durchgeführt und städtische oder private Planungen initiiert, die aber bislang nie oder nur in Teilen - wie etwa die Überdeckelung am Charlottenplatz - umgesetzt wurden. Das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung bereitet derzeit einen städtebaulichen Wettbewerb vor, in dessen Vorfeld sich alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter beteiligen können. Der Gemeinderat hat die entsprechenden Mittel für den Wettbewerb bereitgestellt.
     

    B14 bewegt die Bürger

    Die Zukunft der B14 und der "Kulturmeile" als Teil des Cityrings wird in der Stadtgesellschaft intensiv und kontrovers diskutiert. Die Stadt möchte die aktuellen Impulse aufgreifen und als Unterstützung für den beginnenden Planungsprozess zur Umgestaltung der B14 nutzen. Im Dezember 2017 hat zu diesem Thema bereits eine erste öffentliche Veranstaltung zur Entwicklung der B14 im Wilhelmspalais stattgefunden, die von Oberbürgermeister Kuhn geleitet wurde.
     

    Bürgerbeteiligung und Onlineforum

    Grafik: Stadt Stuttgart
    Grafik: Stadt Stuttgart
    Das geplante Wettbewerbsverfahren soll trotz seiner komplexen Problemstellungen so transparent und überschaubar wie möglich gestaltet werden. Um erste Ideen und Vorschläge für einen Auslobungstext zum städtebaulichen Wettbewerb zu erhalten, veranstaltete die Landeshauptstadt Stuttgart im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses am Samstag, 21. Juli 2018, von 10 bis 15 Uhr eine Bürgerbeteiligung. Diese hatte zum Ziel, die planerischen Grundlagen des städtebaulichen Wettbewerbs öffentlich zu diskutieren. Die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche sollen dabei offengelegt und zum Ausgleich gebracht werden.

    Willkommen waren alle interessierten Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Auch die zahlreichen Akteure, Vereine und Initiativen, die sich bereits im Vorfeld inhaltlich eingebracht haben, konnten mitwirken und ihre Belange und Visionen einbringen. Vertreter der angrenzenden Institutionen sowie lokale Händler und Gewerbetreibende waren ebenfalls angesprochen.
     
    Ergänzend zur Bürgerbeteiligung hatten alle Stuttgarter auch die Möglichkeit, in einem Onlineforum hier auf dem Portal unter dem Reiter "Teilnehmen" ihre Ideen und Vorschläge vom 13. Juli bis 6. August 2018 einzubringen.
     
    Durch die Beteiligung soll ein breiter Konsens über die planerischen Rahmenbedingungen erreicht werden. Dazu zählt auch das Wettbewerbsgebiet. Die gesellschaftliche Akzeptanz des künftigen Wettbewerbsergebnisses kann dadurch befördert werden.  Außerdem dient Veranstaltung dazu, Kenntnisse über den Planungsraum zu sammeln und für das Verfahren festzuhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer können später davon enorm profitieren und daher nachhaltiger planen. Aus den Ergebnissen der Beteiligung wird ein Auslobungstext mit einer Aufgabenbeschreibung erarbeitet, der als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb zur B14 dient. Über die Auslobung entscheidet dann der Gemeinderat.
     
    Die weiße Umrandung auf dem Luftbild zeigt den Vorschlag für das Wettbewerbsgebiet entlang der B14. Foto: Stadtmessungsamt/Stadt Stuttgart
    Die weiße Umrandung auf dem Luftbild zeigt den Vorschlag für das Wettbewerbsgebiet entlang der B14. Foto: Stadtmessungsamt/Stadt Stuttgart
  • Rückblick: Diskussion zur Entwicklung der B14 im Dezember 2017

     
    Rund 300 Interessierte kamen am 12. Dezember 2017 ins künftige Stadtmuseum, um über die Weiterentwicklung der "Kulturmeile" und der B14 zu diskutieren. Foto: Leif Piechowski
    Rund 300 Interessierte kamen am 12. Dezember 2017 ins Stadtpalais, um über die Weiterentwicklung der B14 und der "Kulturmeile" zu diskutieren. Foto: Leif Piechowski
    Wie geht es weiter mit der "Kulturmeile"? Was plant die Stadtverwaltung? Welche Ideen und Perspektiven gibt es? Die Stadt Stuttgart hat am Dienstag, 12. Dezember 2017, zu einer öffentlichen Veranstaltung für Bürgerinnen und Bürger zur Zukunft der "Kulturmeile" und der B14 ins Wilhelmspalais eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Rund 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen ins Stadtpalais, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung, Mitgliedern des Gemeinderats, Initiativen und Architekten über die Weiterentwicklung der B14 und der "Kulturmeile" zu diskutieren.

    Erfahren Sie mehr!
Phase 1

Ihre Vorschläge zur Aufwertung der B14

13.07.18 bis 06.08.18

Nennen Sie uns hier in diesem Online-Forum vom 13. Juli bis 6. August 2018 Ihre Ideen und Vorschläge, wie die B14 mit der Kulturmeile aufgewertet werden könnte oder diskutieren Sie hier Ihre Ideen untereinander. Alle eingegangenen Ideen werden nach Beendigung des Forums vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung geprüft, ob und wie sie für den dann zu erstellenden Auslobungstext des Wettbewerbs berücksichtigt werden können.

Phase 2

Beteiligungsveranstaltung zur B14

21.07.18

Das Referat Städtebau und Umwelt der Landeshauptstadt Stuttgart lädt am Samstag, 21. Juli 2018, alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu einer Bürgerbeteiligung ein.Bei dieser Gelegenheit können sie ihre Anregungen für den Planungsraum bereits frühzeitig in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs einbringen. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Fritz Kuhn, einer Einführung in das Thema und einem Impulsvortrag können die Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen ihre Vorschläge vorbringen und diskutieren. Anschließend wird ein erstes Fazit gezogen. Die Veranstaltung findet im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses statt. Beginn ist 10 Uhr.

  • Bürgerbeteiligung zum "Neuen Stadtraum B14": Weniger Verkehr, mehr Raum für urbanes Leben

    Die Landeshauptstadt Stuttgart hatte am Samstag, 21. Juli 2018, zu einer Bürgerbeteiligung mit Workshop zum städtebaulichen Wettbewerb "Neuer Stadtraum B14" eingeladen. Bis zu 150 Stuttgarterinnen und Stuttgarter sowie Institutionen, Initiativen und Anrainer der B14 sind der Einladung ins Rathaus gefolgt.

     

    Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Fritz Kuhn informierten Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, Baubürgermeister Peter Pätzold sowie Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle über den Planungsraum, die Planungsgeschichte und über die Ziele des Wettbewerbs.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zur Eröffnung: "Wir reden hier über nichts weniger als über die Frage, wie man eine Stadt von zu viel Verkehr befreien kann, wie man eine autogerechte Stadt in eine lebenswerte, urbane Stadt verwandeln kann. Eine Entschleunigung des Autoverkehrs in der Innenstadt ist dafür zwingend nötig." Aus diesem Grund diskutiere man die Ziele und Rahmenvorgaben für die Aufgabenstellung des städtebaulichen Wettbewerbs ganz bewusst vor Erstellung des Auslobungstextes mit der Bürgerschaft.

    Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, zeigte in seinem Impulsvortrag die Veränderungen der Stuttgarter Verkehrsachsen im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte auf und erinnerte daran, dass der Verkehr schon mehrmals zurückgebaut wurde, ohne dass "die Stadt dabei vor die Hunde ging". Als Beispiel nannte er die Königstraße und den Schlossplatz. Für ihn lautet die zentrale Frage: "Wie versöhnen wir Stadt, Verkehr und Mensch?"

    Baubürgermeister Peter Pätzold betonte, dass es bei den jetzigen Überlegungen nicht nur um eine Straße, sondern um einen Stadtraum gehe: "Wir müssen überlegen, wie wir die Stadt wieder zusammenbringen können. Die Verbindungen und Verknüpfungen der einzelnen Quartiere spielt dabei eine essentielle Rolle." Es sei ganz wichtig, dass die Zielvorstellungen auch aus der Bürgerschaft kommen.

    Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherin Mitte, machte deutlich, dass sich eine Stadt nicht nur durch ihre Nutzung, sondern auch durch ihre Bürger definiert. Und gerade an der B14, an der keine Stadt mehr stattfinde, gebe es viele verschiedene Initiativen, die sich für eine lebenswerte Stadt stark machen.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer engagierten sich anschließend in vier Arbeitsgruppen, die in folgende Abschnitte aufgeteilt waren: Österreichischer Platz bis Wilhelmsplatz, Wilhelmsplatz bis Charlottenplatz und Charlottenplatz bis Gebhard-Müller-Platz. Die vierte Gruppe erörterte übergreifende Themen sowie das vorläufige Wettbewerbsgebiet an sich. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Gruppen war jederzeit möglich.

    Bei der offenen Schlussrunde, bei der sich auch Vertreter der verschiedenen Institutionen, Initiativen und Anrainer zu Wort meldeten, kristallisierte sich ein zentraler Wunsch heraus: Weniger Verkehr, stattdessen mehr Raum für urbanes Leben – auch über die Quartiersgrenzen hinaus. Ebenso wichtig für Teilnehmer: Die bessere Verbindung der Quartiere untereinander. Zudem wurde der Wunsch geäußert, das Wettbewerbsgebiet einerseits bis zum Heslacher Tunnel, andererseits bis zum Neckar zu erweitern.

    Bürgermeister Peter Pätzold sagte abschließend: "Ich glaube, wir haben heute ein zentrales Thema gefunden. Und es hat sich gezeigt, dass wir hier nicht nur Stadträume verbinden, sondern auch verschiedene Interessensgruppierungen. Dieses Thema werden wir jetzt gemeinsam angehen."

    Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung im Referat Städtebau und Umwelt. Die Moderation hatte das Team von Dialog Basis übernommen.
     
    Laden Sie sich hier die Zusammenfassung bzw. Gesamtdokumentation zur Veranstaltung herunter:
  • Kontaktinformationen zum städtebaulichen Wettbewerb

    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Mail: poststelle.61-3@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Eberhardstraße 10
    70173 Stuttgart
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Sabine Hieronymus
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​