Ein Verkehrsversuch in der Augustenstraße soll zeigen, ob ein Block eingerichtet werden kann. Grafik. Stadt Stuttgart
Stuttgart-West

Superblock Augustenstraße

Verkehrsversuch für einen Superblock

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 19.09.2022 bis 31.12.2022
vsl. Umsetzung: 2023
ZielgruppeEinwohnerinnen und Einwohner aus Stuttgart-West

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet

Superblocks - Eine Idee aus Barcelona als Vorbild für Stuttgart

Blick in die Augustenstraße in Stuttgart-West. Vor den Häusern parken viele Autos. Bild: Stadt Stuttgart
In der Augustenstraße soll ein Verkehrsversuch gestartet werden. Bild: Stadt Stuttgart
Das Konzept "Superblocks" wurde in Barcelona als neues Instrument der Stadtgestaltung entwickelt. Dabei werden mehrere Häuserblöcke zu einem sogenannten Superblock (span.: Superilla) zusammengefasst. Der erste Superblock entstand 2017 im Stadtviertel Poplenou, anfangs noch gegen Widerstände von Geschäftsleuten und Autofahrenden, doch mit großem Zuspruch der Anwohner.
 
Der Kfz-Verkehr wurde neu organisiert. Heute dürfen nur noch Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Lieferverkehr in die Superblocks hineinfahren. Die Straßen wurden zu einspurigen Einbahnstraßen und der freiwerdende Raum unter anderem mit Bäumen Bänken und Sportmöglichkeiten fuß- und radfreundlich umgestaltet.
 
Dies sorgte für eine entspanntere Atmosphäre für Anwohnerninnen und Anwohner. Und die Befürchtungen der Gewerbetreibenden sind ausgeblieben. Im Gegenteil: die Anzahl der lokalen Läden stieg sogar um 30 Prozent.
 

Ein Superblock für Stuttgart – Pilotprojekt und Verkehrsversuch

Der Stadtbezirk Stuttgart-West ist durch seine dichte Bebauung und das rasterförmige Straßennetz  geprägt und ähnelt so Poplenou und anderen Stadtvierteln Barcelonas. Neben einem beliebten Wohnort ist der Westen zudem Standort vieler Unternehmen sowie zahlreicher sozialer und Freizeiteinrichtungen, die den Stadtteil bereichern. Aus dieser Kombination ergibt sich ein abwechslungsreicher, bunter Stadtteil, allerdings auch ein reger Lieferverkehr sowie unterschiedliche Bedürfnisse an den öffentlichen Raum.

Von Seiten der Anwohnerinnen und Anwohner kam der Wunsch nach einem eigenen "Superblock" auf. Eine Quartiersinitiative initiierte zur Mobilitätswoche 2021 den "Pop-up Superblock". Mehr über die Geschichte der Initiative zum Superblock können Sie hier nachlesen: www.superblock-west.de.

Jetzt soll - vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats - ab Frühsommer 2023 ein etwa 1,5-jähriger Verkehrsversuch stattfinden, den die Landeshauptstadt durchführt. Der Versuch lehnt sich an die Verkehrsführung der Superblocks in Barcelona an.

Das Pilotprojekt "Superblock Augustenstraße" umfasst die Augustenstraße zwischen der Schwab- und der Silberburgstraße sowie alle dazwischenliegenden Querstraßen. Innerhalb dieses Projektgebiets wird der Durchfahrtsverkehr auf die umliegenden Hauptverkehrsachsen gelenkt, sodass innerhalb des Blocks Freiflächen entstehen, die durch Begrünung, Außengastronomie und Sitzgelegenheiten umgenutzt werden können.

Im Rahmen der Mobilitätswoche 2022 die Ideen und Vorschläge rund um das Thema und noch vor Beginn des Verkehrsversuchs 2023 gesammelt. Über eine sogenannte Grundlagenuntersuchung vor und während des Verkehrsversuches sollen dann später Erkenntnisse über die Veränderungen gesammelt werden.

Diskutieren Sie mit!

Gemeinsam mit Bewohnern, Eigentümern, Arbeitnehmern, Gewerbetreibenden und allen anderen Interessierten möchte die Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Institut Stadt | Mobilität | Energie (ISME) diskutieren, wie die der Superblock im Projektgebiet ausgestaltet werden soll.

Als erste Beteiligungsmöglichkeit konnten Interessierte an der Auftaktveranstaltung am 18. September 2022 im Kulturzentrum Merlin teilnehmen.

Ebenfalls im Kulturzentrum Merlin in der Augustenstraße 72 können Sie vom 16. bis 22. September 2022 die Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten unseres Info-Cafés nutzen, um Ihre Wünsche und Ideen zum Verkehrsversuch der Stadt mitzuteilen. Geöffnet ist das Info-Cafe immer von 17 bis 22 Uhr.
 
Vertreterinnen und Vertreter der Beteiligung, der Stadt oder des Verkehrsversuches sind im Café vom 18. bis 22. September jeweils zwischen 17 und 19 Uhr ansprechbar und stehen Ihnen für Fragen und Diskussionen gerne zur Verfügung.
 
Darüber hinaus können Sie vom 19. September bis 31. Dezember 2022 Ihre Vorschläge zum Superblock und dem angedachten Möblierungskonzept in einer interaktiven Karte markieren und kommentieren. Eine weitere Beteiligung zur Vorbereitung des Verkehrsversuchs soll im Frühjahr 2023 starten.

Unter dem Reiter "Teilnehmen" finden Sie weitere Informationen darüber, wie Sie sich in die Umsetzung des Verkehrsversuchs einbringen können. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Mehr Informationen zum Thema Superblocks und zum Projekt in der Augustenstraße finden Sie auch unter dem Reiter "Links&Downloads".

Phase 1

Auftaktveranstaltung

18.09.2022

Am 18. September 2022 findet von 11.30-13.30 Uhr die Auftaktveranstaltung zum Superblock in der Augustenstraße statt. Im Rahmen der Mobilitätswoche 2022 haben Sie die Möglichkeit sich im Kulturzentrum Merlin in der Augustenstraße 72 über die Inhalte und den geplanten Zeitplan des Verkehrsversuchs zu informieren. Zudem können Sie sich beteiligen und ihre Ideen an Pinnwänden oder einem Plan mit der beispielhaften Möblierung des Straßenraums mit den Anderen teilen. Und diskutieren Sie mit anderen Teilnehmenden und den Projektverantwortlichen, wie Sie sich den Superblock in der Augustenstraße vorstellen.
 
Mit einem Klick auf die farbige Schaltfläche gelangen Sie zu weiteren Informationen!

beendet

Ihr Weg zu uns!

Wo:

Kulturzentrum Merlin
Augustenstraße 72
70178 Stuttgart
Haltestelle: Schwabstraße

Wann:

Sonntag, 18. September 2022 11:30 bis 13:30 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr:

Elektronische Fahrplanauskunft (VVS)

Die Bürgerbeteiligung als Entscheidungsgrundlage

Gemeinsam mit Bewohnern, Eigentümern, Arbeitnehmern, Gewerbetreibenden und weiteren Interessierten hat die Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Institut Stadt | Mobilität | Energie (ISME) diskutiert, wie die der Superblock im Projektgebiet ausgestaltet werden könnte. Durch den Verkehrsversuch "Superblock in der Augustenstraße" soll eine veränderte Gestaltung des Straßenraums im Projektgebiet erprobt werden. Im Fokus stehen dabei vor allem eine Erhöhung der Sicherheit in den Kreuzungsbereichen durch Unterbindung des Kfz-Durchgangsverkehrs und die Attraktivierung des öffentlich nutzbaren Raums.
 

Rege Diskussion bei der Auftaktveranstaltung

Zur Auftaktveranstaltung des Superblocks Augustenstraße im Rahmen der Mobilitätswoche 2022 fanden sich am 18. September 2022 am Vormittag etwa 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Kulturzentrum Merlin ein. In entspannter Atmosphäre begrüßte der ehrenamtliche Bezirksvorsteher Bernhard Mellert die Anwesenden und ordnete das aktuelle Vorhaben in die politische und gesellschaftliche Entstehung des Superblocks der Augustenstraße ein.
 
Nach einem inhaltlichen Vortrag durch das Büro ISME entwickelte sich eine über zweistündige rege Diskussion, die viele Themenbereiche streifte. Einige grundsätzliche Fragestellungen zum Zweck und Ziel des Verkehrsversuches - die Reduzierung des Durchgangsverkehrs im Quartier bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufenthaltsqualität - sowie der Führung des Rad- und Lieferverkehrs während des Verkehrsversuchs wurden diskutiert. Besonders intensiv wurde allerdings die Gestaltung des temporären Grüns im Rahmen des Verkehrsversuches erörtert. Ebenso wurden die Wünsche der Anwesenden für die Ausgestaltung der Parklets über die gesamten Wetterperioden eines Jahres aufgenommen. Abgerundet wurde der Themenmittag zu der Verortung von zusätzlichen Anwohnerstellplätzen während des Verkehrsversuchs sowie dem Wunsch nach weiteren Beteiligungsveranstaltungen – gerne wieder mit ausreichend zeitlichem Vorlauf.
 

Info-Café vor Ort

Neben der Auftaktveranstaltung fand im Kulturzentrum Merlin während der Europäischen Mobilitätswoche 2022 ein Info-Café statt, welches von 17:00 bis 19:00 Uhr geöffnet war. Vor Ort wurde mit Plakaten über das Projekt informiert und es bestand die Möglichkeit, über verschiedene Formate (z.B. Plan zum Einzeichnen von Ideen, Box der Ideen) Rückmeldungen zum Planungsstand zu geben. Zusätzlich waren von Sonntag bis Donnerstag jeden Abend zuständige Ansprechpartnerinnen und -partner der Stadt sowie der beiden Planungsbüros für einen persönlichen Austausch anwesend, um aufkommende Fragen der Bürger zu beantworten.
 

Treffen mit den Gewerbetreibenden

Die Gewerbetreibenden im Projektgebiet wurden als wichtige Multiplikatoren identifiziert und für den 15. November 2022 im Rahmen des Ausschusses "Zukunft der Mobilität in Stuttgart-West" zu einem offenen Austausch eingeladen. Neben einigen Gewerbetreibenden, waren Bezirksbeirätinnen und Bezirksbeiräte des Stadtbezirks West, einzelne Anwohnende des Projektgebiets sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und des Büros ISME GmbH vor Ort. Zunächst wurden die aktuellen Planungen vorgestellt und anschließend über aufkommende Fragen diskutiert. Das Hauptaugenmerk der Diskussion lag auf dem Wegfall der Parkplätze und der Sorge der Gewerbetreibenden darüber.
 
Hier können Sie sich das Protokoll des Treffens anschauen oder herunterladen:
 

Online-Beteiligung

Für Interessierte bestand außerdem die Möglichkeit, sich online über das Projekt, dessen aktuellen Planungsstand und die Beteiligungsformate zu informieren. Außerdem konnten Interessierte vom 19. September bis einschließlich 31. Dezember 2022 auf einer Interaktiven Karte verortet werden. Zusätzlich wurde durch das Büro ISME GmbH eine eigene Projekt-E-Mail-Adresse eingerichtet, an die jederzeit Fragen, Anregungen und Kritik gerichetet werden konnte.
 

Was passiert mit den Anmerkungen und Ideen?

Alle eingegangenen Anmerkungen und Ideen werden nun vom beauftragten Büro ISME GmbH gesammelt, geordnet und aufbereitet. Anschließend werden diese gemeinsam mit den Rückmeldungen, welche nach der Mobilitätswoche 2021 eingegangen sind, zusammengeführt und dem Bezirksbeirat West sowie dem Gemeinderat präsentiert. Die Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger, die während des Prozesses eingegangen sind, wurden geprüft und, wenn es möglich war, in der Planung berücksichtigt.
 
Sowohl der Bezirksbeirat West als auch der Gemeinderat stimmen dann über die Durchführung des Verkehrsversuchs ab. Sollten beide politische Gremien die Projektdurchführung beschließen, startet der Verkehrsversuch voraussichtlich im Frühsommer 2023 und läuft für 1,5 Jahre. Während der Laufzeit des Verkehrsversuchs werden weitere Beteiligungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
 
Sollten Sie über weitere Möglichkeiten zur Beteiligung informiert werden wollen, können Sie gerne eine E-Mail an superblock@is-me.de schreiben.

Superblock Stuttgart West – FAQ

Gibt es eine Parkplatzreduktion während des Verkehrsversuchs? Und wenn ja, wie umfangreich wird diese ausfallen?

Ja, während des Verkehrsversuchs werden einige Parkplätze in andere Anwendungen überführt. Insgesamt werden nach jetzigem Stand ca. 45 öffentliche Parkplätze weniger zur Verfügung stehen. Derzeit werden jedoch Entlastungsmöglichkeiten geprüft, um den Verlust weiter zu reduzieren. Es wurden beispielsweise mehrere Tiefgarageneigentümerinnen und -eigentümer oder Objektverwaltungen im Projektgebiet angeschrieben. Zudem werden einige Kurzzeitparkplätze in öffentliche Parkplätze umgewidmet, wodurch im Bereich der Augustenstraße zwischen Paulinen- und Silberburgstraße zusätzliche Anwohnendenparkplätze (W4) entstehen. Ebenso wird die Einrichtung eines Carsharing-Angebots geprüft, wodurch selten genutzte Privatfahrzeuge durch geteilte Autos ersetzt werden können. Darüber hinaus werden Fahrrad- und Lastenradabstellmöglichkeiten geschaffen. Langzeitparker sollen zum Umdenken angeregt werden, sodass sie ihr Auto abschaffen.

Können Einsatzfahrzeuge und Müllabfuhr ungehindert ihre Arbeit während des Verkehrsversuchs im Superblock erledigen?

Ja. Die im Rahmen des Verkehrsversuchs vorgenommenen Änderungen im Straßenraum wurden vorab mit dem Amt für öffentliche Ordnung abgeklärt und die Befahrbarkeit für Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen und Müllabfuhr sichergestellt. Die zuständigen Stellen werden über die Veränderungen im Straßenraum informiert, sodass die Einsatzkräfte die schnellsten Routen zu Ihren Einsatzorten kennen. Für alle Fahrzeuge wurden die notwendigen Rangierbreiten bei der Einrichtung von Diagonalsperren und der Gestaltung von Parkplatzumnutzungen beachtet.

Wird es Begrünung geben?

Der Fokus des Verkehrsversuchs liegt auf der Beobachtung des Verkehrsflusses durch die veränderte Verkehrssituation. Trotzdem wird eine vorübergehende Bepflanzung mit Pflanzkübeln und mobilen Gärten umgesetzt werden - allerdings kann eine dauerhafte Bepflanzung im Rahmen des temporären Verkehrsversuchs nicht umgesetzt werden.

Wird es durch den Verkehrsversuch im Projektgebiet lauter werden?

Auch im Rahmen des Verkehrsversuchs gilt von 22:00 bis 6:00 Uhr weiterhin die Nachtruhe – von einem ausufernden Nachtleben ist durch das bestehende gastronomische Angebot nicht auszugehen.

Kann ich mein Haus oder Tiefgarage ungehindert anfahren?

Ja, auch während des Verkehrsversuchs ist die Anfahrt aller Häuser und den zugehörigen Tiefgaragen gewährleistet. Der Verkehrsversuch dient nicht der Verhinderung von Zufahrten, sondern einer Reduktion des Durchgangsverkehrs.

Was ist ein Superblock? Wo kommt dieser Begriff her?

Der Begriff Superblock ist die sinngemäße Übersetzung des katalanischen Begriffs "Superilles". So heißt ein verkehrs- und städteplanerisches Konzept, welches in Barcelona umgesetzt wird. Dabei werden bis zu neun Häuserblöcke zu einem Gesamtblock zusammengefasst. Neben der Reduktion der Durchfahrtsgeschwindigkeit auf den Straßen des Superblocks wird ein Teil der bisherigen Verkehrsflächen für Begrünungen und Begegnungsflächen umgenutzt.

Wo liegen Unterschiede zum Superblock in Barcelona?

Im Rahmen des Verkehrsversuchs wird im Gegensatz zu den Superblocks in Barcelona keine dauerhafte Umgestaltung vorgenommen. Der Verkehrsversuch dient der Erprobung verschiedener temporärer Gestaltungsmaßnahmen, wie beispielsweise Diagonalsperren, Begrünung und Parklets, um eine Entscheidungsgrundlage für eine mögliche dauerhafte Umgestaltung zu schaffen. In Barcelona wurden die Grünflächen und Spielplätze fest installiert. Außerdem bleiben in Stuttgart die Straßen für alle Autofahrende weiterhin befahrbar. In Barcelona hingegen dürfen die Superblocks nur noch von Anwohnenden befahren werden. Darüber hinaus wird die Durchfahrtsgeschwindigkeit in den Superblocks in Barcelona deutlich reduziert (auf 10-20 km/h), eine solche Reduktion ist im Rahmen des Verkehrsversuchs in Stuttgart nicht vorgesehen.

Gibt es in Deutschland bereits ähnliche Projekte?

Auch in anderen Städten in Deutschland gibt es Initiativen, die eine Umsetzung von Superblocks anstreben: In München wird eine Umsetzung in der Isarvorstadt und im südlichen Lehenviertel geprüft. In Berlin soll zeitnah nach einem Beschluss des Bezirksbeirats Mitte ein "Kiezblock" – entsprechend einem Superblock – in der nördlichen Luisenstadt umgesetzt werden. Sogenannte "Heinerblocks" sollen in Darmstadt den Durchgangsverkehr reduzieren und im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel wird unter dem Namen "Superbüttel" ein an den Superblocks orientiertes Konzept umgesetzt.
 
Quellen:

Kann der Versuch auch mit weniger oder ohne Diagonalsperren durchgeführt werden?

Im Rahmen des Verkehrsversuchs soll das angewandte Prinzip der Superilles von Barcelona in angepasster Form im Stuttgarter Westen getestet werden. Die Diagonalsperren dienen im Verkehrsversuch zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs und der Erhöhung der Sicherheit in den Kreuzungsbereichen. Die Einrichtung von Diagonalsperren ist ein wichtiger Teil der Projektplanung sowie -genehmigung durch die Politik und damit Voraussetzung für die Umsetzung des Verkehrsversuchs. Eine Reduktion oder ein Verzicht auf die Diagonalsperren im Verkehrsversuch ist demnach nicht möglich. Die Diagonalsperren sind so ausgestaltet, dass auch Lastenfahrräder durch diese durchfahren können.

Wie viel Veränderung des Straßenraums ist in einem Verkehrsversuch möglich?

Ein Verkehrsversuch wird durch den § 45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 i. V. § 45 Abs. 9 Nr. 7 StVO geregelt. Demnach können im Rahmen eines Verkehrsversuchs u.a. verkehrssichernde oder verkehrsregelnde Maßnahmen erprobt werden. Die Veränderungen, die im Straßenraum vorgenommen werden, müssen allerdings nach der Durchführung des Verkehrsversuchs wieder rückbaubar sein. Deshalb können durch einen Verkehrsversuch keine grundlegenden baulichen Veränderungen, wie z.B. eine Verengung und Verschwenkungen der Straße, erdgebundene Baumbeete, Elektroladesäulen oder Pflasterungen, vorgenommen werden.

Ihr städtischer Kontakt zum Vorhaben

Felix Märker
Amt für Stadtplanung und Wohnen
Mail: Felix.Maerker@stuttgart.de

Anschrift:
Landeshauptstadt Stuttgart
Amt für Stadtplanung und Wohnen
Eberhardstraße 10
70173 Stuttgart

Ihr Kontakt für die Durchführung der Bürgerbeteiligung

Marie-Luise Schönherr
Institut Stadt|Mobilität|Energie (ISME) GmbH
Mail: superblock@i-sme.de

Anschrift:
Institut Stadt|Mobilität|Energie GmbH
Rotenwaldstraße 18
70197 Stuttgart

Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Portal

Jan Minges
Abteilung Kommunikation
Telefon:    (0711) 216-91813
Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

Oliver Seibold
Abteilung Kommunikation
Telefon:    (0711) 216-91780
Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

Anschrift:
Landeshauptstadt Stuttgart
Abteilung Kommunikation
Rathauspassage 2
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