Die Entwicklungsfläche Rosenstein im Stadtbild. Foto: Stadt Stuttgart
Stadtweit

Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein

Gemeinsam Stadt gestalten

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 15.03.16 bis 15.11.16
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Rosenstein: Ideen für ein neues Quartier

    Ideen zur Gestaltung des Rosenstein-Quartiers soll ein internationaler Wettbewerb einholen. Im kommenden Jahr sollen Architekten und Stadtplaner ihre Vorstellungen dazu entwickeln. Daran anschließend sollen Wettbewerbe für Teilgebiete bzw. Architektenwettbewerbe stattfinden und schlussendlich sollen daraus die notwendigen Bebauungspläne entstehen. Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 16. November, mit breiter Mehrheit die Verwaltung beauftragt, den Wettbewerb vorzubereiten.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte in der Sitzung: "Wir haben jetzt einen klar strukturierten Weg gezeichnet, wie es auf diesem so wichtigen Areal weitergehen kann. Ich danke dem Gemeinderat, mit dessen Hilfe wir bestimmte Aspekte in einem Prozess der Verständigung nachschärfen konnten." Der OB legt Wert auf die bestmöglichen Energie- und Mobilitätskonzepte für das Rosenstein-Quartier. "Hier soll ein Viertel entstehen, das Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten Platz zum Wohnen bietet und dessen Bebauungen eben nicht einfach den Gesetzen des Marktes folgt. Auch sollen alle Formen der Kultur sich wiederfinden. Hier erwarten wir spannende Konzepte für den Bereich direkt hinter dem Bahnhof." Wichtig sei auch, dass dem steigenden Interesse an Stuttgart als Kongressstadt ein Angebot an Veranstaltungsstätten und Hotellerie bereitgestellt werde. "Wir werden systematisch die Bürger bei der weiteren Entwicklung beteiligen und dabei auch die aufsuchen, die sich sonst weniger für Beteiligungsprozesse interessieren. Und der Bahn gegenüber werde ich weiterhin Druck machen, dass wir so schnell wie möglich mit dem Bauen beginnen können", so der OB.

    Der Umbau des Bahnhofs ermöglicht es der Stadt, rund 85 Hektar nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Damit sie das neue Viertel bauen kann, drängt sie auf zügige Fertigstellung des Infrastrukturprojekts Stuttgart 21.

    Das Rosenstein-Quartier soll zukunftsweisend werden. Bei der geplanten Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 sollen Konzepte und Ideen zur Zukunft der Stadt und Region entwickelt und beispielhafte Projekte auch im Rosenstein angestoßen werden.

    Dabei sollen sich im neuen Quartier auch die Wünsche der Bürger wiederfinden, wie sie bei der informellen Bürgerbeteiligung geäußert wurden. Im Vordergrund stehen die deutliche Erweiterung des Schlossgartens und die Schaffung von mindestens 7500 bezahlbaren Wohnungen.

    Den Weg soll der Ideenwettbewerb 2018 weisen. Die Stadt erhofft sich ein Zukunftsbild, das den Städtebau, die Programmatik und den Prozess der weiteren Gestaltung aufzeigt. Das Ergebnis soll Fragen beantworten zu einer geeigneten Parkerweiterung, innovativer Infrastruktur, Anbindungen an die bestehenden Stadtteile und kulturellen Einrichtungen.

    Den Auftakt für das Viertel könnte ein neues Kulturquartier bilden. Der Auftakt des neuen Rosensteinviertels ist wichtig für die Anbindung des neuen Viertels an die Innenstadt.

    In der Diskussion sind verschiedene öffentliche kulturelle Nutzungen wie ein neues Kongresszentrum, ein Konzerthaus und ein neues Linden-Museum/Haus der Kulturen.

    Verwaltung und Rat legen Wert darauf, dass der Prozess weiterhin von vielen Akteuren getragen wird. Deswegen sollen bei den weiteren Schritten sowohl die verschiedenen Gremien, aber auch die Bürgerinnen und Bürger in den Fortgang einbezogen werden.
Phase 7

Forum Rosenstein

18.07.16

Dem Forum Rosenstein gehören Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft sowie Mitglieder des Gemeinderats, der Oberbürgermeister und der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt an. Aufgabe des Forums ist es, das Beteiligungsverfahren fortlaufend zu begleiten und mitzugestalten. Die dritte öffentliche Sitzung des Forum Rosenstein fand am 18. Juli 2016 statt.

beendet
  • Forum Rosenstein: Zahlreiche Ideen zur Gestaltung des neuen Quartiers

    Das Forum Rosenstein hat sich am Montag, 18. Juli, zu seiner dritten Sitzung im Stuttgarter Rathaus getroffen. Die Forumsmitglieder haben im Rahmen der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein mit Kurzpräsentationen erläutert, was aus Sicht der jeweiligen Organisation, Institution bzw. Interessengruppe bei der Gestaltung der Entwicklungsfläche wichtig ist. Anschließend wurden die unterschiedlichen Ansätze zur Zukunft des neuen Quartiers diskutiert. 

    Die Architektenkammer Baden-Württemberg regte in ihrem Vortrag an, den Park zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt massiv auszubauen. So könne das Miteinander von Natur-, Kultur- und Stadtlandschaft sowie von Arbeiten und Wohnen, Aufenthalt und Fortbewegung gelingen. Josef Klegraf vom Info-Laden Stuttgart 21 "Auf der Prag" ist der Überzeugung, dass der Gleisbogen und die Prag als Einheit betrachtet werden müssen. Er wünscht sich einen innovativen Umgang mit ausgedienten Industrieanlagen und eine Einbindung von Teilen der Bauwerke in das Rosensteinquartier.   

    Mit den Themen Straßenverkehr, Energiehaushalt und Klimatologie befasste sich der Vortrag des Klima- und Umweltbündnisses Stuttgart. Ihr Vorschlag sieht einen weitgehend lärm- und emissionsfreien Straßenverkehr im Rosensteinviertel vor sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV. Darüber hinaus soll das neue Viertel CO2-neutral sein, also so viel Energie erzeugen, wie es verbraucht. Für ein besseres Stadtklima empfiehlt das Bündnis ferner ausreichend Platz für Grünflächen.

    Der Sportkreis Stuttgart betonte, dass Sport- und Bewegung ein wichtiger Bestandteil einer aktiven Stadtgesellschaft seien. Er befürwortet den Bau von Sport-, Bewegungs- und Spielflächen im neuen Quartier sowie die Gründung eines Sportvereins zur Förderung des aktiven und sozialen Miteinanders.
     
    Der Verkehrsclub Deutschland beschäftigte sich mit der Frage, welche Eisenbahninfrastruktur die Stadt brauche. Um die Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Stuttgart zu reduzieren, empfiehlt er einen stadtweiten, massiven Ausbau des ÖPNV, der auch das Rosensteinquartier betreffen würde.

    Der Gesamtelternbeirat der Stuttgarter Schulen stellte das Thema Bildung ins Zentrum seiner Überlegungen zum Rosensteinquartier. Bildung sei ein Standortfaktor, daher gelte es, die Bildungseinrichtungen vor Ort parallel zum Wohnen zu entwickeln. Im neuen Viertel müsse mindestens eine Schule für die Klassen 1 bis 10 entstehen - idealerweise eine Ganztagsschule. Des Weiteren wünsche er sich eine soziale Durchmischung des Rosensteinquartiers: Das neue Viertel soll bunt sein. 

    Die Interessengemeinschaft Bürger für Baden-Württemberg hat Neubauviertel in Heidelberg und Tübingen besichtigt und daraus Rückschlüsse für Stuttgart gezogen. Um Lärm zu reduzieren, setzt die Interessengemeinschaft auf den vollständigen Verzicht von oberirdischem Schienenverkehr. Darüber hinaus wünscht sie sich eine lebendige Wohnbebauung mit kleinen Geschäften im Erdgeschoss. Durch Grünflächen soll das Rosensteinquartier zur "Grünen Lunge" der Stadt werden.

    Auf zahlreiche Außenflächen für Kunst hofft der Kunstverein Wagenhalle. Die Flächen sollen in das neue Viertel eingebunden werden und Anwohner wie Besucher zur Auseinandersetzung mit Kunst anregen. Gewünscht ist Platz für Freiluftateliers, Kunst- und Kulturflächen, Urban Gardening und temporäre Installationen.  

    Die Präsentationen der Forumsmitglieder wechselten sich mit Diskussionsphasen ab, in denen untereinander Schnittstellen und Berührungspunkte ausgelotet werden konnten. Dabei wurde deutlich, dass sich sämtliche Mitglieder ein funktionierendes Miteinander und eine gemeinsame Gestaltung des Rosensteinquartiers wünschen. 

    Im Forum Rosenstein treffen sich Stimmen der Stadtgesellschaft und Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats. Die Sitzungen des Forums, die von der MEDIATOR GmbH geleitet werden, können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besucht werden. Die Erkenntnisse fließen gemeinsam mit den Ergebnissen aus den Offenen Formaten und den drei Öffentlichen Veranstaltungen in das "Memorandum Rosenstein" ein. Dieses beinhaltet die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses und wird für den Gemeinderat empfehlenden Charakter haben.
  • Weitere Informationen zur Forumssitzung vom 18. Juli 2016

    Erfahren Sie im Protokoll, um was es bei der dritten Sitzung des Forum Rosenstein am ging:

    Laden Sie hier die Präsentationen herunter, die beim dritten Forum Rosenstein am 18. Juli 2016 gehalten wurden:
  • Allgemeine Informationen zum Forum Rosenstein

    Sehen Sie sich hier die Geschäftsordnung des Forums Rosenstein an:

    Sehen Sie sich hier die Zusammensetzung des Forums Rosenstein an:

Forum Rosenstein

Wo:

Stuttgarter Rathaus,
Großer Sitzungssaal,
Marktplatz 1,
70173 Stuttgart,
Haltestelle: Rathaus

Wann:

Montag, 18. Juli 2016 17:30 bis 20:00 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr:

Elektronische Fahrplanauskunft (VVS)
  • Memorandum Rosenstein

    Memorandum Rosenstein. Foto: Studio KIVI - fotolia.com
    Die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung Rosenstein wurden in einem Memorandum zusammengefasst. ​
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  • Forum Rosenstein

    Bei der Forumssitzung am 15. November ging es um den Entwurf des Memorandums. Foto: Leif Piechowski
    Auf der letzten Sitzung dankte OB Kuhn den Bürgern für ihr Engagement. Außerdem wurde der Entwurf des Memorandums vorgestellt.​
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  • 3. Öffentliche Veranstaltung

    Gut 200 Bürger kamen zur dritten Öffentlichen Veranstaltung in die Wagenhallen.​
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  • 2. Öffentliche Veranstaltung

    Am Samstag, 18. Juni, fand die zweite Öffentliche Veranstaltung im Stuttgarter Rathaus statt.​
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  • 1. Öffentliche Veranstaltung

    Gut 300 Bürger kamen am 9. April ins Rathaus und tauschten sich über das neue Quartier aus.
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  • Expertenpanel

    Das Expetenpanel fand am 13. September im Stuttgarter Rathaus statt. Foto: MEDIATOR GmbH
    Im September haben sich zwanzig Experten über die Gestaltung der Entwicklungsfläche Rosenstein ausgetauscht.
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  • Offene Formate

    Bürger im Gespräch: Foto Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Lesen Sie hier die Dokumentationen zu Offenen Formaten aus der Bürgerschaft nach, die bereits stattgefunden haben.​
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  • Ihre Ansprechpartner zum Vorhaben

    Ihre Ansprechpartnerin von MEDIATOR GmbH zur Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein

    Jana Friedrich
    Projektkoordinatorin
    Telefon:  (030) 6409 2809
    E-Mail:   rosenstein@mediatorgmbh.de

    Anschrift:
    MEDIATOR GmbH Mediation - Konfliktberatung
    Bölschestraße 114
    12587 Berlin
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart