Das Walz-Areal aus der Luft gesehen. Foto: Stadtmessungsamt/Stadt Stuttgart
Stuttgart-Weilimdorf

Entwicklung des Walz-Areals

Städtebauliche Entwicklung des Walz-Areals und des Umfeldes westlich der Solitudestraße

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: Frühjahr 2020
vsl. Umsetzung: noch offen
ZielgruppeAlle Einwohnerinnen und Einwohner aus Weilimdorf

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts

    Das ehemalige Walz-Areal und das Umfeld westlich der Solitudestraße haben aufgrund ihrer Lage, ihrer Größe und ihrer potenziellen Nutzungsmöglichkeiten eine große Bedeutung für den Stuttgarter Stadtbezirk Weilimdorf. Die Landeshauptstadt möchte dieses Gebiet zwischen der B295 im Norden und der Engelbergstraße im Sü-den städtebaulich entwickeln. Ziel ist es, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Dieses sogenannten Entwicklungskonzept soll als stadtplanerischer Rahmen für alle weiteren kurz- und längerfristigen Planungsschritte dienen.

    Das gesamte Planungsgebiet ist geprägt von einem baulichen und funktionalen Wandel. Verschiedene, teils konkurrierende, Nutzungsansätze haben sich aus einer Diskussion um die künftige Entwicklung des Gebiets ergeben. Auf Grundlage der verschiedenen Nutzungsansätze wurden in der Gemeinderatsdrucksache (GRDrs 120/2019 - diese finden Sie unter "Links&Downloads") bereits erste Entwicklungsszenarien geschildert und den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt. Dabei haben sich die Gremien für die Weiterverfolgung des Entwicklungsszenarios 1 mit den Schwerpunkten Sport, Gemeinbedarf, Freizeit/Freiraum ausgesprochen (siehe Protokoll der Bezirksbeirats Weilimdorf vom 10. April 2019 unter "Links&Downloads"). Das Entwicklungsszenario 1 (siehe GRDrs 120/2019 – Anlage 3) soll somit künftig als Bearbeitungs- und Erörterungsgrundlage für die weiteren Planungsschritte dienen.
     

    Bürgerbeteiligung angedacht

    In einem nächsten Schritt sollen nun zeitnah die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich in den Planungsprozess einzubringen. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen in die weitere Bearbeitung des Entwicklungskonzepts einfließen und den politischen Gremien vorgestellt werden. Als Basis für den Bürgerbeteiligungsprozess dient das Entwicklungsszenario 1, für dessen Weiterverfolgung sich die politischen Gremien ausgesprochen haben. Dieses Szenario formuliert den Rahmen, innerhalb dem nun gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern mögliche Perspektiven und Ideen für das Planungsgebiet erörtert werden sollen.
     

    Erste Untersuchungen

    Zum betroffenen Gebiet wurden bereits erste Untersuchungen zu verschiedenen Themenbereichen vorgenommen:
     

    Sportbedarfe

    Das Gebiet ist bereits heute durch sportbezogene Nutzungen (insbesondere durch die An-lagen der SG Weilimdorf) geprägt. Darüber hinaus stellt es ein Flächenpotenzial dar, das in vergleichbarem Umfang im Stadtbezirk nicht vorhanden ist. Vor diesem Hintergrund ist bei der weiteren Entwicklung des Planungsgebiets insbesondere auch die künftige Sportentwicklung im Stadtbezirk Weilimdorf zu betrachten.
    Das Amt für Sport und Bewegung hat in diesem Zusammenhang bereits einen Bedarfskatalog für die Sportentwicklung im Stadtbezirk gemeldet (siehe GRDrs 120/2019 – Anlage 6). Hieraus ergibt sich u. a. der Bedarf für eine neue Sporthalle und verschiedene weitere Sportflächen.

    Dieser Katalog kann aufgrund des Flächenumfangs nicht vollständig im Planungsgebiet abgebildet werden. Ausreichende Reserveflächen in anderen Bereichen des Stadtbezirks stehen nicht zur Verfügung. Es kann demnach zu einer Flächenkonkurrenz zwischen den Flächenbedarfen für die Sportentwicklung und potentiellen anderen Nutzungen (z. B. einer ebenfalls diskutierten Wohnbauentwicklung) kommen.
     

    Bürgerhaus

    Bereits seit vielen Jahren gibt es im Stadtbezirk Weilimdorf Bestrebungen im Hinblick auf die Realisierung eines Bürgerhauses. Im zentralen Bereich des Stadtteils Weilimdorf stehen jedoch keine Flächen in adäquater Größe für ein Bürgerhaus zur Verfügung. Nicht zuletzt aufgrund der guten Anbindung an den ÖPNV und der mittigen Lage im Stadtbezirk wird als mögliche Standortalternative daher auch ein Bereich an der Solitudestraße im Umfeld der temporären Kindertagesstätte, des Jugendhauses und der Flüchtlingsunterkunft diskutiert. Dieser Standort wäre aus städtebaulicher Sicht denkbar. Abhängig von der genauen Gebäudepositionierung, der Erschließung und dem Nutzungskonzept müssten im weiteren Planungsverlauf im Hinblick auf die östlich angrenzende Wohnbe-bauung vertiefende schalltechnische Untersuchungen durchgeführt werden.
     

    Ausschluss von Wohnnutzung

    Auch die Entwicklung eines Wohnquartiers im Planungsgebiet wurde geprüft und den politischen Gremien in Form von Entwicklungsszenarien (siehe GRDrs 120/2019 – Anlagen 4 und 5) vorgelegt. Diese haben sich jedoch gegen eine Wohnbauentwicklung ausgesprochen.

    Gründe, die gegen eine Wohnnutzung im Bereich westlich der Solitudestraße sprechen, sind u. a. die bestehenden Lärmbelastungen. So stellt sich aufgrund der "Sandwichlage" zwischen Sport- und Verkehrsinfrastruktur (Solitudestraße/Engelbergstraße) mit Lärmbelastungen aus verschiedenen Richtungen die Lärmsituation im Hinblick auf eine Wohnnutzung als schwierig dar. Trotz Novellierung der Sportanlagenlärmschutzverordnung ist weiterhin von Lärm- bzw. Nutzungskonflikten mit sportbezogene Nutzungen auszugehen. Nutzungs- bzw. Entwicklungseinschränkungen für den Sport wären nicht auszuschließen.

    Aufgrund des Verkehrslärms wäre eine ca. 4,00 bis 5,00 m hohe Lärmschutzwand entlang der denkmalgeschützten Solitudestraße bzw. der Engelbergstraße notwendig (erforderliche Gesamtlänge der Wand bis zu 530,00 m). Wegen ihrer Dimensionierung bestehen gegenüber dieser Lärmschutzwand u. a. städtebauliche und gestalterische Bedenken. Die notwendigen Lärmschutzwände erzeugen eine städtebauliche Insellage des neuen Wohnquartiers, die durch die schwierige Erschließungssituation für den motorisierten Individualverkehr noch verstärkt wird.
     
    Darüber hinaus wird aus stadtklimatischer Sicht eine bauliche Entwicklung insbesondere im südlichen Teil des ehemaligen Walz-Areals (südlich des Verbindungswegs Giebel – Wolfbusch) kritisch gesehen, da sie zu Lasten der klimatisch relevanten Freibereiche zwischen Walz-Areal und Engelbergstraße gehen würde.
     

    Sonstige Nutzungen

    Im Planungsgebiet bestehende Nutzungen wie beispielsweise das Jugendhaus sollen in der weiteren Planung berücksichtigt und gesichert werden.

    Der Verein Chloroplast e. V. betreibt auf Teilen des ehemaligen Walz-Areals ein Urban-Gardening-Projekt als Zwischennutzungskonzept. Inwieweit dieses Projekt auch über einen längerfristigen Zeitraum weiterverfolgt werden kann, ist ergebnisoffen im künftigen städtebaulichen Kontext zu klären. Die Möglichkeiten der Kombination mit anderen Nutzungsansätzen sind zu erörtern.
     
 

Bürgerbeteiligung geplant

noch offen

Über Ihre Beteiligungsmöglichkeiten infomieren wir Sie hier auf dem Portal, sobald Termine oder Zeiträume feststehen.

  • Ihr Ansprechpartner zum Vorhaben

    Thomas Noller
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Telefon: (0711) 216-20137
     
    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Eberhardstraße 10
    70173 Stuttgart
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart