Bildtitel
Stadtweit

Internationaler städtebaulicher Wettbewerb Rosenstein

Entwurf eines Rahmenplans

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 09.05.2018 bis 31.05.2018
vsl. Umsetzung: seit Sommer 2018
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Rosenstein startet in eine neue Phase

    Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Stuttgart 2016 über die Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein diskutiert. Nun folgt die nächste Phase. In diesem Jahr startet der "Internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil", zu dem alle Stuttgarter eingeladen sind, sich zu beteiligen.

    Ziel der "Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein" im Jahr 2016 war es, zu den zentralen Fragestellungen des Zusammenlebens in Stuttgart und zur Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein ein möglichst breit akzeptiertes Ergebnis zu erarbeiten. Das Ergebnis war das "Memorandum Rosenstein", das in Form von Empfehlungen konkrete Leitplanken formulierte. Diese Leitplanken wiederum dienen nun als Grundlage für weitere Planungs-, Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse, wie den internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein.
     

    Wie funktioniert der Wettbewerb?

    Grundsätzlich hilft ein Wettbewerb, Ideen für ein stadtplanerisches Vorhaben zu finden. Dabei werden Vorgaben seitens der Stadtplanung in einen Auslobungstext gefasst. Diese Auslobung wird als Aufgabenstellung international veröffentlicht und bekanntgemacht. Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten können am Wettbewerb teilnehmen, um zu den Anforderungen eine städtebauliche Planung und Vision für das neue Rosenstein-Quartier zu entwickeln. Grundsätzlich bieten solche Wettbewerbe die Möglichkeit, verschiedene Ansätze zu finden, wie eine Fläche oder ein Gebiet zukünftig gestaltet werden kann. Solche Wettbewerbe sind also ein sehr gutes qualitäts- und projektorientiertes Mittel, wenn es darum geht, aus einer Vielzahl von Lösungsansätzen die beste Lösung hinsichtlich Städtebau, Funktion, Ökonomie und Sozialverträglichkeit für ein bestimmtes Projekt zu finden.

    Der "Internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil" hat zum Ziel, eine erste Vision des künftigen Rosenstein-Quartiers zu erarbeiten, die dann als Grundlage für alle weiteren städtebaulichen Planungen dienen soll. Im Ergebnis soll ein Gesamtkonzept vorliegen, welches in städtebaulicher, programmatischer und prozessualer Hinsicht bei der Entwicklung des Rosenstein-Quartiers den Orientierungsrahmen im langfristig angelegten Planungsprozess bildet. In die Auslobung des Wettbewerbs fließen als Grundlage die Ergebnisse aus der "Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein" ein, wie sie im "Memorandum Rosenstein" festgehalten sind, darunter auch die Ergebnisse der Kinderbeteiligung.

    Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen. In der ersten Phase des Wettbewerbs soll ein Zukunftsbild für das Rosenstein-Quartier entwickelt werden. Die zweite Phase des Wettbewerbs soll ein städtebauliches Gesamtkonzept in Form eines Rahmenplanes schaffen. Dieser soll das Zukunftsbild ausformulieren und wesentliche, übergeordnete Planungsvorgaben erfüllen, um somit als Grundlage für die städtische Planung sowie weitere städtebauliche und Architektenwettbewerbe zu dienen.
     

    Transparenter Prozess mit Bürgerbeteiligung

    Die Beteiligung am "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil" erfolgt auf mehreren Wegen und zu verschiedenen Zeitpunkten. In der ersten Phase des Prozesses hat am Mittwoch, 16. Mai 2018, eine Infoveranstaltung mit Workshop-Charakter im Stadtpalais stattgefunden. An diesem Abend wurde durch das Amt für Stadtplanung und Erneuerung und einer externen Moderation zunächst der Text für die Auslobung vorgestellt. Es folgte eine intensive Diskussion mit den Teilnehmern, die weitere Ideen zum Text und Änderungsvorschläge einbringen konnten.
     

    Online-Beteiligung bis 31. Mai 2018

    Für alle, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten, wurde vom 9. bis 31. Mai 2018 hier auf dem Beteiligungsportal unter dem Reiter "Teilnehmen" ein Forum geschaltet, in dem alle Stuttgarter ebenfalls ihre Ideen und Vorschläge zum Auslobungstext äußern konnten. Hilfreich war dabei ein Überblick über die zehn Handlungsfelder, die im Text dargestellt werden. Alle gesammelten Vorschläge wurden im Anschluss an den Workshop und das Online-Forum geprüft und flossen gegebenenfalls in den Auslobungstext ein.

    Darüber hinaus wurden aus den Reihen des "Forums Rosenstein", das Teil der "Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein" war, drei Mitglieder für das Preisgericht des Wettbewerbs nominiert. Diese Mitglieder wirkten als Sachverständige bei der Meinungsbildung im Preisgericht mit, waren aber nicht stimmberechtigt.

    Veröffentlichung des Auslobungstextes

    Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung wurde der Auslobungstext in die ausführlichen Vorberatungen der städtischen Gremien gebracht und diskutiert. Anschließend wurde der Auslobungstext im Gemeinderat als bindend für den gesamten Wettbewerbsprozess beschlossen. Der Text wurde am 20. Juli 2018 unter www.stuttgart.de/wettbewerbe/rosenstein und hier auf dem Portal veröffentlicht.
     
    Der Wettbewerb bestand aus zwei Phasen. In der ersten Phase des Wettbewerbs wurde ein Zukunftsbild für das Rosenstein-Quartier entwickelt. Insgesamt haben sich an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb 54 Planungsbüros beteiligt. Viele von ihnen nahmen am 27. Juli 2018 die Gelegenheit war, bei einem Rückfragenkolloquium Fragen an die Stadtplaner der Landeshauptstadt zu stellen. Am 28. November 2018 wählte dann das Preisgericht des Wettbewerbs unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Franz Pesch elf Arbeiten für die weitere Bearbeitung in Phase zwei aus. Damit war die erste Wettbewerbsphase abgeschlossen. Mit dem Preisgericht am 8. April wurde final entschieden, welches Planungsbüro mit seinem Entwurf den Wettbewerb gewonnen hat.
     

    Weitere Bürgerveranstaltungen

    Sobald weitere Veranstaltungen terminiert sind, werden diese hier veröffentlicht.
     
    Hier können Sie sich die Handlungsfelder in der Übersicht anschauen oder herunterladen. Mehr Informationen finden Sie auch unter den Reitern "Teilnehmen" sowie "Links & Downloads":
     
  • Weitere Informationen zum Thema Rosenstein

  • Die Entwicklungsfläche

    Die Entwicklungsfläche Rosenstein hat eine Größe von rund 85 Hektar. Foto: Arnim Kilgus
    Im Dreieck zwischen Hauptbahnhof, Neckar und Pragtunnel liegt die rund 85 Hektar große Entwicklungsfläche Rosenstein.​​
    WEITER
  • Die Bürgerbeteiligung 2016

    An drei öffentlichen Veranstaltungen konnten sich Bürger 2016 engagieren. Foto: Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
    Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Stuttgart schon 2016 über die Zukunft der Entwicklungsfläche diskutiert.
    WEITER
  • Flug über das Gleisfeld

    Hier können Sie sich das Gleisvorfeld aus der Vogelperspektive ansehen.
  • Die Umgebung

    Entdecken Sie die Nachbarschaft der Entwicklungsfläche Rosenstein.​​
Phase 1

Ihre Vorschläge zum Auslobungstext

09.05.18 bis 31.05.18

Diskutieren Sie hier vom 9. bis 31. Mai 2018 untereinander oder machen Sie Vorschläge zum Auslobungstext des "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein - Ideen für den neuen Stadtteil". Alle eingegangenen Ideen werden nach Beendigung des Forums am 31. Mai 2018 vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung geprüft, ob und wie sie für eine Ergänzung des bestehenden Auslobungstextes berücksichtigt werden können.

beendet
  • Der Auslobungstext in der Übersicht

    Die Auslobung gliedert sich in zwei wesentliche Teile:

    Der Teil A erläutert die Aufgabenstellung und beinhaltet die allgemeinen Rahmenbedingungen zum Wettbewerb, wie z.B. die Verfahrensart, die Terminabfolge und Fristen, die Teilnahmevoraussetzungen, die Abgabeleistungen und deren Beurteilungskriterien, etc.

    Der Teil B der Auslobung beinhaltet die planerischen Vorgaben und Ziele an die Teilnehmer und stellt Ihnen zusätzlich als Hilfestellung für die Bearbeitung Hintergrundinformationen zur Region, der Stadt und den Stadtbezirken zur Verfügung. Sie umfasst auch eine Analyse der Bestandssituation und der wichtigsten planerischen Themen. Die Planungsanforderungen beinhalten hierbei – neben den durch die städtischen Behörden ermittelten und für die Funktionalität eines Stadtteils benötigten Stadtbausteinen – auch die Ergebnisse der „Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein“ sowie die daraus abgeleiteten Handlungsfelder als wesentliche und verbindliche Vorgabe.
     
     

    Die Handlungsfelder des Auslobungstextes in der Übersicht

    Ergänzend zum Auslobungstext finden Sie in der folgenden PDF-Datei die einzelnen Handlungsfelder aus den planerischen Vorgaben - Teil B des Auslobungstextes - in der Übersicht. Diese ermöglicht Ihnen, schnell einen Überblick über den Auslobungstext zu bekommen und zu erfahren, worum es in den einzelnen Handlungsfeldern geht und zu welchen Punkten Sie Vorschläge und Anregungen machen können.
     
     
    Außerdem können Sie sich hier die Präsentation der STEG Stadtentwicklung GmbH anschauen:
     

Nennen Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge zum Auslobungstext des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein!

DIE KÜNFTIGE TOPOGRAPHIE IST DIE WICHTIGSTE GRUNDLAGE
Die Entscheidung über die Topographie ist eine Jahrhundertentscheidung, die das Gesicht und die Nutzbarkeit in diesem Bereich auf sehr lange Sicht bestimmen wird. Die Suche muss einem langfristig nutzbaren Stadtboden gelten. Er sollte viele der mit dem Eingriff zugunsten der Bahn vor vielen Jahrzehnten geschaffenen künstlichen Hürden und Hindernisse im Stadtgefüge beseitigen und wieder DIREKTE UND BEQUEME VERBINDUNGEN möglich machen, die das Leben der Menschen erleichtern. Dieser Aspekt wiegt im Memorandum schwer und heißt dort:
dass Fußwege gewünscht sind mit „Eignung für alle Generationen; Richtungen; .........Vernetzung (z.B. an Talquerungsmöglichkeiten, Grünverbindungen; von Parkanlagen)“ S. 134. Das bedeutet, dass direkte, nicht umwegige, barrierefrei oder barrierearme Wege und Anschlüsse in alle Richtungen nach Norden, Westen, Süden und Osten zu schaffen sind. Dies sollte so explizit aufgeführt werden, um zu verdeutlichen, dass es dazu Bemühungen der Teilnehmer geben muss:
1. NEU: Es sind jeweils direkte und leicht begehbare Fußverbindungen zu schaffen(max. 5% Steigung) von dem Nord- und Südeingang S-Bahnhaltestelle Mittnachtstraße zum
a. Stöckach (Heinrich-Baumann-Straße),
b. den Rössern,
c. zur Haltestelle Mineralbäder.
Gleiches gilt von der Nordbahnhofstraße nach Westen.
2. NEU: Diese Aspekte müssen Vorrang vor anderen, die Topographie beeinflussenden Themen haben!

3. NEU: Die sog. „rote Linie“ muss aus dem Auslobungstext verschwinden. Sie ist lediglich eine „kalkulatorische Linie“, zur Abgrenzung von Aufgaben und Kosten und hatte nie eine gestalterische Komponente. Sie darf sich erst gar nicht in den Köpfen festsetzen.

4. NEU: Es müssen dazu den Teilnehmern Höhenlinien zur Orientierung mitgeliefert werden:
o Die künstlich aufgeschütteten Bestandshöhen
o Die Höhenlinien aus den Darstellungen des ursprünglichen Talbodens (19.Jahrhundert)

5. Für eine der wichtigsten Aufgaben des Wettbewerbs nämlich die Modellierung des künftigen Stadtbodens. müssen konkrete, vergleichbare Vorschläge verlangt werden. Dazu reicht der Maßstab 1:2500 bei weitem nicht. Die heutige Geländekante im Park wäre nur 7mm hoch. Es reichen auch keine punktuellen Erläuterungsskizzen.
o Es muss, was heute Stand der Technik für die Planer ist,
- NEU: ein digitales Höhenlinienmodell in der ersten Wettbewerbsphase abgeliefert werden, in Meterschritten. (Das sind für das Gesamtgebiet etwa 20 Linien! Und somit zumutbar) für die Einspeisung in das 3d-Modell des Stadtmessungsamtes.
o In der zweiten Wettbewerbsphase muss wegen der erforderlichen Aussagekraft und Vergleichbarkeit hinzukommen:
- NEU: Modell: Ausschnitt 1:500 entlang der Mendelssohnallee als Arbeitsmodell zur Veranschaulichung des Parkrandes.
- NEU: Planausschnitt wegen der vorgegebenen zur Vergleichbarkeit: Umfeld Mittnachtstraße im Grundriss M 1:500..

Weitere Phasen ansehen

  • Überarbeiteter Entwurf der Arbeitsgemeinschaft asp/Koeber bleibt maßgebend für die Entwicklung des Rosenstein-Quartiers

    An der Pressekonferenz am 22. Juli im Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses nahmen (v.l.n.r.) Cem Arat (asp Architekten), Bürgermeister Peter Pätzold, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Prof. Dr. Franz Pesch (Vorsitzender des Preisgerichts), Jochen Köber (Koeber Landschaftsarchitektur), Markus Weismann (asp Architekten) teil. Foto: Leif Piechowski/ Stadt Stuttgart
    An der Pressekonferenz am 22. Juli im Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses nahmen (v.l.n.r.) Cem Arat (asp Architekten), Bürgermeister Peter Pätzold, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Prof. Dr. Franz Pesch (Vorsitzender des Preisgerichts), Jochen Köber (Koeber Landschaftsarchitektur), Markus Weismann (asp Architekten) teil. Foto: Leif Piechowski/ Stadt Stuttgart
    OB Kuhn: "Das Ergebnis ist nachhaltig und zukunftsorientiert, das macht es zu einem wichtigen Meilenstein."
     
    Der internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein wurde am 8. April offiziell mit dem Ergebnis beendet, die erst- und zweitplatzierten Planungsbüros mit der Überarbeitung ihrer Entwürfe zu beauftragen. In der Jurysitzung am Montag, 22. Juli, ist der überarbeitete Entwurf der Büros asp/Koeber als maßgebend für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils ausgewählt worden.
     
    Die Landeshauptstadt Stuttgart beabsichtigt nun auf Basis des vorliegenden Ergebnisses des Ideenwettbewerbs einen städtebaulichen Rahmenplan in Auftrag geben. Dieser soll den Gremien der Stadt Stuttgart nach seiner Fertigstellung zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Rahmenplan wird die Grundlage für alle weiteren Planungen im künftigen Stadtteil zwischen Stuttgarter Hauptbahnhof, Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten bilden.
     
    Zur Entscheidung des Preisgerichts sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn: "Heute ist ein wichtiger Tag für den Städtebau in Stuttgart. Der Siegerentwurf passt sich in die Umgebung ein, schafft kulturelle Infrastruktur und überzeugt mit seinen klimatischen und energetischen Ideen. Das Ergebnis ist nachhaltig und zukunftsorientiert, das macht es zu einem wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung dieser zentralen Fläche. Mit der heutigen Entscheidung haben wir eine Basis geschaffen, auf der wir voranschreiten können."
     
    Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, erklärte das weitere Vorgehen: "Wir haben mit diesem Entwurf jetzt eine Grundlage für die Aufstellung eines Master- und Rahmenplans. Nach den Sommerferien werden wir den Entwurf in den betroffenen Bezirksbeiräten und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik vorstellen. Auch werden wir das Ergebnis für die Öffentlichkeit aufbereiten, damit diese sich auch ein Bild davon machen kann. Ziel ist es, in diesem Jahr den Entwurf als Grundlage für weitere Planungen im Gemeinderat zu beschließen."
     
    Auch der überarbeitete Entwurf wurde wieder als Modell angefertigt. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Auch der überarbeitete Entwurf wurde wieder als Modell angefertigt. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Dr. Franz Pesch vom Büro Pesch und Partner tagte am Montagvormittag im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses, um die Überarbeitungsphase im Anschluss an den städtebaulichen Wettbewerb abzuschließen. Mit einem Stimmenverhältnis von elf zu sechs hat sich das Preisgericht für den Siegerentwurf ausgesprochen und wird diesen als konkrete Empfehlung an den Gemeinderat und die Verwaltung für weitere Planungsschritte abgeben.
     
    Prof. Dr. Franz Pesch sagte zur Entscheidung des Preisgerichts: "Das Ergebnis ist deutlich, zeigt aber auch, dass wir intensiv diskutiert und gerungen haben. Mein Glückwunsch gebührt beiden Teilnehmerteams. Uns hat vor allem das Thema Zukunft bewegt. Der Siegerentwurf zeigt ein transparentes Quartier, das sich zum Park hin öffnet. Im Kern ging es um Gedanken zur Einbindung des Quartiers in die Stadt, Fragen zur Wohnqualität, Nachhaltigkeit und Atmosphäre in den Stadtteilen."
     
    In der Sitzung vom 8. April 2019 hatte die Jury Kriterien für die Überarbeitungsphase festgelegt. Insgesamt sollten Aspekte wie die Modellhaftigkeit der Quartiere, eine kleinräumige Nutzungsverteilung und der identitätsstiftende Charakter des neuen Stadtteils – beispielsweise durch vorhandene Bauwerke oder herausragende Neubauten – weiter detailliert werden. Eine zeitliche Abfolge für die einzelnen Bauabschnitte wurde ebenfalls angefragt. Darüber hinaus gab es spezifische Kriterien, die jeweils beide Entwürfe individuell nachbessern sollten, darunter die Behandlung der Parkkante, die Erweiterung des Parks samt Barrierefreiheit, die Höhenentwicklung von Gebäuden und vom Gelände oder der Nachweis zur Wohnqualität.
     
    Sicht auf das neue Rosenstein-Quartier aus Richtung Innenstadt. Grafik: asp/Kloeber
    Im neuen Quartier sollen auch neue Mobilitätsformen genutzt und der öffentliche Raum offener gestaltet sein. Grafik: asp/Kloeber
     
    Nach Meinung des Preisgerichts hat die Arbeitsgemeinschaft asp/Koeber diese Aufgabe überzeugend erfüllt:
     
    Der Entwurf spiegelt den klassischen Städtebau einer dichten europäischen Stadt wider mit einer spannenden Dramaturgie entlang der Parkkante. Die vernetzte Stadt bildet den Fokus der Planungsbüros. Entlang der historischen Achse, die sich von Schloss zu Schloss zieht, wird ein gelungener Dreiklang zwischen Hauptbahnhof, neuem Konzerthaus und Schloss Rosenstein geschaffen.
     
    Der sanfte Übergang von der sogenannten Maker City im Umfeld der Wagenhallen über das Nordbahnhofviertel schafft eine gute Zugänglichkeit über das neue Rosensteinviertel bis hin zum Schlossgarten.
     
    Im Osten des Entwicklungsgebiets bildet der Entwurf ein leicht terrassiertes Gefälle an der Parkkante des Schlossgartens aus. Dadurch wird die stärkere Verknüpfung der Stadtteile Stuttgart Ost und Stuttgart Nord gewährleistet. Daraus resultiert ein insgesamt durchlässiges Stadtquartier, das leichte Übergänge zwischen dem neuen Stadtteil und den umliegenden Stadtbezirken schafft.
     
    Der Gleisbogenpark fungiert als zentrales Rückgrat zwischen neuem Stadtviertel und dem Nordbahnviertel. Das südliche Überwerfungsbauwerk bildet darüber hinaus ein Scharnier zwischen Gleisbogenpark und den bestehenden Parkanlagen. Es wird unter anderem mit kulturellen und gewerblichen Nutzungen belebt.
     
    Die Maker City dient als Experimentierfeld für weiteres Bauen im Rosenstein-Quartier. Sie wird als Stadtlabor beschrieben und soll von den Bewohnern nach und nach gestaltet und weiterentwickelt werden.
     
    Im Entwurf ist angedacht, urbane Mobilitätsformen im neuen Quartier durchzusetzen. Die Fortbewegung soll sich vorwiegend auf Rad- und Fußwege beziehen. Die vorgeschlagene Nutzungsmischung ermöglicht eine Stadt der kurzen Wege. Das Energiekonzept hat die Jury durch seine nachhaltige Ausrichtung überzeugt. Großflächige Begrünung und Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Fassaden generiert und speichert Energie im Quartier.
     
    Cem Arat vom Architekturbüro asp sagte zu ihrem nachgebesserten Entwurf: "Das Quartier soll urban sein und seinen Bewohnern eine neue Heimat bieten. Es muss den Herausforderungen des Klimawandels gerecht werden. Das ermöglichen wir durch viel Grün, das wesentlicher Bestandteil unseres Entwurfs ist. Insgesamt soll es eine Stadt sein, die vernetzt ist im Bestand sowie offen und sozial durchlässige Nachbarschaften bietet."
     

    Ein neuer Stadtteil für Stuttgart: Die Entwicklungsfläche Rosenstein

    Die oberirdischen Gleisflächen des heutigen Stuttgarter Hauptbahnhofs werden nach Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 frei. Mitten im Zentrum Stuttgarts steht nach deren Rückbau eine 85 Hektar große Fläche für zukunftsorientierte Stadtplanung zur Verfügung. Die Entwicklung des Rosenstein-Quartiers ist das derzeit größte Bauprojekt, das in naher Zukunft in Stuttgart realisiert werden soll.
     
    Die Flächen befinden sich seit Dezember 2001 im Besitz der Stadt Stuttgart. Als Eigentümerin verfügt sie über mehr Gestaltungsspielraum als seinerzeit im Europaviertel, was günstige Voraussetzungen für die Umsetzung der Planungsziele schafft. Dazu gehört unter anderem bezahlbarer und qualitativ hochwertiger Wohnraum. Geplant sind mehr als 5.000 Wohneinheiten auf dem Rosenstein-Areal. Zusammen mit den freien Flächen, die in den angrenzenden Stadtbezirken verfügbar sind, sollen mehr als 7.000 Wohnungen entstehen.
     
    Weitere Kriterien wurden bereits 2016 im Austausch mit der Stuttgarter Bürgerschaft diskutiert und definiert. Sie umfassen die Schaffung von Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Gemeinschaftsplätzen für belebte Nachbarschaften, das Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten, klimaverträgliches Bauen unter Einbeziehung innovativer Mobilitätslösungen, den Umgang mit Bestandsbauwerken und einige mehr.
     

    Der zweiphasige Wettbewerb Rosenstein mit Bürgerbeteiligung

    Mit dem Ziel, diese und weitere Aspekte zu einer Vision für das künftige Rosenstein-Quartier zusammenzufassen, hat die Stadt Stuttgart im Juli 2018 ein zweistufiges städtebauliches Wettbewerbsverfahren ausgelobt. Unter vorheriger Einbeziehung der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger wurden die Anforderungen des Wettbewerbs transparent entwickelt. Neben einer öffentlichen Infoveranstaltung im Mai 2018 im Stadtpalais gab es für Interessierte die Möglichkeit, Änderungen zum Auslobungstext über das Online-Beteiligungsportal „Stuttgart – meine Stadt“ vorzuschlagen.
     
    Ein ca. 50-köpfiges Preisgericht, das aus Architekten, Stadt-, Raum- und Verkehrsplanern, weiteren Experten sowie Gemeinderäten und Vertretern der Stadtgesellschaft bestand, beurteilte die eingereichten Entwürfe fortan im gesamten Prozess. Insgesamt haben sich an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb 54 internationale Planungsbüros beteiligt.
     
    Mit der Vorauswahl von elf Arbeiten wurde die erste Wettbewerbsphase am 28. November 2018 abgeschlossen. In der zweiten Phase des Wettbewerbs hatten die ausgewählten Planungsbüros bis zum 13. März 2019 Zeit, ihre Ergebnisse einzureichen. Der Wettbewerb wurde mit der Jurysitzung am 8. April 2019 mit dem Ergebnis beendet, dass die beiden ersten Preisträger asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur (Stuttgart) und Laux Architekten/Terra nova Landschaftsarchitektur (Stuttgart/München) ihre Entwürfe nochmals überarbeiten sollten. Bevor sie damit starteten, haben sie ihre Entwürfe am 30. April 2019 im Ausschuss für Umwelt und Technik und am 14. Mai 2019 im Städtebauausschuss des Stuttgarter Gemeinderats präsentiert. Daraufhin hatten sie bis zum 5. Juli 2019 Zeit, ihre Pläne auf Basis der erweiterten Resonanz aus den verschiedenen Gremien nachzubessern.
     

    Die nächsten Schritte

    Mit der Sitzung des Preisgerichts vom 22. Juli 2019 liegt nun eine Entscheidung vor, die den städtischen Gremien im weiteren Verlauf zur weiteren Beschlussfassung vorgelegt wird. Anschließend beabsichtigt die Verwaltung, auf dieser Grundlage einen städtebaulichen Rahmenplan zu erstellen. Nach seiner Fertigstellung bilden die darin formulierten städtebaulichen Vorgaben als Grundsatzbeschluss des Gemeinderats die Grundlage für den langfristig angelegten Planungsprozess des Rosenstein-Quartiers. Daraus werden Wettbewerbe und Bebauungspläne für Teilgebiete entwickelt, die eine schrittweise Bebauung der Gleisflächen ermöglichen sollen.
     
  • Perspektiven für Rosenstein

    Städtebaulicher Wettbewerb entschieden – Entwürfe von Platz eins und zwei werden überarbeitet

    Freude über ersten Platz: (v.l.) der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, Jochen Koeber, Cem Arat und Markus Weismann von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur, OB Fritz Kuhn und Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Foto: Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Freude über ersten Platz: (v.l.) der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, Jochen Koeber, Cem Arat und Markus Weismann von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur, OB Fritz Kuhn und Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Foto: Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Nach Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 soll auf der freiwerdenden Gleisfläche ein neuer Stadtteil, das Rosenstein-Quartier, entstehen. Dazu lobte die Stadt 2018 einen internationalen städtebaulichen Wettbewerb aus. Am 8. April hat der Entwurf von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur (Stuttgart) den ersten Platz belegt. Auf den zweiten Platz kam das Planungsbüro Laux Architekten in Zusammenarbeit mit Terra Nova Landschaftsarchitektur (Stuttgart/München).

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zum Ergebnis: "Die Auswahl der Sieger-Entwürfe ist wichtig für die Perspektiven der Stadtentwicklung. Wir alle haben jetzt eine Vorstellung davon, wie das Rosenstein-Quartier aussehen könnte. Hier kann Spannendes entstehen, auf bis zu 100 Hektar und das mitten in der Stadt. Das Quartier wird eine gute Mischung aus großer Dichte und grünen Freiräumen aufweisen. Besonders gut gefällt mir bei den Siegern die Integration der Kultureinrichtungen."

    Der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, erklärte bei der Pressekonferenz am Dienstag: „Die entscheidende Frage ist, wie sieht ein zukunftsorientiertes Quartier städtebaulich aus: Knüpft es an historische Vorbilder an oder wagt es etwas ganz Neues? Darauf geben die Preisträger erste Antworten. Wir haben beide Planungsbüros gebeten, ihre Entwürfe nochmals zu überarbeiten.“ Anschließend kann auf dieser Grundlage in Abstimmung mit den städtischen Gremien ein Rahmenplan für alle weiteren Planungsschritte erstellt werden.

    Mit der Entscheidung des Preisgerichts verbunden sind Preisgelder von 70.000 Euro für den ersten und 50.000 Euro für den zweiten Platz. Auf den dritten Platz kam die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft Herrmann + Hornung/Johannes Jörg Grüne Welle Landschaftsarchitektur (35.000 Euro).
    Den vierten Platz von ins­gesamt elf bewerteten Arbeiten belegte die Arbeitsgemeinschaft Tovatt Architects & Planners/Ramboll Studio ­Dreiseitl aus Stockholm und Überlingen (20.000 Euro).

    Alle Arbeiten sind im Stadtpalais vom heutigen Donnerstag, 11. April, um 12 Uhr, bis zum 18. April, um 17 Uhr öffentlich ausgestellt. Der Eintritt ist frei.
     
     
  • Weitere Informationen zum Erst- und Zweitplazierten

  • Erster Platz

    Modell des erstplazierten Entwurfs. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Erfahren Sie mehr zum Entwurf von asp Archi- tekten und Koeber Landschaftsarchitekten.
     
    WEITER
  • Zweiter Platz

    Modell des zweitplazierten Entwurfs. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Erfahren Sie mehr zum Entwurf von Laux Archi- tekten und Terra Nova Landschaftsarchitektur.
     
    WEITER
  • Preisgericht tagt zum Abschluss der ersten Phase

    Nach der Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 werden die Gleisanlagen zwischen Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten frei. Dort soll auf einer Fläche von rund 85 Hektar das sogenannte Rosenstein-Quartier entstehen. Die Stadt hat im Juli 2018 ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren zu der Frage ausgelobt, wie das neue Quartier entwickelt werden könnte. Insgesamt haben sich an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb 54 Planungsbüros beteiligt. Am Mittwoch, 28. November, hat das Preisgericht ganztags unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Franz Pesch zum Abschluss der ersten Wettbewerbsphase getagt und elf Arbeiten für die weitere Bearbeitung in Phase zwei ausgewählt.

    Ergebnisse und Namen dürfen aus Gründen des Wettbewerbsrechts in der Zwischenphase nicht genannt werden. In Kürze werden alle Teilnehmer über eine Kanzlei gesondert über das Ergebnis informiert, da das Verfahren weiterhin anonym durchgeführt wird.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Die Qualität und Bandbreite der eingereichten städtebaulichen Entwürfe ist erfreulich hoch. Ich bin überzeugt, dass am Ende des Wettbewerbs im April nächsten Jahres eine hervorragende Grundlage für die Planung eines nachhaltigen urbanen Quartiers mit möglichst vielen Wohnungen stehen wird."

    Grundlage für den Wettbewerb waren unter anderem auch die in der Auslobung enthaltenen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung Rosenstein. Auf der Fläche sollen neue Wohnquartiere mit rund 5.600 Wohneinheiten und einem hohen Anteil von bezahlbarem Wohnraum entstehen. Die verbleibenden Planungsbüros beginnen am 12. Dezember 2018 mit ihrer Arbeit. Sie haben bis zum 13. März 2019 Zeit, ihre Ergebnisse einzureichen.

    Voraussichtlich am 8. April 2019 wird das Preisgericht den Sieger des Wettbewerbs auszeichnen. Die Wettbewerbsbeiträge der zweiten Phase sollen anschließend öffentlich präsentiert und erläutert werden. Die Stadt will das Siegerbüro mit der Rahmenplanung für das neue Quartier beauftragen. Der Rahmenplan bildet die Grundlage für die zukünftige Gestaltung des Quartiers und soll den städtischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden. Daraus erwachsen Bebauungspläne, die die schrittweise Bebauung der Gleisflächen ermöglichen.
     
  • Rückfragenkolloquium stößt auf großes Interesse

    Mehr als  110 Architektur- und Planungsbüros haben bereits ihr Interesse am "Internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein" bekundet; darunter neben vielen Wettbewerbern aus Deutschland auch internationale Büros.  Gut 50 von ihnen nahmen am 27. Juli die Gelegenheit war, beim Rückfragenkolloquium Fragen an die Stadtplaner der Landeshauptstadt Stuttgart zu stellen. Neben den vielen Büros waren auch Mitglieder des Preisgerichts und des Gemeinderats anwesend.
     
    Am Vormittag hatten die Teilnehmer des Kolloquiums die Möglichkeit, bei einer Begehung rund um das Wettbewerbsgebiet die Begebenheiten vor Ort zu erkunden, zu fotografieren und sich einen Eindruck von den besonderen Herausforderungen des Wettbewerbs zu machen. Zudem konnten sie an Infostationen, die um das Wettbewerbsgebiet verteilt waren, den städtischen Planern Fragen zu ortsbezogenen Themen stellen.

    Im Rückfragenkolloquium am frühen Nachmittag beantworteten nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt,  Mitarbeiter des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses zunächst mehr als 50 Fragen, die bereits im Vorfeld schriftlich eingegangen waren. Anschließend nutzten die anwesenden Büros die Gelegenheit, noch für sie offene Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten. Thematisch gab es bei den Fragen eine große Bandbreite.
     
    Diese reichte von einfachen Verständnisfragen, wie etwa die Frage, was speziell in Stuttgart unter Subkultur verstanden wird, allgemeinen Fragen zu Vorgaben im Wettbewerb bis hin zu technischen und baulichen Fragen, etwa ob es eine vorgeschriebene Geschossanzahl für Schulen im Wettbewerbsgebiet gäbe. Es wurden auch Fragen zum Verfahren selbst und den bereitgestellten Unterlagen gestellt.
     
    Hier können Sie die Antworten auf die gestellten Fragen einsehen:
     

    Wie geht es weiter?

    Die Stadtverwaltung wird nun die gestellten Fragen beantworten und das Ergebnis den Teilnehmern sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Das Anlagenpaket zum Wettbewerb wird um angefragte Planunterlagen erweitert werden. So können die Teilnehmer nun vertieft in die Bearbeitungsphase 1 des Wettbewerbs einsteigen und ihre Konzepte sowie Visionen entwickeln. Die Abgabefrist für die Leistungen ist der 10. Oktober 2018. Die Landeshauptstadt Stuttgart erhofft sich viele zukunftsorientierte Lösungsansätze zur Entwicklung der Flächen.
     
    Der Wettbewerb ist für die Landeshauptstadt von zentraler Bedeutung. Schließlich sind die gesamten 85 Hektar der Rosensteinfläche nicht nur städtisches Eigentum, sondern liegen direkt im Herzen der Stadt.
     
  • Stadt lobt Wettbewerb für "Rosenstein" aus

    Die Stadt Stuttgart lobt den "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein" aus. Damit will sie Ideen für den neuen Stadtteil sammeln. Der Gemeinderat hat dem am 28. Juni mit großer Mehrheit zugestimmt.

    In diesem Wettbewerb soll eine Vision für das neue Stadtquartier auf zirka. 85 Hektar freiwerdenden Gleisflächen erarbeitet werden. Die Teilnehmer sind aufgerufen, Antworten zu geben auf Fragen nach bezahlbarem Wohnraum, einer geeigneten Topografie, erhaltenswerten Bauwerken, Quartiersbildung und Nutzungsverteilung, geeigneter Parkerweiterung, Verbindungen von Grünanlagen, innovativer Infrastruktur oder kulturellen Einrichtungen. So können sich auch die drei Einrichtungen "Kongresszentrum", "Neues Lindenmuseum/​Haus der Kulturen" und „Neuer Konzertsaal“ im Wettbewerbsgebiet wiederfinden. Viele Planungsvorstellungen in der Auslobung decken sich mit den Eingaben aus der Bürgerbeteiligung. Subkulturellen Einrichtungen wurde zum Beispiel in der Auslobung nach den Vorstellungen der Bürger mehr Bedeutung eingeräumt.

    Das neue Quartier soll künftig beispielhaft Lösungen für das Zusammenleben in der Stadt bieten. Wichtige Aspekte sind: die Nutzungsmischung – also Wohnen, Arbeiten, Erholung oder Lernen, das Zusammenleben von Jung und Alt sowie Arm und Reich, nachhaltige Mobilität, attraktive öffentliche Räume, die grüne Infrastruktur oder auch die Umsetzung eines Plus-Energie-Quartiers. Auf einem Teil der Flächen sollen auch Themenfelder der "Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart" (IBA) entwickelt werden. So kann die IBA auf einer Teilfläche der erste Schritt zur weiteren Entwicklung der gesamten Fläche sein.

    Bis Anfang Oktober soll in der ersten, offenen Phase ein Zukunftsbild für das Rosensteinquartier entwickelt werden. Die besten zehn Teilnehmer können anschließend ihre Ideen konkretisieren. Ein Preisgericht entscheidet im April 2019 über die Vorschläge. Daraus soll dann ein Rahmenplan erarbeitet werden.
  • Kreativer Abend im Stadtpalais

    Über 100 Bürger nehmen an einem Infoworkshop zum Wettbewerb Rosenstein teil

    An einer Station des Abends konnten die Teilnehmer Ideenwürfel auf einer Stadtkarte platzieren. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An einer Station des Abends konnten die Teilnehmer Ideenwürfel auf einer Stadtkarte platzieren. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Mittwoch, 16. Mai 2018, einen Infoworkshop im Stadtpalais veranstaltet. Nach der Begrüßung und einer Einführung in das Thema durch Baubürgermeister Peter Pätzold sprudelten zahlreiche Vorschläge aus den Köpfen der rund 130 anwesenden Stuttgarterinnen und Stuttgarter zum Auslobungstext des internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein.
     
     
    Am Ende des Abends dankte Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, den vielen Teilnehmern für ihre Anregungen und stellte fest: „Heute haben wir weitere zahlreiche Anregungen erhalten. Die intensiven Gespräche zu den vielen Themen haben uns einen vielfältigen und bunten Abend beschert. Wir werden die Vorschläge in die Überarbeitungsphase des Auslobungstextes des Wettbewerbs aufnehmen.“
     
    Im Foyer des Stadtpalais hatte Bürgermeister Pätzold gegen 18 Uhr den Infoworkshop eröffnet und nach einer Begrüßung in das Thema eingeführt. Ziel des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs sei es, eine Idee und ein Bild des neuen Stadtteils Rosenstein zu erhalten. Dazu sollten die Teilnehmer des Infoworkshops Anregungen zum Auslobungstext geben, der für den Ende Juli startenden Wettbewerb erstellt wird. Die Gelegenheit nutzten viele in der Dialogphase des Abends, durch die die STEG Stadtentwicklung GmBH unter Leitung von Frank Friesecke und Tilman Sperle führte.
     

    Intensive und kreative Gespräche

     
    Bürgermeister Peter Pätzold begrüßte rund 130 Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Bürgermeister Peter Pätzold begrüßte rund 130 Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Moderatoren erklärten zunächst den Ablauf des Abends. Nach einer detaillierten Einführung in den Auslobungstext, der sich aus einem formellen und einem inhaltlichen Teil mit Planungsvorgaben zusammensetzt, ging es an fünf Themeninseln. Dort konnten die Anwesenden zu 10 Handlungsfeldern Anregungen abgeben. Dazu hatte die STEG aus den jeweiligen Handlungsfeldern die wesentlichen Begriffe herausgesucht und an Infotafeln gebündelt. So bekamen die Teilnehmer schnell einen Überblick, um was es bei jedem Handlungsfeld im Einzelnen ging. Was sollte im Auslobungstext detaillierter ausformuliert werden? Welche Themen wurden im Text vielleicht noch nicht berücksichtigt? Diese und andere Fragen bewegten die Teilnehmer und sie nutzten die Möglichkeit an diesem Abend, erste Schwerpunkte für eine Planung des Stadtquartiers den planenden Büros an die Hand zu geben. Es entwickelten sich intensive und kreative Gespräche unter den Teilnehmern und viele schrieben ihre Anregungen auf kleine Zettel, die dann zur Übersicht an die Stellwände der Themeninseln geklebt wurden.
     
    Parallel zu den Themeninseln wurde im Foyer ein fünf mal fünf Meter großes Luftbild der Entwicklungsfläche Rosenstein auf den Boden gelegt. Dort konnten die Anwesenden nach den Themen gestaltete farbige Ideenwürfel an Stellen auf der Karte platzieren, zu denen Sie Vorschläge machen wollten. Zuerst noch zögerlich, dann aber mit zunehmendem Interesse wurden Dutzende Würfel auf der Karte platziert. Am Ende entstand ein buntes Bild, das die Vielfalt der Anregungen anschaulich zeigte.
     

    Viele konkrete Anregungen

    An fünf Themeninseln konnten Anregungen zu zehn verschiedenen Handlungsfeldern gegeben werden. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An fünf Themeninseln konnten Anregungen zu zehn verschiedenen Handlungsfeldern gegeben werden. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Gegen kurz nach acht Uhr am Abend endete die Dialogphase und die Teams an den einzelnen Themeninseln zogen ein Fazit aus den abgegebenen Anregungen. Beim Thema Wohnen wurde deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum unbedingt Bestandteil der Planungen sein müsse, ebenso wie Gemeinschaftsplätze für ein lebendiges Quartier. Zum Thema Park und Freiraum wurde darauf hingewiesen, dass Mitgestaltungsmöglichkeiten und kreative Räume – etwa für Urban Gardening – berücksichtigt werden sollten. Zum Thema Kultur wurde angeregt, neben der Hochkultur auch ausreichend Möglichkeiten für Subkultur und kommunikative Orte zu schaffen, an denen Menschen kreativ werden können.
     
    Bei den topografischen Herausforderungen des Geländes war vielen wichtig, das Panorama des Gebiets sichtbar zu machen, etwa durch Sichtachsen zum Schloss Rosenstein und eine gelungene Anbindung an die angrenzenden Stadtbezirke. Dachbegrünung sollte beim Thema klimagerechtes Quartier den Vorzug vor Fotovoltaik bekommen. Ein autofreies Quartier mit innovativen Mobilitätsansätzen wie etwa Kleinbussysteme und andere Fortbewegungsmöglichkeiten sollte schließlich beim Handlungsfeld Mobilität im Auslobungstext deutlicher hervorgehoben werden.
     

    Onlinebeteiligung bis 31. Mai 2018

    Kurz vor neun Uhr endete schließlich der Infoworkshop. Bürgermeister Peter Pätzold bedankte sich für die zahlreichen Vorschläge zum Text und wies noch einmal darauf hin, dass mit dem Workshop die Bürgerbeteiligung Rosenstein nicht zu einem Ende gelangt sei: „Die Bürgerbeteiligung zum Rosenstein-Quartier wird sich weiterentwickeln und ich hoffe, dass viele Bürger bei diesem Thema dabeibleiben und sich weiterhin so einbringen wie heute Abend.“ Abschließend erinnerte der Bürgermeister noch einmal an die Möglichkeit, weitere Vorschläge und Anregungen zum Auslobungstext bis zum 31. Mai 2018 online auf dem städtischen Beteiligungsportal einbringen zu können. Mehr dazu erfahren Sie hier.
     
     
    Durch den Abend führte das Team der STEG Stadtentwicklung GmbH. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Rund 130 Bürgerinnen und Bürger kamen ins Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
  • Ihre Ansprechpartner zum Ideenwettbewerb Rosenstein

    Benjamin Gab
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Telefon:   (0711) 216-20165
    Mail:       benjamin.gab@stuttgart.de

    Marijana Curic
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Telefon:   (0711) 216-20099
    Mail:       marijana.curic@stuttgart.de​

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Eberhardtstraße 10
    70173 Stuttgart
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Sabine Hieronymus
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​