• Frist für Fragebogenaktion verlängert

    Im Stadtteil Gaisburg laufen derzeit (März/April 2018) vorbereitende Untersuchungen, um das Gebiet in den kommenden Jahren aufwerten zu können. Zur Auftaktveranstaltung am 8. März hatten sich viele Bürger über das Sanierungsverfahren für den Stadtteil informiert (siehe Artikel unten). An der Fragebogenaktion im Untersuchungsgebiet, die ebenfalls zu den Vorarbeiten gehört, hat dagegen bislang nur jeder fünfte Eigentümer oder Haushalt teilgenommen.
     
    Die Rücklaufquote ist jedoch maßgeblich für die Beurteilung der Mitwirkungsbereitschaft der Betroffenen vor Ort. Die Umfrage muss für ein Programm der Städtebauförderung einen repräsentativen Querschnitt des gesamten Untersuchungsgebiets abbilden: Ohne Kenntnisse über Gebäudestruktur und Modernisierungsbedarf, den vorhandenen Energiemix oder die Passgenauigkeit der vorhandenen Angebote können keine fundierten Aussagen über mögliche Konzepte der Stadterneuerung erarbeitet werden. Auch die Ideen und Vorschläge der Bewohner über öffentliche Bereiche in ihrem Stadtteil sind wichtiger Bestandteil der Planung. Das Projekt wird von der Städtebauförderung unterstützt.

    Die Frist zur Rücksendung der Fragebögen wird daher bis Freitag, 18. Mai 2018, verlängert. Bei der Umfrage werden ausschließlich für die Sanierung relevante Fragen gestellt. Der Schutz der persönlichen Daten durch das Stuttgarter Büro planbar³ ist sichergestellt. Der Fragebogen kann auf www.stuttgart.de/vorbereitende-untersuchungen digital ausgefüllt und per E-Mail an info@planbar-hoch3.de gesendet werden. Auskunft erteilt das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Telefon 216-20322.
  • Auftaktveranstaltung "Vorbereitende Untersuchung Gaisburg"

    Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier: Dem "leichten Abwärtstrend" entgegenwirken

    Bildbeschreibung
    Rund 150 Einwohner besuchten die Auftaktveranstaltung zur vorbereitenden Untersuchung in Gaisburg. Foto: planbar³
    Rund 150 Bürgerinnen und Bürger haben am 8. März 2018 an der Auftaktveranstaltung "Vorbereitende Untersuchung Stuttgart 32 - Gaisburg -" teilgenommen. Im Verlauf des Abends hatten die Anwohner Gelegenheit, eigene Anregungen zu geben. Dabei spielte die Verkehrssituation eine wichtige Rolle.
     
    Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier hatte sich gemeinsam mit dem Bezirksbeirat bei der Stadt Stuttgart für ein viertes Sannierungsgebiet - nämlich Gaisburg - im Stuttgarter Osten starkgemacht. Die jetzt angelaufene Vorbereitenden Untersuchung sei ein erster Schritt, dieses Sanierungsgebiet auch tatsächlich auf den Weg zu bringen. Besonders wichtig sind aus ihrer Sicht die Themen Nahversorgung, die Verkehrs- und Parkproblematik sowie das Ortsbild mit den Gebäudefassaden und die Aufenthaltsqualität der öffentlichen Räume und Plätze. Sie möchte dem "leichten Abwärtstrend", den Sie beobachtet hat, entgegenwirken.

     

    Was sind vorbereitende Untersuchungen?

    Sanierungsgebiete werden von Land oder Bund gefördert. Dafür müssen gemäß Baugesetzbuch (§141) vorbereitende Untersuchungen (VU) durchgeführt werden. Dadurch sollen zum einen Erkenntnisse über die Notwendigkeit einer Sanierung gewonnen, zum anderen aber auch die Mitwirkungsbereitschaft der Beteiligten abgefragt werden.
     
    Im Besonderen wird sich die städtebauliche Untersuchung mit folgenden Themen befassen:
    • funktionale und gestalterische Mängel im öffentlichen Straßenraum, bei Freiflächen und im Wohnumfeld
    • bauliche und ernergetische Modernisierungsrückstände, insbesondere bei privaten Wohngebäuden
    • Möglichkeiten zur Verbesserung des Angebots an öffentlichen Einrichtungen

     

    Zeitlicher Ablauf

    • Der Beschluss zur Vorbereitenden Untersuchung wurde am 12. Dezember 2017 im Ausschuss für Umwelt und Technik (UTA) gefasst.
    • Anschließend wurde das Büro planbar³ (planbar hoch drei) mit der städtebaulichen Untersuchung beauftragt. Diese soll bis Herbst 2018 abgeschlossen sein.
    • Nach der Sommerpause 2018 wird dem Bezirksbeirat und dem UTA ein Bericht über das Ergebnis und die Ziele einer künftigen Sanierung vorgestellt.
    • Der Antrag auf Fördermittel vom Land (für das Jahr 2019) ist für Oktober 2018 avisiert.
    • Sollten die Mittel bewilligt werden, folgt 2019 die offizielle Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets. Werden die Fördermittel nicht bewilligt, wird 2019 ein neuer Anlauf (dann für 2020) gestartet.
    • Der Förderzeitraum selbst beträgt acht bis zehn Jahre. In dieser Zeit müssen die Sanierungen umgesetzt werden.

     

    Wie können die Beteiligten mitwirken?

    Allen Gaisburgern im betroffenen Bereich wurde bereits ein Fragebogen zugesandt und so die Möglichkeit gegeben, sich zu Chancen und Potenzialen, aber auch zu Missständen und Konflikten zu äußern. Außerdem dient der Fragebogen zur Erhebung der baulichen und energetischen Gebäudezustände, der Sozial-, Versorgungs- und Arbeitsstruktur. Ganz besonders wichtig ist die Erhebung der Interessen der Eigentümerinnen und Eigentümer. So kann bereits früh ermittelt werden, wie die Stadt unterstützen kann und wo bzw. wieviel Fördermittelbedarf besteht. Der Fragebogen kann übrigens auch unter www.stuttgart.de/vorbereitende-untersuchungen herunter geladen werden.
     
    Zudem wird es im Laufe der vorbereitenden Untersuchung Gespräche mit Schlüsselpersonen, eine Kinderbeteiligung sowie einen Beteiligtenworkshop geben, auf dem erste Ergebnisse präsentiert werden. Der Termin des Workshops wird rechtzeitig hier veröffentlicht.
     

    Weitere Informationen

     
     
  • Welches Gebiet ist für die vorbereitende Untersuchung ausgewählt?

     
    Quelle: Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Quelle: Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung