Die Entwicklungsfläche Rosenstein im Stadtbild. Foto: Stadt Stuttgart
Stadtweit

Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein

Gemeinsam Stadt gestalten

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 15.03.16 bis 15.11.16
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Experten diskutieren über Gestaltung der Entwicklungsfläche - Viele Überschneidungen mit Bürgerwünschen

    Zwanzig Experten unterschiedlicher Fachrichtungen haben sich am Dienstag, 13. September, zu der Frage ausgetauscht, was bei der Gestaltung der Entwicklungsfläche Rosenstein wichtig ist. Die Empfehlungen der Fachleute decken sich in vielerlei Hinsicht mit den Wünschen, die die Bürgerinnen und Bürger in den unterschiedlichen Formaten der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein herausgearbeitet haben.

    Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sagte zu Beginn der Veranstaltung: "Die Bürgerbeteiligung Rosenstein nähert sich dem Ende. Ich bin überzeugt, dass die Empfehlungen der Experten die Interessensammlung bereichern und den Bürgerinnen und Bürgern bei der Öffentlichen Veranstaltung am 24. September in den Wagenhallen zusätzliche Denkanstöße geben werden."

    Experten diskutieren fünf Themen im Wechsel

    Die eingeladenen Experten sind Spezialisten auf den Gebieten Mobilität, Ingenieurswesen, Architektur, Landschaftsplanung, Stadtplanung, Sozialforschung, Pädagogik, Umwelt und Stadtökonomie und stammen aus Stuttgart, aber auch aus Karlsruhe, Darmstadt und Erfurt. Zunächst tauschten sich Experten der gleichen Fachrichtung an den fünf Thementischen "Mobilität", "Freiraum/Umwelt", "Bauen/Nutzungsmischung", "Stadt der Zukunft" und "Soziale Infrastruktur" zum jeweiligen Thema des Tisches aus. Anschließend wechselten die Experten wiederholt die Tische, sodass neue Arbeitsgruppen entstanden, die aus Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen bestanden. Die Ergebnisse wurden abschließend vorgetragen.

    Zukünftiges Quartier ist attraktiver Standort

    Professor Franz Pesch von der Firma Pesch Partner Architekten betonte am Thementisch "Bauen/Nutzungsmischung", das Rosensteinquartier sei ein attraktiver Standort, der bauliche Begehrlichkeiten wecken könne. Eine Herausforderung sieht er in der Notwendigkeit, ausreichend Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den Wunsch der Bürger nach Naherholungsflächen zu berücksichtigen. Axel Fricke vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung empfahl einen zeitlich flexiblen Bebauungsplan mit unterschiedlichen Bauphasen. So soll ausreichend Zeit bleiben für neue Anregungen und Ideen.

    Gedanken über ein barrierefreies Netz

    Die Frage, wie der Individualverkehr im neuen Quartier aussehen solle, stand im Zentrum der Überlegungen am Thementisch "Mobilität". Dr. Konrad Götz vom Institut für sozial-ökologische Forschung fasste zusammen, der Autoverkehr sollte nicht vollständig verboten, aber stark reduziert werden. Wichtig sei ein barrierefreies Netz aus Fußgänger- und Fahrradwegen sowie ein guter Anschluss an den ÖPNV. Dr. Götz empfahl darüber hinaus den Bau von zweckmäßigen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Häusern und ÖPNV-Haltestellen.

    Freiräume haben große Bedeutung

    Die Experten am Thementisch "Freiraum/Umwelt" betonten, für die Strukturierung und Qualität der Entwicklungsfläche hätten Freiräume eine große Bedeutung. Professorin Antje Stokman von der Universität Stuttgart empfahl zudem, das Thema Naturschutz bei der Planung des neuen Viertels zu berücksichtigen. Wichtig sei ferner das Thema Energieeffizienz sowie die Frage, wie Anwohner in die Pflege der Freiflächen eingebunden werden könnten.

    Für die Zukunft die richtige Mischung finden

    Die Teilnehmer des Thementischs "Stadt der Zukunft" sagten, bei der Gestaltung des neuen Viertels müssten die zukünftigen Bedürfnisse und Veränderungen in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Digitalisierung berücksichtigt werden. Zudem gelte es, die richtige Mischung aus Wohnanforderungen und grünem Quartier zu finden. Prof. Wolfgang Everts vom Karlsruher Institut für Technologie unterstrich, Stadt und Investoren hätten eine große Verantwortung bei der Gestaltung des neuen Quartiers. Trotzdem müssten auch deren Wünsche und Vorstellungen abgefragt werden. Er empfahl ein regulierendes Handeln.

    Menschen zusammenführen

    Am Thementisch "Soziale Infrastruktur" sagte Dr. Hermann-Lambert Oediger vom Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung, die Entwicklungsfläche bestehe aus unterschiedlichen Arealen, die voneinander getrennt seien. Das verbindende Element sei der Gleisbogen und die Vergangenheit als Bahngelände. Gerade in der Pionierphase des neuen Viertels sei es wichtig, die Menschen zusammenzuführen, um eine gemeinsame Identität zu finden. Prof. Dr. Tilman Harlander von der Universität Stuttgart ergänzte es sei wichtig, einen Anschluss an die angrenzenden Stadtteile herzustellen.
    Expertenempfehlungen überschneiden sich mit Bürgerwünschen

    Die Empfehlungen der Experten zeigten viele Überschneidungen zu Bürgerwünschen. Bürgermeister Pätzold sagte: "Die heutigen Diskussionen unter den Experten zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie zeigen auch, wie wertvoll die Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger für den kommenden Planungsprozess des neuen Rosensteinquartiers sind."

    Die Ergebnisse des Expertenaustauschs werden in die Interessensammlung Rosenstein aufgenommen. ​

    Protokoll Expertenpanel (PDF)
Phase 7

Forum Rosenstein

18.07.16

Dem Forum Rosenstein gehören Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft sowie Mitglieder des Gemeinderats, der Oberbürgermeister und der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt an. Aufgabe des Forums ist es, das Beteiligungsverfahren fortlaufend zu begleiten und mitzugestalten. Die dritte öffentliche Sitzung des Forum Rosenstein fand am 18. Juli 2016 statt.

beendet
  • Forum Rosenstein: Zahlreiche Ideen zur Gestaltung des neuen Quartiers

    Das Forum Rosenstein hat sich am Montag, 18. Juli, zu seiner dritten Sitzung im Stuttgarter Rathaus getroffen. Die Forumsmitglieder haben im Rahmen der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein mit Kurzpräsentationen erläutert, was aus Sicht der jeweiligen Organisation, Institution bzw. Interessengruppe bei der Gestaltung der Entwicklungsfläche wichtig ist. Anschließend wurden die unterschiedlichen Ansätze zur Zukunft des neuen Quartiers diskutiert. 

    Die Architektenkammer Baden-Württemberg regte in ihrem Vortrag an, den Park zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt massiv auszubauen. So könne das Miteinander von Natur-, Kultur- und Stadtlandschaft sowie von Arbeiten und Wohnen, Aufenthalt und Fortbewegung gelingen. Josef Klegraf vom Info-Laden Stuttgart 21 "Auf der Prag" ist der Überzeugung, dass der Gleisbogen und die Prag als Einheit betrachtet werden müssen. Er wünscht sich einen innovativen Umgang mit ausgedienten Industrieanlagen und eine Einbindung von Teilen der Bauwerke in das Rosensteinquartier.   

    Mit den Themen Straßenverkehr, Energiehaushalt und Klimatologie befasste sich der Vortrag des Klima- und Umweltbündnisses Stuttgart. Ihr Vorschlag sieht einen weitgehend lärm- und emissionsfreien Straßenverkehr im Rosensteinviertel vor sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV. Darüber hinaus soll das neue Viertel CO2-neutral sein, also so viel Energie erzeugen, wie es verbraucht. Für ein besseres Stadtklima empfiehlt das Bündnis ferner ausreichend Platz für Grünflächen.

    Der Sportkreis Stuttgart betonte, dass Sport- und Bewegung ein wichtiger Bestandteil einer aktiven Stadtgesellschaft seien. Er befürwortet den Bau von Sport-, Bewegungs- und Spielflächen im neuen Quartier sowie die Gründung eines Sportvereins zur Förderung des aktiven und sozialen Miteinanders.
     
    Der Verkehrsclub Deutschland beschäftigte sich mit der Frage, welche Eisenbahninfrastruktur die Stadt brauche. Um die Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Stuttgart zu reduzieren, empfiehlt er einen stadtweiten, massiven Ausbau des ÖPNV, der auch das Rosensteinquartier betreffen würde.

    Der Gesamtelternbeirat der Stuttgarter Schulen stellte das Thema Bildung ins Zentrum seiner Überlegungen zum Rosensteinquartier. Bildung sei ein Standortfaktor, daher gelte es, die Bildungseinrichtungen vor Ort parallel zum Wohnen zu entwickeln. Im neuen Viertel müsse mindestens eine Schule für die Klassen 1 bis 10 entstehen - idealerweise eine Ganztagsschule. Des Weiteren wünsche er sich eine soziale Durchmischung des Rosensteinquartiers: Das neue Viertel soll bunt sein. 

    Die Interessengemeinschaft Bürger für Baden-Württemberg hat Neubauviertel in Heidelberg und Tübingen besichtigt und daraus Rückschlüsse für Stuttgart gezogen. Um Lärm zu reduzieren, setzt die Interessengemeinschaft auf den vollständigen Verzicht von oberirdischem Schienenverkehr. Darüber hinaus wünscht sie sich eine lebendige Wohnbebauung mit kleinen Geschäften im Erdgeschoss. Durch Grünflächen soll das Rosensteinquartier zur "Grünen Lunge" der Stadt werden.

    Auf zahlreiche Außenflächen für Kunst hofft der Kunstverein Wagenhalle. Die Flächen sollen in das neue Viertel eingebunden werden und Anwohner wie Besucher zur Auseinandersetzung mit Kunst anregen. Gewünscht ist Platz für Freiluftateliers, Kunst- und Kulturflächen, Urban Gardening und temporäre Installationen.  

    Die Präsentationen der Forumsmitglieder wechselten sich mit Diskussionsphasen ab, in denen untereinander Schnittstellen und Berührungspunkte ausgelotet werden konnten. Dabei wurde deutlich, dass sich sämtliche Mitglieder ein funktionierendes Miteinander und eine gemeinsame Gestaltung des Rosensteinquartiers wünschen. 

    Im Forum Rosenstein treffen sich Stimmen der Stadtgesellschaft und Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats. Die Sitzungen des Forums, die von der MEDIATOR GmbH geleitet werden, können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besucht werden. Die Erkenntnisse fließen gemeinsam mit den Ergebnissen aus den Offenen Formaten und den drei Öffentlichen Veranstaltungen in das "Memorandum Rosenstein" ein. Dieses beinhaltet die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses und wird für den Gemeinderat empfehlenden Charakter haben.
  • Weitere Informationen zur Forumssitzung vom 18. Juli 2016

    Erfahren Sie im Protokoll, um was es bei der dritten Sitzung des Forum Rosenstein am ging:

    Laden Sie hier die Präsentationen herunter, die beim dritten Forum Rosenstein am 18. Juli 2016 gehalten wurden:
  • Allgemeine Informationen zum Forum Rosenstein

    Sehen Sie sich hier die Geschäftsordnung des Forums Rosenstein an:

    Sehen Sie sich hier die Zusammensetzung des Forums Rosenstein an:

Forum Rosenstein

Wo:

Stuttgarter Rathaus,
Großer Sitzungssaal,
Marktplatz 1,
70173 Stuttgart,
Haltestelle: Rathaus

Wann:

Montag, 18. Juli 2016 17:30 bis 20:00 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr:

Elektronische Fahrplanauskunft (VVS)
  • Memorandum Rosenstein

    Memorandum Rosenstein. Foto: Studio KIVI - fotolia.com
    Die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung Rosenstein wurden in einem Memorandum zusammengefasst. ​
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  • Forum Rosenstein

    Bei der Forumssitzung am 15. November ging es um den Entwurf des Memorandums. Foto: Leif Piechowski
    Auf der letzten Sitzung dankte OB Kuhn den Bürgern für ihr Engagement. Außerdem wurde der Entwurf des Memorandums vorgestellt.​
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  • 3. Öffentliche Veranstaltung

    Gut 200 Bürger kamen zur dritten Öffentlichen Veranstaltung in die Wagenhallen.​
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  • 2. Öffentliche Veranstaltung

    Am Samstag, 18. Juni, fand die zweite Öffentliche Veranstaltung im Stuttgarter Rathaus statt.​
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  • 1. Öffentliche Veranstaltung

    Gut 300 Bürger kamen am 9. April ins Rathaus und tauschten sich über das neue Quartier aus.
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  • Expertenpanel

    Das Expetenpanel fand am 13. September im Stuttgarter Rathaus statt. Foto: MEDIATOR GmbH
    Im September haben sich zwanzig Experten über die Gestaltung der Entwicklungsfläche Rosenstein ausgetauscht.
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  • Offene Formate

    Bürger im Gespräch: Foto Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Lesen Sie hier die Dokumentationen zu Offenen Formaten aus der Bürgerschaft nach, die bereits stattgefunden haben.​
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  • Ihre Ansprechpartner zum Vorhaben

    Ihre Ansprechpartnerin von MEDIATOR GmbH zur Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein

    Jana Friedrich
    Projektkoordinatorin
    Telefon:  (030) 6409 2809
    E-Mail:   rosenstein@mediatorgmbh.de

    Anschrift:
    MEDIATOR GmbH Mediation - Konfliktberatung
    Bölschestraße 114
    12587 Berlin
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart