Die Entwicklungsfläche Rosenstein im Stadtbild. Foto: Stadt Stuttgart
Stadtweit

Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein

Gemeinsam Stadt gestalten

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 15.03.16 bis 15.11.16
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Entwicklungsfläche Rosenstein

    In der Landeshauptstadt Stuttgart werden künftig im Dreieck zwischen Hauptbahnhof, Neckar und Pragtunnel circa 85 Hektar Fläche nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigt. Für die Stadt eröffnet sich damit die Chance, in zentraler Lage im ansonsten beengten Talkessel wertvolle Flächen für eine städtebauliche Entwicklung und Parkerweiterung zu nutzen. Durch das Projekt kann eine städtebaulich-landschaftliche Innenentwicklung ermöglicht und ein Beitrag zum Schutz der freien Landschaft in den Außenbezirken geleistet werden.

    Die freiwerdenden Gleisflächen bilden als sogenannte Entwicklungsfläche Rosenstein den Kern des zukünftigen Stadtteils. Sie erstrecken sich zwischen Hauptbahnhof im Süden, Nordbahnhofviertel und Presselstraße im Westen, Rosensteinpark im Norden und Schlosspark im Osten. Das Gebiet liegt im Norden der Stuttgarter Innenstadt, an der Grenze zwischen den Stadtbezirken Stuttgart Nord, Stuttgart Ost und Bad Cannstatt. Zugleich grenzt es auf einer Länge von ca. 3 km an die wichtigen Landschaftsräume des Neckartals und des "Grünen Us", bestehend aus Höhenpark Killesberg, Rosensteinpark und Schlossgarten.

    Die Entwicklungsfläche Rosenstein aus der Luft betrachtet. Foto: Arnim Kilgus
    Die Entwicklungsfläche Rosenstein aus der Luft betrachtet. Foto: Arnim Kilgus

    Ein neuer Stadtteil

    Der zukünftige Stadtteil umfasst jedoch nicht nur die Entwicklungsfläche Rosenstein, sondern auch die angrenzenden Bereiche. Die Entwicklung der ehemaligen Gleisflächen wird Auswirkungen auf die Nachbarschaft haben, weshalb ein größerer Raum betrachtet werden soll. Gleichzeitig müssen die Entwicklungsflächen auch mit ihrer Nachbarschaft zusammenwachsen, um einen vitalen Baustein der Stadt zu bilden. Der zukünftige Stadtteil muss als Ganzes gedacht werden.

    Dieser Stadtteil wird in Zukunft vor allem von seiner besonderen Lage profitieren. So sind von der Mitte der Entwicklungsfläche Rosenstein die zentralen öffentlichen Einrichtungen, wie etwa der Hauptbahnhof, in 12 bis 15 Minuten zu Fuß erreichbar. Schlosspark und Rosensteinpark liegen quasi vor der Haustür, zum Neckar sind es nur wenige Minuten. Darüber hinaus ist das Gebiet durch seine direkte Nachbarschaft zum Nordbahnhofviertel bereits heute gut erschlossen. Die Entwicklungsflächen spielen aber auch eine wichtige Rolle, wenn es um die Vernetzung der bisher durch die Bahngleise getrennten Stadtteile Nord und Ost geht.

    Topografie

    Im Talgrund gelegen ist die Topografie des Gebiets, wenn auch in weiten Teilen nahezu eben, so doch durch erhebliche Geländeversprünge gekennzeichnet. Diese wirken teilweise als Barriere, stellen jedoch auch Identifikationsmerkmale dar. Besonders markant ist der sogenannte Stuttgarter Gleisbogen, der vorwiegend als Bahndamm, ergänzt durch Brücken- und Überwerfungsbauwerke, das Nordbahnhofviertel umgibt.

    Eigentumsverhältnisse

    Um die künftige Entwicklung der brachfallenden Gleisflächen beeinflussen zu können, hat die Stadt bereits im Dezember 2001 die Entwicklungsfläche Rosenstein und weitere Flächen - insgesamt 120 Hektar - von der Deutschen Bahn AG erworben. Die Stadt Stuttgart ist damit, im Unterschied zum Europaviertel, auf der Entwicklungsfläche Eigentümerin, was ihr viele Gestaltungsspielräume gibt und für die Umsetzung der Planungsziele äußerst günstige Voraussetzungen bietet.

    Realisierungszeitpunkt

    Die Gleisflächen werden derzeit noch weitgehend für den Bahnbetrieb benötigt, so dass mit der konkreten Entwicklung der Flächen und Umsetzung der Ziele erst nach Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs gestartet werden kann. Wieso sollte dann bereits heute mit der Planung begonnen werden? Einer Stadtentwicklung gehen - neben der Bürgerbeteiligung - vielfältige und zeitintensive Überlegungen voraus, zum Beispiel zur zukünftigen Topografie, Nutzungsmischung, Dichte, Mobilität und Grünraumgestaltung. Im Fall der Entwicklung von ehemaligen Gleisflächen sind darüber hinaus Planfeststellungsverfahren und Rückbauverfahren mit beträchtlichem zeitlichem Vorlauf nötig. Es kann daher nicht länger gewartet werden, will man nicht die historische Chance einer zukunftsweisenden Entwicklung auf den Flächen im Herzen Stuttgarts vertun.​

    Weitere Informationen

    Hier finden Sie Präsentation zum Vortrag von Peter Pätzold, Bürgermeister für Stadtplanung und Umwelt:
    Laden Sie sich die Präsentation zum Vortrag des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung herunter:
    Laden Sie sich die Informationen zur Entwicklungsfläche Rosenstein herunter, wie sie auf der Info-Messe präsentiert wurden:
  • Die Entwicklungsfläche Rosenstein im Stuttgarter Stadtplan


Phase 7

Forum Rosenstein

18.07.16

Dem Forum Rosenstein gehören Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft sowie Mitglieder des Gemeinderats, der Oberbürgermeister und der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt an. Aufgabe des Forums ist es, das Beteiligungsverfahren fortlaufend zu begleiten und mitzugestalten. Die dritte öffentliche Sitzung des Forum Rosenstein fand am 18. Juli 2016 statt.

beendet
  • Forum Rosenstein: Zahlreiche Ideen zur Gestaltung des neuen Quartiers

    Das Forum Rosenstein hat sich am Montag, 18. Juli, zu seiner dritten Sitzung im Stuttgarter Rathaus getroffen. Die Forumsmitglieder haben im Rahmen der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein mit Kurzpräsentationen erläutert, was aus Sicht der jeweiligen Organisation, Institution bzw. Interessengruppe bei der Gestaltung der Entwicklungsfläche wichtig ist. Anschließend wurden die unterschiedlichen Ansätze zur Zukunft des neuen Quartiers diskutiert. 

    Die Architektenkammer Baden-Württemberg regte in ihrem Vortrag an, den Park zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt massiv auszubauen. So könne das Miteinander von Natur-, Kultur- und Stadtlandschaft sowie von Arbeiten und Wohnen, Aufenthalt und Fortbewegung gelingen. Josef Klegraf vom Info-Laden Stuttgart 21 "Auf der Prag" ist der Überzeugung, dass der Gleisbogen und die Prag als Einheit betrachtet werden müssen. Er wünscht sich einen innovativen Umgang mit ausgedienten Industrieanlagen und eine Einbindung von Teilen der Bauwerke in das Rosensteinquartier.   

    Mit den Themen Straßenverkehr, Energiehaushalt und Klimatologie befasste sich der Vortrag des Klima- und Umweltbündnisses Stuttgart. Ihr Vorschlag sieht einen weitgehend lärm- und emissionsfreien Straßenverkehr im Rosensteinviertel vor sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV. Darüber hinaus soll das neue Viertel CO2-neutral sein, also so viel Energie erzeugen, wie es verbraucht. Für ein besseres Stadtklima empfiehlt das Bündnis ferner ausreichend Platz für Grünflächen.

    Der Sportkreis Stuttgart betonte, dass Sport- und Bewegung ein wichtiger Bestandteil einer aktiven Stadtgesellschaft seien. Er befürwortet den Bau von Sport-, Bewegungs- und Spielflächen im neuen Quartier sowie die Gründung eines Sportvereins zur Förderung des aktiven und sozialen Miteinanders.
     
    Der Verkehrsclub Deutschland beschäftigte sich mit der Frage, welche Eisenbahninfrastruktur die Stadt brauche. Um die Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Stuttgart zu reduzieren, empfiehlt er einen stadtweiten, massiven Ausbau des ÖPNV, der auch das Rosensteinquartier betreffen würde.

    Der Gesamtelternbeirat der Stuttgarter Schulen stellte das Thema Bildung ins Zentrum seiner Überlegungen zum Rosensteinquartier. Bildung sei ein Standortfaktor, daher gelte es, die Bildungseinrichtungen vor Ort parallel zum Wohnen zu entwickeln. Im neuen Viertel müsse mindestens eine Schule für die Klassen 1 bis 10 entstehen - idealerweise eine Ganztagsschule. Des Weiteren wünsche er sich eine soziale Durchmischung des Rosensteinquartiers: Das neue Viertel soll bunt sein. 

    Die Interessengemeinschaft Bürger für Baden-Württemberg hat Neubauviertel in Heidelberg und Tübingen besichtigt und daraus Rückschlüsse für Stuttgart gezogen. Um Lärm zu reduzieren, setzt die Interessengemeinschaft auf den vollständigen Verzicht von oberirdischem Schienenverkehr. Darüber hinaus wünscht sie sich eine lebendige Wohnbebauung mit kleinen Geschäften im Erdgeschoss. Durch Grünflächen soll das Rosensteinquartier zur "Grünen Lunge" der Stadt werden.

    Auf zahlreiche Außenflächen für Kunst hofft der Kunstverein Wagenhalle. Die Flächen sollen in das neue Viertel eingebunden werden und Anwohner wie Besucher zur Auseinandersetzung mit Kunst anregen. Gewünscht ist Platz für Freiluftateliers, Kunst- und Kulturflächen, Urban Gardening und temporäre Installationen.  

    Die Präsentationen der Forumsmitglieder wechselten sich mit Diskussionsphasen ab, in denen untereinander Schnittstellen und Berührungspunkte ausgelotet werden konnten. Dabei wurde deutlich, dass sich sämtliche Mitglieder ein funktionierendes Miteinander und eine gemeinsame Gestaltung des Rosensteinquartiers wünschen. 

    Im Forum Rosenstein treffen sich Stimmen der Stadtgesellschaft und Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats. Die Sitzungen des Forums, die von der MEDIATOR GmbH geleitet werden, können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besucht werden. Die Erkenntnisse fließen gemeinsam mit den Ergebnissen aus den Offenen Formaten und den drei Öffentlichen Veranstaltungen in das "Memorandum Rosenstein" ein. Dieses beinhaltet die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses und wird für den Gemeinderat empfehlenden Charakter haben.
  • Weitere Informationen zur Forumssitzung vom 18. Juli 2016

    Erfahren Sie im Protokoll, um was es bei der dritten Sitzung des Forum Rosenstein am ging:

    Laden Sie hier die Präsentationen herunter, die beim dritten Forum Rosenstein am 18. Juli 2016 gehalten wurden:
  • Allgemeine Informationen zum Forum Rosenstein

    Sehen Sie sich hier die Geschäftsordnung des Forums Rosenstein an:

    Sehen Sie sich hier die Zusammensetzung des Forums Rosenstein an:

Forum Rosenstein

Wo:

Stuttgarter Rathaus,
Großer Sitzungssaal,
Marktplatz 1,
70173 Stuttgart,
Haltestelle: Rathaus

Wann:

Montag, 18. Juli 2016 17:30 bis 20:00 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr:

Elektronische Fahrplanauskunft (VVS)
  • Memorandum Rosenstein

    Memorandum Rosenstein. Foto: Studio KIVI - fotolia.com
    Die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung Rosenstein wurden in einem Memorandum zusammengefasst. ​
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  • Forum Rosenstein

    Bei der Forumssitzung am 15. November ging es um den Entwurf des Memorandums. Foto: Leif Piechowski
    Auf der letzten Sitzung dankte OB Kuhn den Bürgern für ihr Engagement. Außerdem wurde der Entwurf des Memorandums vorgestellt.​
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  • 3. Öffentliche Veranstaltung

    Gut 200 Bürger kamen zur dritten Öffentlichen Veranstaltung in die Wagenhallen.​
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  • 2. Öffentliche Veranstaltung

    Am Samstag, 18. Juni, fand die zweite Öffentliche Veranstaltung im Stuttgarter Rathaus statt.​
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  • 1. Öffentliche Veranstaltung

    Gut 300 Bürger kamen am 9. April ins Rathaus und tauschten sich über das neue Quartier aus.
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  • Expertenpanel

    Das Expetenpanel fand am 13. September im Stuttgarter Rathaus statt. Foto: MEDIATOR GmbH
    Im September haben sich zwanzig Experten über die Gestaltung der Entwicklungsfläche Rosenstein ausgetauscht.
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  • Offene Formate

    Bürger im Gespräch: Foto Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Lesen Sie hier die Dokumentationen zu Offenen Formaten aus der Bürgerschaft nach, die bereits stattgefunden haben.​
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  • Ihre Ansprechpartner zum Vorhaben

    Ihre Ansprechpartnerin von MEDIATOR GmbH zur Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein

    Jana Friedrich
    Projektkoordinatorin
    Telefon:  (030) 6409 2809
    E-Mail:   rosenstein@mediatorgmbh.de

    Anschrift:
    MEDIATOR GmbH Mediation - Konfliktberatung
    Bölschestraße 114
    12587 Berlin
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart