Die Entwicklungsfläche Rosenstein im Stadtbild. Foto: Stadt Stuttgart
Stadtweit

Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein

Gemeinsam Stadt gestalten

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 15.03.16 bis 15.11.16
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb Rosenstein gestartet

    Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Stuttgart 2016 über die Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein diskutiert. Nun folgt die nächste Phase. Im Jahr 2018 startete der "Internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil", zu dem alle Stuttgarter eingeladen waren, sich zu beteiligen. Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter folgendem Link:
  • Die Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein

    Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Stuttgart 2016 über die Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein diskutiert. Die erste öffentliche Sitzung des Forums Rosenstein am 15. März war der Auftakt der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein, die Stuttgart für die kommenden Monate bewegte.

    Zentrales Anliegen der Stadt war es, einen stadtweiten informellen Beteiligungs- und Dialogprozess über die Entwicklung des künftigen Stadtteils Rosenstein durchzuführen. Das neue Viertel soll auf dem Gleisvorfeld entstehen, direkt hinter dem Hauptbahnhof und eingebettet zwischen Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten. Die Flächen werden nach der Fertigstellung des Bahnprojektes Stuttgart 21 und der anschließenden Räumung der Gleisanlagen frei. Für die Stadt bietet sich dadurch die einmalige Möglichkeit, rund 85 Hektar Land in zentraler Lage unter urbanen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten zu entwickeln und zu nutzen.

    Das Ziel der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein war es, zu den zentralen Fragestellungen des Zusammenlebens in Stuttgart und zur Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein ein möglichst breit akzeptiertes Ergebnis zu erarbeiten. Dieses soll in Form von Empfehlungen konkrete Leitplanken enthalten. Die Leitplanken dienen als Grundlage für weitere Planungs-, Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse. ​

    Die Bürgerbeteiligung Rosenstein war geprägt von einem Mix aus verschiedenen Bausteinen:
    • Das Forum Rosenstein bestand aus Stimmen der Stadtgesellschaft und Vertretern des Gemeinderats. Es hat die Bürgerbeteiligung von der Ausgestaltung des Verfahrens bis hin zur Entstehung des Prozessergebnisses begleitet.
    • Auf drei Öffentlichen Veranstaltungen konnten sich die Bürger über das Projekt informieren und sich in den Diskurs über Verfahren und Themenschwerpunkte einbringen, vor allem aber ihre Interessen und Bedürfnisse artikulieren und diskutieren.
    • Interessensgruppen organisierten sogenannte Offene Formate, bei denen die Themen der Beteiligung in die Stadtgesellschaft hineingetragen und diskutiert werden konnten.
    • Ein Expertenpanel beleuchtete einzelne Themenfelder des Projekts und bereicherte die Bürgerbeteiligung durch das eingebrachte Fachwissen.
    • Das Steuerungsteam, bestehend aus Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Vertretern des Stadtplanungsamts und der Abteilung für Kommunikation sowie der MEDIATOR GmbH, koordinierte organisatorische Aufgaben.
    • Alle eingebrachten Interessen und Bedürfnisse wurden zu einer Interessensammlung gebündelt. Sie bildet die Grundlage für den Kriterienkatalog, der festlegt, welche Kriterien bei zukünftigen Planungen, Entwürfen und Beteiligungen zu beachten sind. Die Interessen der Bürger wurden außerdem zu Leitplanken verdichtet, die in das abschließende Memorandum einfließen.

    Bürgerbeteiligung on Tour

    Vom 25. August bis zum 16. September 2016 besuchte ein städtischer Info- und Beteiligungsbus öffentliche Plätze in Stuttgart. Passanten konnten sich  direkt vor Ort über das  Beteiligungsverfahren Rosenstein informieren und an einer mobilen Beteiligungsstation ihre Interessen und Bedürfnisse zur Zukunft der Entwicklungsfläche einbringen. Die Stationen der Bustour waren der Marienplatz, die Stadtbibliothek, der Schlossplatz, das Schloss Rosenstein, das Nordbahnhofviertel, der Rathausplatz in Vaihingen und der Höhenpark Killesberg. Mehrere tausend Stuttgarter konnten auf diesem Weg erreicht werden.   

    Die Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein wurde geleitet und begleitet vom Team der Mediator GmbH.

  • Weitere Informationen

  • Bausteine der Bürgerbeteiligung

    Bausteine der Bürgerbeteiligung. Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com
    Die Bürgerbeteiligung setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen.​​
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  • Neuigkeiten zur Bürgerbeteiligung

    Ideenwettbewerb 2018

    Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 16. November, mit breiter Mehrheit die Verwaltung beauftragt, einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Entwicklungsfläche Rosenstein vorzubereiten. weiter

    Gläsernes Büro Rosenstein

    Anlaufstelle für Informationen rund um das Rosensteinquartier ist das "Gläserne Büro Rosenstein" im Nordbahnhofviertel, Haltestelle Mittnachtstraße. weiter
  • Die Entwicklungsfläche

    Die Entwicklungsfläche Rosenstein hat eine Größe von rund 85 Hektar. Foto: Arnim Kilgus
    Im Dreieck zwischen Hauptbahnhof, Neckar und Pragtunnel liegt die rund 85 Hektar große Entwicklungsfläche Rosenstein.​​
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  • Bildergalerie

    Entdecken Sie die Nachbarschaft der Entwicklungsfläche Rosenstein.​​
  • Rosenstein on Tour

    Im Sommer 2016 war der Info-Bus der Bürgerbeteiligung in Stuttgart unterwegs.​ Foto: Thomas Wagner
    Im Sommer 2016 war der Info-Bus der Bürgerbeteiligung in Stuttgart unterwegs.​​
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  • Das Moderationsteam

    Das ist das Team der Mediator GmbH. Foto: Mediator GmbH
    Lernen Sie die Mitglieder des Moderationsteams der MEDIATOR GmbH kennen, die das Beteiligungsverfahren begleitet haben.
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  • Archivseiten

    Hier geht es zu den Archivseiten. Foto Stadt Stuttgart
    Hier geht es zu Informationen über das Projekt Rosenstein von 2010 bis 2012.
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Phase 8

Dritte Öffentliche Veranstaltung

24.09.16

Die dritte Öffentliche Veranstaltung fand am Samstag, 24. September 2016, in den Wagenhallen, Innerer Nordbahnhof 1, 70191 Stuttgart statt. Der Schwerpunkt lag bei diesem Termin darauf, die bisherigen Erkenntnisse zu verdichten, um konkrete Hinweise für die dann anstehenden Planungsprozesse zu geben. Sie werden dann in einem abschließenden Memorandum zusammengefasst.

beendet
  • Wunsch nach sozialem Miteinander steht im Zentrum

    Am Samstag, 24. September, haben die Stuttgarterinnen und Stuttgarter bei einer Öffentlichen Veranstaltung in den Wagenhallen erfahren, was bei der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein in den letzten Wochen und Monaten zusammengetragen worden ist. Daraus konnten sie dann gewichten, was ihnen besonders am Herzen liegt.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zur Begrüßung: "Es ist toll, dass sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter so intensiv bei der Bürgerbeteiligung Rosenstein einbringen. So erfahren wir, was sie sich für die Gestaltung der Entwicklungsfläche wünschen." Von den bisherigen Ergebnissen der unterschiedlichen Beteiligungsformate zeigte sich der OB sehr beeindruckt. Nun gelte es, die gewonnenen Erkenntnisse zu verdichten, um ein aussagekräftiges Memorandum zu erhalten, das dem Gemeinderat Handlungsempfehlungen aufzeigt.

    Der OB betonte: "Wie ein grünes Band zieht sich durch die geäußerten Interessen der Wunsch aus der Bürgschaft nach Vielfalt im künftigen Rosensteinquartier und nach einer sozialen Mischung." Die Stadt brauche die Rosensteinfläche, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Bei einem Quartier dieser Größe müsse jedoch gleichzeitig auch Platz für ein soziales und kulturelles Angebot sein, so Kuhn weiter.

    Interesse an Offenen Formaten

    Die Teilnehmer der Öffentlichen Veranstaltung folgten interessiert den Berichten der Gruppen, Initiativen und Organisationen, die in vielfältiger Weise Offene Formate durchgeführt haben. Dabei wurden die Ergebnisse ausgewählter Offener Formate exemplarisch vorgestellt. Der Gesamtelternbeirat der Stuttgarter Schulen kam zu der Erkenntnis, dass Bildung ein Standortfaktor sei, daher gelte es, die Bildungseinrichtungen vor Ort parallel zum Wohnen zu entwickeln. Die Interessengemeinschaft Bürger für Baden-Württemberg hat im Rahmen eines Offenen Formats Neubauviertel in Heidelberg und Tübingen besichtigt, um daraus Rückschlüsse für das Rosensteinviertel zu entwickeln.

    Die Studenten der Kunstakademie Stuttgart und der Kunstverein Wagenhalle wünschen sich zahlreiche Außenflächen für Kunst. Die Flächen sollen in das neue Viertel eingebunden werden und die Gestaltung nicht reglementiert sein. Der Info-Laden Stuttgart 21 "Auf der Prag" ist der Überzeugung, dass der Gleisbogen und die Prag als Einheit betrachtet werden müssen. Gewünscht wird ein innovativer Umgang mit ausgedienten Industrieanlagen und eine Einbindung von Teilen der Bauwerke in das Rosensteinquartier. 

    An "Marktständen" wurde abgestimmt

    Ziel der Informellen Bürgerbeteiligung ist es, ein Memorandum zu formulieren, das all jene Aspekte beinhaltet, die den Stuttgarterinnen und Stuttgartern bei der Gestaltung der Entwicklungsfläche Rosenstein wichtig sind. Für die Öffentliche Veranstaltung in den Wagenhallen hatte die mit der Durchführung der Bürgerbeteiligung beauftragte MEDIATOR GmbH die bisherigen Ergebnisse in Form von neun "Marktständen" aufbereitet. Hier konnten die Besucher miteinander ins Gespräch kommen und an jedem Stand darüber abstimmen, welche Interessen und Bedürfnisse ihnen besonders wichtig erscheinen.

    So entstand schrittweise ein gemeinsames Zukunftsbild, das anschließend von den Moderationsteams der einzelnen Marktstände in groben Zügen beschrieben wurde. Demnach wünschen sich die Bürger bei der Gestaltung des Rosensteinviertels bezahlbaren Wohnraum, einen lebenswerten und abwechslungsreichen öffentlichen Raum, großflächige Freizeit- und Sportanlagen, einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten, ein umfangreiches Netz an Radfahrwegen, Naturerlebnisräume, Wasserflächen und Urban Gardening, gute Luftqualität, ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder, eine soziale Durchmischung, attraktive Aussichtspunkte und Hochbauten sowie ein hohes Sicherheitsniveau. Besonderen Wert legten die Teilnehmer der Öffentlichen Veranstaltung auf ein soziales Miteinander und die Rücksicht auf die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen. Der soziale Charakter des Rosensteinviertels soll eine Vorbildfunktion für die zukünftige Gestaltung Stuttgarts haben. Die Veranstaltungsteilnehmer wünschten sich ferner einen zeitlich flexiblen Bebauungsplan mit vielen Freiflächen, damit Platz bleibt, um auch in Zukunft auf veränderte Bedürfnisse eingehen zu können.

    Auch Ideen der Kinder präsentiert

    Parallel zum Marktgeschehen fand mit dem Bildhauer Thomas Putze eine kreative Kinderwerkstatt statt. Die Ergebnisse wie auch die Arbeiten von Kindern aus vorhergehenden Veranstaltungen wurden in den Wagenhallen ebenfalls präsentiert. Allen gemein war der Ruf nach Freiräumen ohne Reglementierung etwa durch Lärmschutz sowie der Wunsch nach Wasserflächen. Künstler des benachbarten Kunstvereins Wagenhalle e.V. unterstützten die öffentliche Veranstaltung und den Bürgerbeteiligungsprozess durch Öffnung ihrer Ateliers und Werkstätten, durch die Großpuppe DUNDU sowie die Durchführung und Präsentation weiterer Offener Formate im Projektraum TAUT.

    "Rosenstein-Talk" zum Abschluss

    Am abschließenden Rosenstein-Talk nahmen der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sowie die Stadträte Philipp Hill (CDU), Jochen Stopper (Grüne) und Susanne Kletzin (SPD) teil. Sie zeigten sich sehr beeindruckt, bedankten sich, würdigten und wertschätzten das vielfältige und hohe Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Zugleich sagten sie zu, dass sich der Gemeinderat intensiv mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung Rosenstein auseinandersetzen wird.

    Bürgermeister Pätzold sagte: "Durch die Bürgerbeteiligung haben wir viele bunte Fäden erhalten, aus denen wir nun einen bunten Teppich weben werden." Er freute sich, dass die Stuttgarter im Rosensteinquartier ein Viertel des Miteinanders schaffen wollen: "Das ist ein ganz starkes Signal." Grundsätzlich habe der Beteiligungsprozess gezeigt, wie die Bürger zukünftig leben, arbeiten und wohnen wollten, so Pätzold weiter. Auch nach Abschluss der von Oberbürgermeister Kuhn initiierten Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein Ende des Jahres mit der Vorlage eines Memorandums für den Gemeinderat soll es Formate geben, die die Bürger aktiv in die weiteren Planungsprozesse für das neue Quartier einbeziehen.  

    Erkenntnisse von hoher Qualität

    Die MEDIATOR GmbH aus Berlin zog ein erstes Fazit der Informellen Bürgerbeteiligung: "Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter haben mit großem Engagement, Kreativität, Freude und Ernsthaftigkeit an der Bürgerbeteiligung teilgenommen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse sind von hoher Qualität, herauskristallisiert hat sich vor allem der Wunsch nach einem sozialen Miteinander." 

    Die Öffentliche Veranstaltung der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein klang bei Imbiss und Getränken mit einem Get-Together auf dem Gelände der Wagenhallen aus.

    In den nächsten Wochen wird das Moderationsteam alle Ergebnisse zusammenstellen, diese mit dem eigens einberufenen Forum Rosenstein rückkoppeln und dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorstellen. Es wird auch auf dem Beteiligungsportal/ der Internetseite der Landeshauptstadt bereitgestellt werden.


  • Meinungen

    Die zahlreichen engagierten Besucher haben sich nicht nur in der Diskussion um die Gestaltung des neuen Quartiers beteiligt, sondern haben uns auch erzählt, warum sie teilgenommen haben und was sie sich für den neuen Stadtteil wünschen. Hier einige Stimmen:


    Marco Schwab Foto: Stadt Stuttgart
    Marco Schwab Foto: Stadt Stuttgart
    Marco Schwab (26): "Ich verfolge die Bürgerbeteiligung schon länger, heute konnte ich endlich mal daran teilnehmen. Mir ist insbesondere die Auslegung der Mobilität wichtig. Der Autoverkehr ist sehr dominant in Stuttgart, für das neue Quartier wünsche ich mir, dass es weniger autogerecht, dafür mehr menschen- und klimagerecht und damit zukunftsorientiert gestaltet wird - das heißt es soll urban und lebendig sein.​"





    Lore Stangl Foto: Stadt Stuttgart
    Lore Stangl Foto: Stadt Stuttgart
    Lore Stangl (24): "Ich wünsche mir, dass es im Rosensteinquartier verstärkt sozialen Wohnungsbau gibt. Außerdem sollte es Freiflächen geben. Mein größter Wunsch wäre ein Wasserzugang - vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, einen öffentlichen Badesee einzuplanen.Verkehrsberuhigt sollte es in jedem Fall sein - das Shared-Space-Modell gefällt mir ganz gut."





    Manfred Büttner Foto: Stadt Stuttgart
    Manfred Büttner Foto: Stadt Stuttgart
    Manfred Büttner (60): "Ich bin beeindruckt davon, wie viele Offene Formate entstanden sind. Ich hänge noch etwas an dem früheren Slogan "Großstadt zwischen Wald und Reben", deshalb würde mir eine Kombination aus Grün und Wasser gut gefallen. Ich hoffe, dass keine Bürokomplexe entstehen und es ein lebendiges Viertel wird. Das Quartier sollte ganz grundsätzlich für den Autoverkehr offen sein, eine gute ÖPNV-Anbindung gehört ebenso dazu."




    Elisabeth Hörsch Foto: Stadt Stuttgart
    Elisabeth Hörsch Foto: Stadt Stuttgart
    Elisabeth Hörsch (76): "Die Luftzirkulation ist sehr schlecht im Kessel, deshalb sollte etwas für die Frischluftzufuhr getan werden. Ich wünsche mir möglichst wenig Autoverkehr, Bus und Bahn sollten billiger und in höherer Taktung fahren. Das Projekt sollte nicht an den Menschen vorbei geplant werden - ich finde es gut, dass es die Bürgerbeteiligung gibt."

Informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein - Dritte Öffentliche Veranstaltung

Wo:

Wagenhallen,
Innerer Nordbahnhof 1,
70191 Stuttgart,
Haltestelle: Eckartshaldenweg

Wann:

Samstag, 24. September 2016 14:00 bis 18:00 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr:

Elektronische Fahrplanauskunft (VVS)
  • Bürgerbeteiligung Rosenstein: Intensive Gespräche bei der zweiten Öffentlichen Veranstaltung

    Am Samstag, 18. Juni, hat die zweite Öffentliche Veranstaltung der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein im Stuttgarter Rathaus stattgefunden. Oberbürgermeister Fritz Kuhn begrüßte die Bürgerinnen und Bürger im Großen Sitzungssaal.

    Kuhn sagte: "Lassen Sie uns im Rahmen der Bürgerbeteiligung ausloten, ob wir für das künftige Rosensteinquartier ein Thema für eine Internationale Bauausstellung entwickeln können." Auch die Weissenhofsiedlung sei 1927 im Rahmen einer Bauausstellung entstanden. "Der Bau ist damals als Gesellschaftsprozess verstanden worden und hat Maßstäbe gesetzt", so Kuhn: "Deshalb sollten wir prüfen, was zum 100 Jahrestag sinnvoll und möglich ist." Hören Sie hier OB Kuhn zu einer möglichen IBA in Stuttgart: Vortrag OB Fritz Kuhn (MP3)

    Der OB betonte, dass viele Faktoren bei den Planungen zum Rosensteinquartier berücksichtigt werden müssten. Neben der Nachhaltigkeit und der Entwicklung als Energie-plus-Viertel sei auch die soziale Durchmischung des neuen Viertels wichtig. "Wer knappe Flächen hat, muss intelligent damit umgehen", so Kuhn. "Bezahlbarer Wohnraum, neue, exemplarische Formen des Bauens oder die Zuschnitte des Wohnraums werden wichtige Aspekte bei der Beplanung des Rosensteinquartiers sein. Ich fände es daher sehr spannend, dies zum Thema einer Internationalen Bauausstellung zu machen", sagte der OB.

    In zwei Fachvorträgen ging es um die Themen Wohnen und Klima. Prof. Dr. Tilman Harlander sprach über die "Soziale Vielfalt und Mischung im Wohnen". Den kompletten Vortrag gibt es hier als Podcast: Vortrag Prof. Tilman Harlander (MP3)

    Silke Drautz vom Amt für Umweltschutz referierte zum Thema "Stadtklimatologische Leitgedanken zur Entwicklung des Rosensteinviertels". Sie unterstrich die Bedeutung von Frischluftschneisen, die bei der Beplanung des neuen Quartiers berücksichtigt werden müssten und sprach sich für Dach- und Fassadenbegrünungen aus.

    Info-Messe, Kinderwerkstatt und Thementische

    Bei einer Info-Messe konnten sich die Besucher eine Übersicht über die Entwicklungsfläche Rosenstein verschaffen sowie über Ziele, Ablauf und Bausteine des im Jahr 2016 laufenden Beteiligungsverfahrens. Sie erhielten Einblicke in die bisherige Interessensammlung, die ein zentraler Baustein des Beteiligungsprozesses sein wird, sowie in die Ergebnisse der ersten öffentlichen Veranstaltung vom April 2016.

    Highlights aus der erstmals veranstalteten Kinderwerkstatt und aus der Arbeit an den 20 Thementischen wurden am Ende der Veranstaltung im Großen Sitzungsaal zusammengetragen.

    Eigeninitiative mit Offenen Formaten

    Auf großes Interesse sind insbesondere die Angebote und Möglichkeiten der selbstorganisierte Beteiligungs-Aktionen (Offene Formate) gestoßen, die von unterschiedlichen Gruppen, Vereinen und Einzelpersonen durchgeführt wurden und weiterhin werden. Exkursionen, Stadtteilspiele, Ausstellungen, Befragungen und vieles mehr sind geplant und haben teilweise bereits stattgefunden.

    "Neue Handlungsoptionen gewinnen und Lösungsräume öffnen"

    Beate Voskamp und Stefan Kessen, die Moderatoren der MEDIATOR GmbH, die den Beteiligungsprozess entworfen hat, sagten zum Abschluss der Veranstaltung: "Wir freuen uns sehr, dass sich alle Beteiligten wieder auf einen intensiven und offenen Dialog miteinander eingelassen haben, um aus ihrer jeweiligen Perspektive heraus genau das einzubringen, was ihnen bei den verschiedenen Themen jeweils besonders wichtig ist - und warum.  Das Festgehaltene werden wir nun auswerten. Wir hoffen, damit eine Basis zu schaffen, für die Entwicklungsfläche Rosenstein neue Handlungsoptionen gewinnen und Lösungsräume öffnen zu können."

    Die Ergebnisse dieser zweiten Öffentlichen Veranstaltung werden in die Interessensammlung Rosenstein einfließen.

    Die dritte Öffentliche Veranstaltung im Beteiligungsprozess wird am Samstag, 24. September 2016 in den Wagenhallen stattfinden.
  • Wohnraum, Bäume, Nahversorgung: Meinungen

    Zahlreiche engagierte Besucher haben sich nicht nur in der Diskussion um die Gestaltung des neuen Quartiers beteiligt, sondern uns auch erzählt, warum sie teilgenommen haben und was sie sich für den neuen Stadtteil wünschen. Hier einige Stimmen:​

    Joana Scherer. Foto: Stadt Stuttgart
    Joana Scherer. Foto: Stadt Stuttgart
    Joana Scherer (29): "Als Architektin interessiere ich mich dafür, was in Stuttgart in dieser Richtung passiert. Neben Begriffen wie etwa Nachhaltigkeit sollten bei der Stadtentwicklung auch Ästhetik und Atmosphäre mitgedacht werden. Es bedarf einer Vision, um Lebensraum zu gestalten. Ein stärker spielerischer Ansatz wäre ein Gewinn für die Stadt."






    Marlene Weyh. Foto: Stadt Stuttgart
    Marlene Weyh. Foto: Stadt Stuttgart
    Marlene Weyh (80): "Ich war früher eine große Bahnfahrerin, deshalb interessiert es mich, was rund um den Hauptbahnhof geschieht. Ich habe noch keine konkrete Vorstellung davon, wie das Gelände gestaltet werden sollte. Es ist aber wichtig, dass man sich informieren und einbringen kann."







    Raphael Klein. Stadt Stuttgart
    Raphael Klein. Stadt Stuttgart

    Raphael Klein (27): "Für das Rosensteinquartier wünsche ich mir auf der gestalterischen Ebene etwas Schöneres - konkret kann ich noch nichts sagen. Die Bürgerbeteiligung ist  eine wirklich gute Plattform. Finde es wunderbar, dass man sich auf diese Weise informieren und einbringen kann."






    Bruno Bauer. Foto: Stadt Stuttgart
    Bruno Bauer. Foto: Stadt Stuttgart
    Bruno Bauer (36): "Stuttgart ist eine einzigartig schöne Stadt - das muss erhalten bleiben. Deshalb wünsche ich mir keinen Stadtteil von der Stange, sondern etwas Besonderes. Dass der Gestaltungsprozess ein Stück weit offen ist, finde ich sehr wichtig. Es hat etwas Kreatives, wenn der Dialog vor der Planung steht."
  • Bürger sammeln Ideen für das Rosensteinviertel

    Bei der zweiten Öffentlichen Veranstaltung der Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein haben die Bürgerinnen und Bürger an Thementischen Ideen entwickelt, wie das zukünftige Leben und Arbeiten im Stadtquartier aussehen könnte. Pro Tisch moderierte ein Gastgeber und informierte über die bisherigen Ergebnisse.

    "Eine Bürgerin hat den öffentlichen Raum als Wohnzimmer der Stadt bezeichnet", sagte die Gastgeberin Tina Hekeler, die die Arbeitsgruppe 'Öffentlichen Raum' betreute. "Deshalb sollten wir diesen attraktiv gestalten. Allen Teilnehmern war wichtig, dass es großzügige Plätze und Freiflächen gibt, die für alle Bürger offen sind. Daneben forderten viele eine gute Fahrradinfrastruktur für das neue Viertel und ausreichend Parkmöglichkeiten für Elektroautos."

    Wie wäre es mit Alleen und einem Bildhauerwettbewerb?


    An den Thementischen diskutierten die Beteiligten Inhalte wie Mobilität im Viertel, Kulturelle Einrichtungen, Wohnen, Freizeit, Sport und Erholung. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Teilnehmer diskutierten an den Thementischen angeregt über die Zukunft des neuen Quartiers. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An den Thementischen diskutierten die Beteiligten Inhalte wie Mobilität im Viertel, Kulturelle Einrichtungen, Wohnen, Freizeit, Sport und Erholung. Lebhafte Diskussionen gab es am Tisch 'Natur': "Meiner Ansicht nach sollte der schöne Begriff Rosenstein versinnbildlicht werden", sagte Christian von Holst, der ehemalige Direktor der Staatsgalerie Stuttgart. "Man könnte einen internationalen Bildhauerwettbewerb ausrichten und eine große Steinskulptur schaffen. Um diese herum könnten Rosen aus aller Welt gepflanzt werden. Das wäre dann ein Identifikationsort und ein Erkennungsmerkmal für das neue Viertel."

    Daneben plädierte er für ein grünes Viertel voller Alleen. "Wir brauchen Plätze und Aufenthaltsräume, die zu Treffpunkten für alle Generationen werden." Andere forderten urbane Gärten, die Bürger auf Zeit mieten können. Mit den Berger Sprudlern als Vorbild wurde zudem der Wunsch nach Springbrunnenanlagen laut.

    Treffpunkt für alle Generationen, Kulturen, Einkommensschichten

    Am Tisch 'Soziales Miteinander' votierten die Bürger einmütig für einen sozialen Wohnungsbau im Viertel. "Daneben benötigen wir Cafés und Bistros, in denen sich ältere Bürger treffen können", sagte Gisela Gaßner. Sabine Fleck ergänzte: "Diese sollten aber von ihrer Einrichtung und ihrem Angebot her für Menschen jeden Alters gestaltet sein. So könnten diese zu Treffpunkten für alle Generationen werden." Zudem wünschen sich die Bürger Altenheime im Viertel und verschiedene Formen des betreuten Wohnens.

    Auch ein Kräutergarten, den Bürger jeden Alters gemeinsam benutzen können, wurde angeregt. "Schön wäre es, Räume der interkulturellen Begegnung zu schaffen", sagte Gisela Gaßner. "Hier könnte man neue Sprachen lernen, andere Kulturen erleben oder ein Sprachtandem finden. Gleichzeitig könnten hier Flüchtlinge schnell integriert werden. Ich wünsche mir auch, dass es im neuen Stadtviertel für jeden Bewohner zehn Minuten vor seiner Haustür eine Grünanlage gibt."

    "Hochinteressante Chance"

    Manche Bürger, wie Volker Schmidt, hatten bereits an der ersten Öffentlichen Veranstaltung zum Rosensteinviertel teilgenommen. "Die Chance, ein neues Stadtviertel mitzugestalten, ist hochinteressant. Mir hat schon die erste Öffentliche Veranstaltung gefallen und deshalb bin ich nun wieder dabei. Die Idee der Thementische finde ich gut. So kann sich jeder seine Interessensgebiete heraussuchen und versuchen, neue Ideen einzubringen."

    Vielfalt, Wohnen, Natur

    Vielfalt und Wohnen am wichtigsten sind. Die Teilnehmer wünschen sich eine soziale Mischung im neuen Viertel mit einem Austausch der Kulturen und einem generationsübergreifenden Miteinander. Abwechslungsreiche Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und ein Wochenmarkt stehen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste.

    Auch die Natur soll bei der Gestaltung des neuen Quartiers berücksichtigt werden. So wurde angeregt, Naturerlebnisse im urbanen Raum zu ermöglichen und naturnahe Flächen zu schaffen, die Rückzugsräume für Tiere bilden. Vielen geht es darum, Orte und Räume der Begegnung zu schaffen. Die Diskussionen zeigten, dass die Beteiligten nach Ansätzen suchen, wie die unterschiedlichen Bedürfnisse miteinander in Einklang zu bringen sind. ​
  • Kinder stimmen für Eisdiele im Rosensteinviertel

    Nach der Kinderwerkstatt steht fest: Das neue Rosensteinquartier muss nach den Plänen der Kinder eine Eisdiele erhalten. Bei der zweiten Öffentlichen Veranstaltung zur Entwicklungsfläche Rosenstein am 18. Juni im Rathaus konnten erstmals Kinder ihre Stimme abgeben.

    Die jungen Bürger ab sechs Jahren wurden von der Kinderbeauftragten der Stadt, Maria Haller-Kindler, dem Stadtlabor und dem Jugendamt in einer Kinderwerkstatt betreut. Hier konnten sie festhalten, was ihnen bei der Gestaltung des neuen Rosensteinquartiers wichtig ist. Die Betreuung von Kindern ab drei Jahren übernahm das Haus der Familie.

    Großer Spielplatz steht ganz oben auf der Wunschliste


    Rutsche, großer Spielplatz - und eine Eisdiele: Auch Kinder haben im Rathaus ihre Wünsche geäußert. Foto: Stadt Stuttgart/Leif Piechowski
    Rutsche, großer Spielplatz - und eine Eisdiele: Auch Kinder haben im Rathaus ihre Wünsche geäußert. Foto: Stadt Stuttgart/Leif Piechowski
    "Die Kinder haben Modelle ihrer Wünsche für das neue Stadtquartier gebaut", sagte Maria Haller-Kindler. "Diese werden bei der dritten Öffentlichen Veranstaltung am 24. September wieder ausgestellt."

    Ganz oben auf der Wunschliste stand ein großer Spielplatz. Daneben soll es eine Seenlandschaft mit der Möglichkeit für Floßfahrten auf dem Wasser geben. "Ich hätte gerne ein überdachtes Spielhaus im Rosenstein, falls es mal regnet", sagte Felix. "Aber auch eine lange Rutsche und ein Café 'Mama' wären toll."


    Kinder- und Erwachsenenwunsch: eine Eisdiele

    Auf einer Karte der Entwicklungsfläche Rosenstein platzierten die Kinder ihre gebastelten Modelle. "Ich habe eine Schaukel gebaut, weil ich so gerne schaukeln gehe", erklärte Josephine. "In meinem Kindergarten gibt es leider keine. Dort gibt es auch kein Klettergerüst, deshalb habe ich eins als Modell gebaut."

    Ein Wunsch verbindet sowohl die Erwachsenen, als auch die Kinder: Beide plädierten für eine Eisdiele im Rosensteinviertel. Oberbürgermeister Fritz Kuhn nahm die Idee auf und sagte: "Es scheint damit festzustehen: das neue Rosensteinquartier wird eine Eisdiele bekommen." ​
  • Links und Downloads rund um die zweite Öffentliche Veranstaltung

    Hören Sie hier OB Fritz Kuhn zu einer möglichen Internationalen Bauausstellung (IBA) in Stuttgart:
    Der Vortrag von Prof. Dr. Tilman Harlander steht ebenfalls als Podcast bereit:

    Laden Sie hier die Präsentation von Silke Drautz vom Amt für Umweltschutz herunter:

    Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier:


    Laden Sie sich die Informationen zur Entwicklungsfläche Rosenstein herunter, wie sie auf der Info-Messe präsentiert wurden:
  • Ihre Ansprechpartner zum Vorhaben

    Ihre Ansprechpartnerin von MEDIATOR GmbH zur Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein

    Jana Friedrich
    Projektkoordinatorin
    Telefon:  (030) 6409 2809
    E-Mail:   rosenstein@mediatorgmbh.de

    Anschrift:
    MEDIATOR GmbH Mediation - Konfliktberatung
    Bölschestraße 114
    12587 Berlin
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart