Die Ortsmitte von Stuttgart-Münster soll saniert werden. Foto: Stadtmessungsamt
Stuttgart-Münster

Sanierungsgebiet Münster 1 - Ortsmitte

Aufwertung des Ortskerns

ThemaStadtentwicklung
Zeitraum2017 bis 2026, mit der Möglichkeit zur Verlängerung
ZielgruppeBürgerinnen und Bürger von Stuttgart-Münster

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Sanierung Münster 1 -Ortsmitte- im Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier"

    Ursprünglich als Pflegehof ("monasterium" = lat. Kloster) im Mittelalter gegründet, entwickelte sich Münster zunächst als Bauern- und Weingärtnerdorf und zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Arbeitervorort. Die historische Bausubstanz ist stark überformt infolge der Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg und der Neubebauungen in den Nachkriegsjahren. Im Untersuchungsgebiet dominieren ältere kleinere Wohngebäude mit zwei bis drei Wohnungen auf kleineren Parzellen und in heterogenen Baustilen sowie ein vergleichsweise enger Straßenraum, zumal mit Ausnahme der Freibergstraße auch keine Durchgangsstraßen vorhanden sind. Charakteristisch für Münster ist die Insellage: So wird Münster eingegrenzt durch die schwer überwindbaren Barrieren der Neckartalstraße und der Bahntrasse Kornwestheim-Untertürkheim.

    Am 28. Juli 2015 beschloss der Ausschuss für Umwelt und Technik des Stuttgarter Gemeinderats vorbereitende Untersuchungen (VU) gemäß § 141 Baugesetzbuch für Münster. Die VU ergab städtebauliche Missstände und Probleme in mehreren Handlungsfeldern.

    Am 12. Oktober 2017 hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart die förmliche Festlegung der Sanierung Münster 1 -Ortsmitte- beschlossen. Am 9. November 2017 wurde die Satzung durch Veröffentlichung im Amtsblatt rechtskräftig. Das Sanierungsgebiet umfasst aktuell die im Lageplan rot umrandete Fläche (ca. 25 Hektar).
     
    Das aktuelle Sanierungsgebiet.
    Das aktuelle Sanierungsgebiet.
     
    Im Sanierungsgebiet gilt das Besondere Städtebaurecht der §§ 136 ff Baugesetzbuch mit den Genehmigungspflichten gemäß § 144. Es handelt sich um ein vereinfachtes Sanierungsverfahren.
     

    Sanierungsziele

    Für das im Lageplan abgegrenzte Teilgebiet werden folgende Sanierungsziele formuliert:
    • Mängelbeseitigung und Qualitätsverbesserungen im Wohnungsbestand und Wohnumfeld
    • Attraktivierung des Fuß- und Radwegenetzes unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit und Stärkung des ÖPNV
    • Verbesserung der öffentlichen Straßenräume in Gestaltung und Funktion
    • Attraktivierung der vorhandenen Spielplätze und Grünanlagen
    • Stärkung der sozialen Infrastruktur
    • Verbesserung der Parkierungssituation
    • Stärkung und Konzentration der vorhandenen Kleinversorgungszentren
  • Neuordnungskonzept

    Um die Sanierungsziele zu erreichen, sind u. a. folgende Maßnahmen vorgesehen:
    • Modernisierung der Bausubstanz und Anpassung der Wohnungsbestände an heutige Bedürfnisse zur Sicherung und Stärkung der Wohnfunktion
    • städtebauliche und funktionale Aufwertung der Handels- und Gewerbefunktion bei den vorhandenen Versorgungszentren z. B. an der Freibergstraße und im Bereich des Dreiecksplatz
    • Verlagerung der Feuerwehr
    • Verbesserung der Spielfläche Enzstraße und Schaffung einer Direktverbindung vom Dreiecksplatz Nagold-/Iller-/Elbestraße
    • Verbesserung der Aufenthalts- und Gestaltungsqualität im Umfeld beim Bahnhof Münster sowie Stärkung der Funktion als Identifikationsort mit wichtigen Stadteingangsfunktionen
    • Ertüchtigung und Gestaltung der Straßenräume in der Ortskernlage z. B. Freibergstraße
     
  • Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier"

    Im April 2016 wurde Münster in das Sanierungsprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ aufgenommen und ist mit einem Förderrahmen von drei Millionen Euro ausgestattet. Davon tragen 60 Prozent der Bund und das Land Baden-Württemberg, 40 Prozent die Landeshauptstadt Stuttgart. Im Verlauf der Sanierung sollen entsprechend den Projektfortschritten weitere Fördermittel beantragt und weitere Flächen einbezogen werden.

    Dieses Programm fördert nicht nur die Erneuerung der Bausubstanz, sondern verfolgt ein ganzheitliches Ziel. Die Qualität eines Stadtteils wird von vielen Aspekten des Lebens bestimmt. Deshalb umfasst das Programm wirtschaftliche, ökologische, soziale, kulturelle und städtebauliche Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung.

    Dem Bündel an Problemen wird mit einem Bündel an Maßnahmen begegnet. Hierfür stellt das Programm eine Struktur zur Verfügung, die im Wesentlichen folgende drei Elemente umfasst:

     

    Die Bürgerbeteiligung

    Das wichtigste Element überhaupt ist die "Offene Bürgerbeteiligung". Die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil haben die Möglichkeit, sehr intensiv und wirksam ihre Vorstellungen in den Prozess der Erneuerung ihres Stadtteils einzubringen. Die Themenbereiche und Projektgruppen der Bürgerbeteiligung stehen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters offen.

     

    Das Stadtteilmanagement (STM)

    Ein professionelles Stadtteilmanagement, kurz STM, ist Ansprechpartner der Bürgerinnen und Bürger mit einem Büro vor Ort. Es dient als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Stadtverwaltung sowie Baugenossenschaften, Kirchen und anderen Institutionen. Das Stadtteilbüro Münster liegt in der Austraße 12 und ist dienstags von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter der Nummer 62 00 93 60 erreichbar.

    Das STM unterstützt die Bürgerbeteiligung als deren Geschäftsführung und vertritt sie außerdem in der Interdisziplinären Projektgruppe (siehe Abschnitt IPG). Das STM sorgt so für die Abstimmung der aus der Bürgerbeteiligung hervorgehenden Projektwünsche mit den städtischen Ämtern und politischen Entscheidungsträgern und bereitet damit deren Umsetzung mit vor.

    Außerdem moderiert und inspiriert es den gesamten Bürgerbeteiligungsprozess und fördert nachhaltige Strukturen für die Bürgerbeteiligung im Stadtteil, die auch nach dem Abschluss der Sanierung die Entwicklung weiter voranbringen sollen.

     

    Die interdisziplinäre Projektgruppe (IPG)

    Um diese komplexe und umfangreiche Erneuerung zu koordinieren und effektiv zu steuern, wurde im federführenden Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung eine Interdisziplinäre Projektgruppe, kurz IPG eingerichtet.

    Der IPG gehören Experten aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung an, die bei den Projekten der "Sozialen Stadt Münster" zusammenwirken. Dies sind neben der Bezirksvorsteherin Vertreter der Planungsabteilung, der Fachbereiche Jugend, Soziales, Wohnungswesen und der Fachämter Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie Tiefbauamt. Hier werden die aus der Bürgerbeteiligung hervorgegangenen Projekte und Planungen beraten und ihre Umsetzung betrieben.

    Die Finanzierbarkeit und die Möglichkeiten der Förderung werden geprüft, Planungen werden abgestimmt, Entscheidungen der politischen Gremien werden vorbereitet und zur Abstimmung gegeben.

     
Phase 2

Auftaktveranstaltung zur offenen Bürgerbeteiligung

10.12.18

Am 10. Dezember 2018 findet um 18 Uhr im Bürgersaal des Kultur- und Sportzentrums die große Auftaktveranstaltung zur offenen Bürgerbeteiligung der Sozialen Stadt Münster statt.
 
Folgender Ablauf ist geplant:
  • Informationen über das Programm "Soziale Stadt" und die offene Bürgerbeteiligung
  • Vorstellung des Soziale Stadt Teams
  • Fragen der Bürgerinnen und Bürger
  • Offener Austausch und Informationen zu Themen der Stadtteilerneuerung

beendet

So kommen Sie hin

Wo:

Bürgersaal im Kultur-und Sportzentrum
Moselstraße 25
70376 Stuttgart
Haltestelle: Freibergstraße

Wann:

Montag, 10. Dezember 2018 18:00 bis 21:00 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr:

Elektronische Fahrplanauskunft (VVS)

Weitere Phasen ansehen

  • Stadtteilbüro Münster eröffnet

    Eröffnung Stadtteilbüro Münster
    Bürgermeister Peter Pätzold und die Bezirksvorsteherin von Münster, Renate Polinski, bei der Eröffnung des Stadtteilbüros. Foto: Horst Rudel/Stadt Stuttgart
    Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, hat am 7. November 2018 das neue Stadtteilbüro der Sozialen Stadt Münster in der Austraße 12 eröffnet. Anschließend wurde mit einem umfangreichen Programm gefeiert. Mit dabei waren auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die die Möglichkeit hatten, eigene Ideen und Vorstellungen für ihren Stadtteil einzubringen und die Angebote der offenen Bürgerbeteiligung im Programm Soziale Stadt zu entdecken.
     
    Projekte der Städtebauförderung werden beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung koordiniert. Die Projektleitung in Münster übernimmt Dominika Pawliczek-Lauer. ­Regelmäßig vor Ort sind die Verantwortlichen des Stadtplanungsinstituts Weeber+Partner Andreas Böhler, Daniel Iffert und Simone Gretsch.
     
    Der zuvor leerstehende Laden in der Austraße 12 ist aufgrund seiner Lage ideal als "Zentrale" für die Bürgerbeteiligung in Münster. Das Büro steht den Ehrenamtlichen für Arbeitsgruppen und Veranstaltungen zur Verfügung. Es soll ein Ort für neue Ideen und Projekte sein, Kontakte können geknüpft und Kooperationspartner gefunden werden.

    Die Stadterneuerung in Münster wird im Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier" derzeit mit drei Millionen Euro ­gefördert. Eine zirka 25 Hektar große Fläche im Ortskern wurde im November 2017 als Sanierungsgebiet festgelegt. Mit dem professionellen Stadtteilmanagement wurde im September 2018 das Stuttgarter Institut Weeber+Partner be­auftragt, das unter anderem im benachbarten Hallschlag tätig ist.
     
    Am 10. Dezember findet um 18 Uhr im Bürgersaal des Kultur- und Sportzentrums die große Auftaktveranstaltung zur ­offenen Bürgerbeteiligung der Sozialen Stadt Münster statt.
     
    Das Stadtteilbüro ist dienstags von 9.30 bis 12.30 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet, telefonisch ist es unter der Nummer 62 00 93 60 erreichbar.
  • Ihre Ansprechpartnerin zum Vorhaben

    Dominika Pawliczek-Lauer
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Telefon: (0711) 216-20189
     
    Anschrift:
    Landeshaupstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Eberhardstraße 10
    70173 Stuttgart
     
  • Ihre Ansprechpartner für das Beteiligungsportal

    Sabine Hieronymus
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​ ​ ​ ​