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Stadtweit

Internationaler städtebaulicher Wettbewerb Rosenstein

Entwurf eines Rahmenplans

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: ab 09.05.2018
vsl. Umsetzung ab Sommer 2018
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Entwicklungsfläche Rosenstein

    In der Landeshauptstadt Stuttgart werden künftig im Dreieck zwischen Hauptbahnhof, Neckar und Pragtunnel circa 85 Hektar Fläche nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigt. Für die Stadt eröffnet sich damit die Chance, in zentraler Lage im ansonsten beengten Talkessel wertvolle Flächen für eine städtebauliche Entwicklung und Parkerweiterung zu nutzen. Durch das Projekt kann eine städtebaulich-landschaftliche Innenentwicklung ermöglicht und ein Beitrag zum Schutz der freien Landschaft in den Außenbezirken geleistet werden.

    Die freiwerdenden Gleisflächen bilden als sogenannte Entwicklungsfläche Rosenstein den Kern des zukünftigen Stadtteils. Sie erstrecken sich zwischen Hauptbahnhof im Süden, Nordbahnhofviertel und Presselstraße im Westen, Rosensteinpark im Norden und Schlosspark im Osten. Das Gebiet liegt im Norden der Stuttgarter Innenstadt, an der Grenze zwischen den Stadtbezirken Stuttgart Nord, Stuttgart Ost und Bad Cannstatt. Zugleich grenzt es auf einer Länge von ca. 3 km an die wichtigen Landschaftsräume des Neckartals und des "Grünen Us", bestehend aus Höhenpark Killesberg, Rosensteinpark und Schlossgarten.

    Die Entwicklungsfläche Rosenstein aus der Luft betrachtet. Foto: Arnim Kilgus
    Die Entwicklungsfläche Rosenstein aus der Luft betrachtet. Foto: Arnim Kilgus

    Ein neuer Stadtteil

    Der zukünftige Stadtteil umfasst jedoch nicht nur die Entwicklungsfläche Rosenstein, sondern auch die angrenzenden Bereiche. Die Entwicklung der ehemaligen Gleisflächen wird Auswirkungen auf die Nachbarschaft haben, weshalb ein größerer Raum betrachtet werden soll. Gleichzeitig müssen die Entwicklungsflächen auch mit ihrer Nachbarschaft zusammenwachsen, um einen vitalen Baustein der Stadt zu bilden. Der zukünftige Stadtteil muss als Ganzes gedacht werden.

    Dieser Stadtteil wird in Zukunft vor allem von seiner besonderen Lage profitieren. So sind von der Mitte der Entwicklungsfläche Rosenstein die zentralen öffentlichen Einrichtungen, wie etwa der Hauptbahnhof, in 12 bis 15 Minuten zu Fuß erreichbar. Schlosspark und Rosensteinpark liegen quasi vor der Haustür, zum Neckar sind es nur wenige Minuten. Darüber hinaus ist das Gebiet durch seine direkte Nachbarschaft zum Nordbahnhofviertel bereits heute gut erschlossen. Die Entwicklungsflächen spielen aber auch eine wichtige Rolle, wenn es um die Vernetzung der bisher durch die Bahngleise getrennten Stadtteile Nord und Ost geht.

    Topografie

    Im Talgrund gelegen ist die Topografie des Gebiets, wenn auch in weiten Teilen nahezu eben, so doch durch erhebliche Geländeversprünge gekennzeichnet. Diese wirken teilweise als Barriere, stellen jedoch auch Identifikationsmerkmale dar. Besonders markant ist der sogenannte Stuttgarter Gleisbogen, der vorwiegend als Bahndamm, ergänzt durch Brücken- und Überwerfungsbauwerke, das Nordbahnhofviertel umgibt.

    Eigentumsverhältnisse

    Um die künftige Entwicklung der brachfallenden Gleisflächen beeinflussen zu können, hat die Stadt bereits im Dezember 2001 die Entwicklungsfläche Rosenstein und weitere Flächen - insgesamt 120 Hektar - von der Deutschen Bahn AG erworben. Die Stadt Stuttgart ist damit, im Unterschied zum Europaviertel, auf der Entwicklungsfläche Eigentümerin, was ihr viele Gestaltungsspielräume gibt und für die Umsetzung der Planungsziele äußerst günstige Voraussetzungen bietet.

    Realisierungszeitpunkt

    Die Gleisflächen werden derzeit noch weitgehend für den Bahnbetrieb benötigt, so dass mit der konkreten Entwicklung der Flächen und Umsetzung der Ziele erst nach Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs gestartet werden kann. Wieso sollte dann bereits heute mit der Planung begonnen werden? Einer Stadtentwicklung gehen - neben der Bürgerbeteiligung - vielfältige und zeitintensive Überlegungen voraus, zum Beispiel zur zukünftigen Topografie, Nutzungsmischung, Dichte, Mobilität und Grünraumgestaltung. Im Fall der Entwicklung von ehemaligen Gleisflächen sind darüber hinaus Planfeststellungsverfahren und Rückbauverfahren mit beträchtlichem zeitlichem Vorlauf nötig. Es kann daher nicht länger gewartet werden, will man nicht die historische Chance einer zukunftsweisenden Entwicklung auf den Flächen im Herzen Stuttgarts vertun.​

    Weitere Informationen

    Hier finden Sie Präsentation zum Vortrag von Peter Pätzold, Bürgermeister für Stadtplanung und Umwelt:
    Laden Sie sich die Präsentation zum Vortrag des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung herunter:
    Laden Sie sich die Informationen zur Entwicklungsfläche Rosenstein herunter, wie sie auf der Info-Messe präsentiert wurden:
  • Die Entwicklungsfläche Rosenstein im Stuttgarter Stadtplan


Phase 1

Ihre Vorschläge zum Auslobungstext

09.05.18 bis 31.05.18

Diskutieren Sie hier vom 9. bis 31. Mai 2018 untereinander oder machen Sie Vorschläge zum Auslobungstext des "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein - Ideen für den neuen Stadtteil". Alle eingegangenen Ideen werden nach Beendigung des Forums am 31. Mai 2018 vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung geprüft, ob und wie sie für eine Ergänzung des bestehenden Auslobungstextes berücksichtigt werden können.

Phase 2

Workshop zum Wettbewerb

16.05.18

Zu einer Infoveranstaltung mit Workshopcharakter waren alle interessierten Stuttgarterinnen und Stuttgarter am Mittwoch, 16. Mai 2018. eingeladen. Im Stadtpalais wurde über den Auslobungstext zum internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein informiert und im Anschluss über Ideen und Vorschläge zum Text diskutiert.

Phase 3

Rückfragenkolloquium

27.07.18

An einem öffentlichen Rückfragenkolloquium zum Internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein haben rund 50 interessierte Planungs- und Architekturbüros am 27. Juli im Rathaus teilgenommen. Sie nutzten die Gelegenheit, Fragen zum Auslobungstext zu stellen, die vom Preisgericht und vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung beantwortet wurden. Die Veranstaltung war öffentlich, aus rechtlichen Gründen wurden während des Kolloquiums allerdings keine Fragen aus der Bürgerschaft zugelassen.

  • Perspektiven für Rosenstein

    Städtebaulicher Wettbewerb entschieden – Entwürfe von Platz eins und zwei werden überarbeitet

    Freude über ersten Platz: (v.l.) der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, Jochen Koeber, Cem Arat und Markus Weismann von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur, OB Fritz Kuhn und Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Foto: Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Freude über ersten Platz: (v.l.) der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, Jochen Koeber, Cem Arat und Markus Weismann von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur, OB Fritz Kuhn und Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Foto: Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Nach Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 soll auf der freiwerdenden Gleisfläche ein neuer Stadtteil, das Rosenstein-Quartier, entstehen. Dazu lobte die Stadt 2018 einen internationalen städtebaulichen Wettbewerb aus. Am 8. April hat der Entwurf von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur (Stuttgart) den ersten Platz belegt. Auf den zweiten Platz kam das Planungsbüro Laux Architekten in Zusammenarbeit mit Terra Nova Landschaftsarchitektur (Stuttgart/München).

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zum Ergebnis: "Die Auswahl der Sieger-Entwürfe ist wichtig für die Perspektiven der Stadtentwicklung. Wir alle haben jetzt eine Vorstellung davon, wie das Rosenstein-Quartier aussehen könnte. Hier kann Spannendes entstehen, auf bis zu 100 Hektar und das mitten in der Stadt. Das Quartier wird eine gute Mischung aus großer Dichte und grünen Freiräumen aufweisen. Besonders gut gefällt mir bei den Siegern die Integration der Kultureinrichtungen."

    Der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, erklärte bei der Pressekonferenz am Dienstag: „Die entscheidende Frage ist, wie sieht ein zukunftsorientiertes Quartier städtebaulich aus: Knüpft es an historische Vorbilder an oder wagt es etwas ganz Neues? Darauf geben die Preisträger erste Antworten. Wir haben beide Planungsbüros gebeten, ihre Entwürfe nochmals zu überarbeiten.“ Anschließend kann auf dieser Grundlage in Abstimmung mit den städtischen Gremien ein Rahmenplan für alle weiteren Planungsschritte erstellt werden.

    Mit der Entscheidung des Preisgerichts verbunden sind Preisgelder von 70.000 Euro für den ersten und 50.000 Euro für den zweiten Platz. Auf den dritten Platz kam die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft Herrmann + Hornung/Johannes Jörg Grüne Welle Landschaftsarchitektur (35.000 Euro).
    Den vierten Platz von ins­gesamt elf bewerteten Arbeiten belegte die Arbeitsgemeinschaft Tovatt Architects & Planners/Ramboll Studio ­Dreiseitl aus Stockholm und Überlingen (20.000 Euro).

    Alle Arbeiten sind im Stadtpalais vom heutigen Donnerstag, 11. April, um 12 Uhr, bis zum 18. April, um 17 Uhr öffentlich ausgestellt. Der Eintritt ist frei.
     
     
  • Weitere Informationen zum Erst- und Zweitplazierten

  • Erster Platz

    Modell des erstplazierten Entwurfs. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Erfahren Sie mehr zum Entwurf von asp Archi- tekten und Koeber Landschaftsarchitekten.
     
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  • Zweiter Platz

    Modell des zweitplazierten Entwurfs. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Erfahren Sie mehr zum Entwurf von Laux Archi- tekten und Terra Nova Landschaftsarchitektur.
     
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  • Preisgericht tagt zum Abschluss der ersten Phase

    Nach der Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 werden die Gleisanlagen zwischen Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten frei. Dort soll auf einer Fläche von rund 85 Hektar das sogenannte Rosenstein-Quartier entstehen. Die Stadt hat im Juli 2018 ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren zu der Frage ausgelobt, wie das neue Quartier entwickelt werden könnte. Insgesamt haben sich an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb 54 Planungsbüros beteiligt. Am Mittwoch, 28. November, hat das Preisgericht ganztags unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Franz Pesch zum Abschluss der ersten Wettbewerbsphase getagt und elf Arbeiten für die weitere Bearbeitung in Phase zwei ausgewählt.

    Ergebnisse und Namen dürfen aus Gründen des Wettbewerbsrechts in der Zwischenphase nicht genannt werden. In Kürze werden alle Teilnehmer über eine Kanzlei gesondert über das Ergebnis informiert, da das Verfahren weiterhin anonym durchgeführt wird.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Die Qualität und Bandbreite der eingereichten städtebaulichen Entwürfe ist erfreulich hoch. Ich bin überzeugt, dass am Ende des Wettbewerbs im April nächsten Jahres eine hervorragende Grundlage für die Planung eines nachhaltigen urbanen Quartiers mit möglichst vielen Wohnungen stehen wird."

    Grundlage für den Wettbewerb waren unter anderem auch die in der Auslobung enthaltenen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung Rosenstein. Auf der Fläche sollen neue Wohnquartiere mit rund 5.600 Wohneinheiten und einem hohen Anteil von bezahlbarem Wohnraum entstehen. Die verbleibenden Planungsbüros beginnen am 12. Dezember 2018 mit ihrer Arbeit. Sie haben bis zum 13. März 2019 Zeit, ihre Ergebnisse einzureichen.

    Voraussichtlich am 8. April 2019 wird das Preisgericht den Sieger des Wettbewerbs auszeichnen. Die Wettbewerbsbeiträge der zweiten Phase sollen anschließend öffentlich präsentiert und erläutert werden. Die Stadt will das Siegerbüro mit der Rahmenplanung für das neue Quartier beauftragen. Der Rahmenplan bildet die Grundlage für die zukünftige Gestaltung des Quartiers und soll den städtischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden. Daraus erwachsen Bebauungspläne, die die schrittweise Bebauung der Gleisflächen ermöglichen.
     
  • Rückfragenkolloquium stößt auf großes Interesse

    Mehr als  110 Architektur- und Planungsbüros haben bereits ihr Interesse am "Internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein" bekundet; darunter neben vielen Wettbewerbern aus Deutschland auch internationale Büros.  Gut 50 von ihnen nahmen am 27. Juli die Gelegenheit war, beim Rückfragenkolloquium Fragen an die Stadtplaner der Landeshauptstadt Stuttgart zu stellen. Neben den vielen Büros waren auch Mitglieder des Preisgerichts und des Gemeinderats anwesend.
     
    Am Vormittag hatten die Teilnehmer des Kolloquiums die Möglichkeit, bei einer Begehung rund um das Wettbewerbsgebiet die Begebenheiten vor Ort zu erkunden, zu fotografieren und sich einen Eindruck von den besonderen Herausforderungen des Wettbewerbs zu machen. Zudem konnten sie an Infostationen, die um das Wettbewerbsgebiet verteilt waren, den städtischen Planern Fragen zu ortsbezogenen Themen stellen.

    Im Rückfragenkolloquium am frühen Nachmittag beantworteten nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt,  Mitarbeiter des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses zunächst mehr als 50 Fragen, die bereits im Vorfeld schriftlich eingegangen waren. Anschließend nutzten die anwesenden Büros die Gelegenheit, noch für sie offene Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten. Thematisch gab es bei den Fragen eine große Bandbreite.
     
    Diese reichte von einfachen Verständnisfragen, wie etwa die Frage, was speziell in Stuttgart unter Subkultur verstanden wird, allgemeinen Fragen zu Vorgaben im Wettbewerb bis hin zu technischen und baulichen Fragen, etwa ob es eine vorgeschriebene Geschossanzahl für Schulen im Wettbewerbsgebiet gäbe. Es wurden auch Fragen zum Verfahren selbst und den bereitgestellten Unterlagen gestellt.
     
    Hier können Sie die Antworten auf die gestellten Fragen einsehen:
     

    Wie geht es weiter?

    Die Stadtverwaltung wird nun die gestellten Fragen beantworten und das Ergebnis den Teilnehmern sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Das Anlagenpaket zum Wettbewerb wird um angefragte Planunterlagen erweitert werden. So können die Teilnehmer nun vertieft in die Bearbeitungsphase 1 des Wettbewerbs einsteigen und ihre Konzepte sowie Visionen entwickeln. Die Abgabefrist für die Leistungen ist der 10. Oktober 2018. Die Landeshauptstadt Stuttgart erhofft sich viele zukunftsorientierte Lösungsansätze zur Entwicklung der Flächen.
     
    Der Wettbewerb ist für die Landeshauptstadt von zentraler Bedeutung. Schließlich sind die gesamten 85 Hektar der Rosensteinfläche nicht nur städtisches Eigentum, sondern liegen direkt im Herzen der Stadt.
     
  • Stadt lobt Wettbewerb für "Rosenstein" aus

    Die Stadt Stuttgart lobt den "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein" aus. Damit will sie Ideen für den neuen Stadtteil sammeln. Der Gemeinderat hat dem am 28. Juni mit großer Mehrheit zugestimmt.

    In diesem Wettbewerb soll eine Vision für das neue Stadtquartier auf zirka. 85 Hektar freiwerdenden Gleisflächen erarbeitet werden. Die Teilnehmer sind aufgerufen, Antworten zu geben auf Fragen nach bezahlbarem Wohnraum, einer geeigneten Topografie, erhaltenswerten Bauwerken, Quartiersbildung und Nutzungsverteilung, geeigneter Parkerweiterung, Verbindungen von Grünanlagen, innovativer Infrastruktur oder kulturellen Einrichtungen. So können sich auch die drei Einrichtungen "Kongresszentrum", "Neues Lindenmuseum/​Haus der Kulturen" und „Neuer Konzertsaal“ im Wettbewerbsgebiet wiederfinden. Viele Planungsvorstellungen in der Auslobung decken sich mit den Eingaben aus der Bürgerbeteiligung. Subkulturellen Einrichtungen wurde zum Beispiel in der Auslobung nach den Vorstellungen der Bürger mehr Bedeutung eingeräumt.

    Das neue Quartier soll künftig beispielhaft Lösungen für das Zusammenleben in der Stadt bieten. Wichtige Aspekte sind: die Nutzungsmischung – also Wohnen, Arbeiten, Erholung oder Lernen, das Zusammenleben von Jung und Alt sowie Arm und Reich, nachhaltige Mobilität, attraktive öffentliche Räume, die grüne Infrastruktur oder auch die Umsetzung eines Plus-Energie-Quartiers. Auf einem Teil der Flächen sollen auch Themenfelder der "Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart" (IBA) entwickelt werden. So kann die IBA auf einer Teilfläche der erste Schritt zur weiteren Entwicklung der gesamten Fläche sein.

    Bis Anfang Oktober soll in der ersten, offenen Phase ein Zukunftsbild für das Rosensteinquartier entwickelt werden. Die besten zehn Teilnehmer können anschließend ihre Ideen konkretisieren. Ein Preisgericht entscheidet im April 2019 über die Vorschläge. Daraus soll dann ein Rahmenplan erarbeitet werden.
  • Kreativer Abend im Stadtpalais

    Über 100 Bürger nehmen an einem Infoworkshop zum Wettbewerb Rosenstein teil

    An einer Station des Abends konnten die Teilnehmer Ideenwürfel auf einer Stadtkarte platzieren. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An einer Station des Abends konnten die Teilnehmer Ideenwürfel auf einer Stadtkarte platzieren. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Mittwoch, 16. Mai 2018, einen Infoworkshop im Stadtpalais veranstaltet. Nach der Begrüßung und einer Einführung in das Thema durch Baubürgermeister Peter Pätzold sprudelten zahlreiche Vorschläge aus den Köpfen der rund 130 anwesenden Stuttgarterinnen und Stuttgarter zum Auslobungstext des internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein.
     
     
    Am Ende des Abends dankte Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, den vielen Teilnehmern für ihre Anregungen und stellte fest: „Heute haben wir weitere zahlreiche Anregungen erhalten. Die intensiven Gespräche zu den vielen Themen haben uns einen vielfältigen und bunten Abend beschert. Wir werden die Vorschläge in die Überarbeitungsphase des Auslobungstextes des Wettbewerbs aufnehmen.“
     
    Im Foyer des Stadtpalais hatte Bürgermeister Pätzold gegen 18 Uhr den Infoworkshop eröffnet und nach einer Begrüßung in das Thema eingeführt. Ziel des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs sei es, eine Idee und ein Bild des neuen Stadtteils Rosenstein zu erhalten. Dazu sollten die Teilnehmer des Infoworkshops Anregungen zum Auslobungstext geben, der für den Ende Juli startenden Wettbewerb erstellt wird. Die Gelegenheit nutzten viele in der Dialogphase des Abends, durch die die STEG Stadtentwicklung GmBH unter Leitung von Frank Friesecke und Tilman Sperle führte.
     

    Intensive und kreative Gespräche

     
    Bürgermeister Peter Pätzold begrüßte rund 130 Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Bürgermeister Peter Pätzold begrüßte rund 130 Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Moderatoren erklärten zunächst den Ablauf des Abends. Nach einer detaillierten Einführung in den Auslobungstext, der sich aus einem formellen und einem inhaltlichen Teil mit Planungsvorgaben zusammensetzt, ging es an fünf Themeninseln. Dort konnten die Anwesenden zu 10 Handlungsfeldern Anregungen abgeben. Dazu hatte die STEG aus den jeweiligen Handlungsfeldern die wesentlichen Begriffe herausgesucht und an Infotafeln gebündelt. So bekamen die Teilnehmer schnell einen Überblick, um was es bei jedem Handlungsfeld im Einzelnen ging. Was sollte im Auslobungstext detaillierter ausformuliert werden? Welche Themen wurden im Text vielleicht noch nicht berücksichtigt? Diese und andere Fragen bewegten die Teilnehmer und sie nutzten die Möglichkeit an diesem Abend, erste Schwerpunkte für eine Planung des Stadtquartiers den planenden Büros an die Hand zu geben. Es entwickelten sich intensive und kreative Gespräche unter den Teilnehmern und viele schrieben ihre Anregungen auf kleine Zettel, die dann zur Übersicht an die Stellwände der Themeninseln geklebt wurden.
     
    Parallel zu den Themeninseln wurde im Foyer ein fünf mal fünf Meter großes Luftbild der Entwicklungsfläche Rosenstein auf den Boden gelegt. Dort konnten die Anwesenden nach den Themen gestaltete farbige Ideenwürfel an Stellen auf der Karte platzieren, zu denen Sie Vorschläge machen wollten. Zuerst noch zögerlich, dann aber mit zunehmendem Interesse wurden Dutzende Würfel auf der Karte platziert. Am Ende entstand ein buntes Bild, das die Vielfalt der Anregungen anschaulich zeigte.
     

    Viele konkrete Anregungen

    An fünf Themeninseln konnten Anregungen zu zehn verschiedenen Handlungsfeldern gegeben werden. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An fünf Themeninseln konnten Anregungen zu zehn verschiedenen Handlungsfeldern gegeben werden. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Gegen kurz nach acht Uhr am Abend endete die Dialogphase und die Teams an den einzelnen Themeninseln zogen ein Fazit aus den abgegebenen Anregungen. Beim Thema Wohnen wurde deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum unbedingt Bestandteil der Planungen sein müsse, ebenso wie Gemeinschaftsplätze für ein lebendiges Quartier. Zum Thema Park und Freiraum wurde darauf hingewiesen, dass Mitgestaltungsmöglichkeiten und kreative Räume – etwa für Urban Gardening – berücksichtigt werden sollten. Zum Thema Kultur wurde angeregt, neben der Hochkultur auch ausreichend Möglichkeiten für Subkultur und kommunikative Orte zu schaffen, an denen Menschen kreativ werden können.
     
    Bei den topografischen Herausforderungen des Geländes war vielen wichtig, das Panorama des Gebiets sichtbar zu machen, etwa durch Sichtachsen zum Schloss Rosenstein und eine gelungene Anbindung an die angrenzenden Stadtbezirke. Dachbegrünung sollte beim Thema klimagerechtes Quartier den Vorzug vor Fotovoltaik bekommen. Ein autofreies Quartier mit innovativen Mobilitätsansätzen wie etwa Kleinbussysteme und andere Fortbewegungsmöglichkeiten sollte schließlich beim Handlungsfeld Mobilität im Auslobungstext deutlicher hervorgehoben werden.
     

    Onlinebeteiligung bis 31. Mai 2018

    Kurz vor neun Uhr endete schließlich der Infoworkshop. Bürgermeister Peter Pätzold bedankte sich für die zahlreichen Vorschläge zum Text und wies noch einmal darauf hin, dass mit dem Workshop die Bürgerbeteiligung Rosenstein nicht zu einem Ende gelangt sei: „Die Bürgerbeteiligung zum Rosenstein-Quartier wird sich weiterentwickeln und ich hoffe, dass viele Bürger bei diesem Thema dabeibleiben und sich weiterhin so einbringen wie heute Abend.“ Abschließend erinnerte der Bürgermeister noch einmal an die Möglichkeit, weitere Vorschläge und Anregungen zum Auslobungstext bis zum 31. Mai 2018 online auf dem städtischen Beteiligungsportal einbringen zu können. Mehr dazu erfahren Sie hier.
     
     
    Durch den Abend führte das Team der STEG Stadtentwicklung GmbH. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Rund 130 Bürgerinnen und Bürger kamen ins Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
  • Ihre Ansprechpartner zum Ideenwettbewerb Rosenstein

    Benjamin Gab
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Telefon:   (0711) 216-20165
    Mail:       benjamin.gab@stuttgart.de

    Marijana Curic
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Telefon:   (0711) 216-20099
    Mail:       marijana.curic@stuttgart.de​

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Eberhardtstraße 10
    70173 Stuttgart
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Sabine Hieronymus
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​