Das Gebäude in der Adlerstraße 30-32 soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Stadtmessungsamt/Stadt Stuttgart
Stuttgart-Süd

Bauvorhaben in der Adlerstraße

Realisierung eines Bauprojekts mit sozialen Einrichtungen

ThemaBaumaßnahme, Soziales
Zeitraumfür Beteiligung: Anfang 2019
ZielgruppeAnwohnerinnen und Anwohner sowie Anrainer

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Miteinander im Süden – das Projekt

    In der Adlerstraße / Ecke Böblinger Straße im Stuttgarter Süden ist geplant, einen Teil der derzeitigen Bebauung abzureißen, um an dessen Stelle sowie im derzeitigen Innenhof zwei Gebäude mit insgesamt 52 Wohneinheiten für Senioren, sechs Wohneinheiten für Familien sowie ein Beratungs- und Behandlungsangebot für Menschen mit Drogenproblemen zu realisieren. Im Rahmen des Stuttgarter Innenentwicklungsmodells wird ein Teil der Seniorenwohnungen als geförderter Sozialer Wohnungsbau umgesetzt. Als Mieter des Komplexes ist der Caritasverband für Stuttgart e.V. vorgesehen. Vorhabenträger ist Corpus Sireo. Diese Konzeption wurde eng zwischen Vorhabenträger, der Caritas und der Stadtverwaltung abgestimmt.
     

    Beratungs- und Behandlungsangebot für Menschen mit Drogenproblemen

    Das geplante Beratungs- und Behandlungsangebot soll als eines von mehreren Angeboten in der Landeshauptstadt Menschen mit Drogenproblemen helfen. In Stuttgart gibt es derzeit an zwölf Standorten suchtmedizinische und psychosoziale Beratungs- und Behandlungsangebote für Menschen mit Drogenproblemen. Das sind Beratungsstellen von Trägern ambulanter Suchthilfe: suchtmedizinische Arztpraxen mit integrierter psychosozialer Beratung und Betreuung sowie tagesstrukturierender Angebote. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solcher Einrichtungen unterstützen Betroffene dabei, einen Weg aus ihrer Sucht zu finden, zum Beispiel mittels Gesprächsangeboten, weiterführenden Hilfen oder ambulanten Behandlungen.
     
    In der Adlerstraße ist geplant, in einem Gebäude das suchtmedizinische Angebot in Form einer Substitutionsambulanz gemeinsam mit einer Kontakt- und Anlaufstelle für Drogenabhängige und Substituierte sowie einer dazugehörigen psychosozialen Beratung und Begleitung des Caritasverbandes anzusiedeln. Bislang sind diese zwei Angebote inklusive der psychosozialen Betreuung auf zwei Standorte verteilt. Mit deren räumlichen Zusammenführung kann die ganzheitliche Betreuung und Behandlung der Betroffenen bedarfsgerecht verbessert werden.
     

    Bedenken in der Bevölkerung

    Der Bezirksbeirat Süd befürchtete nach der Vorstellung des Projekts im Beirat, dass es bei diesem Konzept zu Bedenken in Teilen der Nachbarschaft das soziale Umfeld betreffend kommen könnte, da sich in der Umgebung bereits mehrere andere soziale Einrichtungen befinden. Um aufkommenden Bedenken entgegenzuwirken, berief sich der Bezirksbeirat daraufhin in seiner Sitzung vom 20. März 2018 auf die "Leitlinie für informelle Bürgerbeteiligung in der Landeshauptstadt Stuttgart" und beantragte, zu diesem Bauvorhaben eine informelle Bürgerbeteiligung durchzuführen.

    Sowohl die Landeshauptstadt Stuttgart als auch der Vorhabenträger Corpus Sireo und der Caritasverband befürworteten den Vorschlag bzw. Antrag des Bezirksbeirates und erklärten sich bereit, an der Bürgerbeteiligung mitzuwirken. In der Folge stimmten der Ausschuss für Umwelt und Technik und der Verwaltungsausschuss der Landeshauptstadt am 24. Juli 2018 der Durchführung einer informellen Bürgerbeteiligung zu.
  • Miteinander im Süden – die informelle Bürgerbeteiligung

    Ziel der Bürgerbeteiligung ist es, gemeinsam mit den Anwohnern, Anrainern und Initiativen die bestehenden Bedenken zu besprechen und Informationen und Wissen über das Gesamtvorhaben als solches sowie den Betrieb des Beratungs- und Behandlungsangebotes zu vermitteln und transparent darzustellen.
     
    Neben dem Bezirksbeirat Süd, der  übernimmt die Caritas rund ein Drittel der anfallenden Kosten für die Bürgerbeteiligung. Das Budget setzt sich vor allem aus dem Honorar der zu beauftragenden externen Moderation für dieses Verfahren zusammen. Die Aufgabe der Moderation ist es, als unabhängige und neutrale Stelle zwischen den Akteuren zu vermitteln und bei der Entwicklung des Beteiligungsprozesses beratend zur Seite zu stehen.
     
    Die Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung stellt darüber hinaus Mittel bereit für die über das Honorar der externen Moderation hinaus entstehenden Kosten, wie etwa Raummiete oder Öffentlichkeitsarbeit.
     

    Beteiligungsformat

    Die informelle Bürgerbeteiligung ist in verschiedene Phasen unterteilt. In einer ersten Phase soll sich mit Akteuren aus der Bürgerschaft über eine gemeinsam getragene Vorgehensweise verständigt und ein geeignetes Format für die Beteiligung entwickelt werden. Dafür werden zunächst Vorgespräche geführt, in denen mögliche Konfliktfelder identifiziert, Handlungsoptionen gesucht und Lösungsansätze zusammengetragen werden. Diese dienen als Vorbereitung für runde Tische Anfang des Jahres 2019. Hierbei soll festgelegt werden, in welcher Form in einer zweiten Phase Anwohnerinnen und Anwohner miteinbezogen werden können. Die unterschiedlichen Formate sollen ein niedrigschwelliges Angebot bilden und eine Teilnahme aller Interessierten ermöglichen.
     
    Zielgruppe der ersten Phase des Beteiligungsverfahrens sind zentrale Anlieger im Umfeld des Bauvorhabens – vor allem Schulgemeinschaften, Gewerbetreibende, Kitas, die Polizei, die Kirchengemeinden, zwei Flüchtlingswohnheime sowie Grundstückseigentümer - und Fachleute aus dem Sozialbereich sowie der Stadtplanung der Landeshauptstadt, des Vorhabenträgers und des Nutzers (Caritas). Miteingebunden ist auch der Bezirksbeirat. In einer zweiten Phase sollen Anwohnerinnen und Anwohner sowie Anrainer zu einer öffentlichen Veranstaltung im Umfeld des Bauvorhabens eingeladen werden.
     
    Eine Beteiligung von Jugendlichen ist ebenfalls geplant und soll durch die Einbindung des Jugendrats Stuttgart-Süd ermöglicht werden. Die Schulgemeinschaften sollen über die jeweilige Schulleitung eingebunden werden, die gegebenenfalls weitere Akteure aus ihrem Kreis beteiligen. Die Mitglieder des Bezirksbeirats Stuttgart-Süd werden zu allen Veranstaltungen eingeladen.
     
    Weitere Informationen über die Termine finden Sie hier unter dem Reiter "Teilnehmen" sobald diese feststehen. Weitere Informationen zum Projekt, wie zum Beispiel Gemeinderatsdrucksachen, finden Sie unter dem Reiter "Links&Downloads".
     

    Weiteres Vorgehen

    Die aus der Bürgerbeteiligung hervorgehenden Anregungen und Wünsche der Anwohner zur konkreten Projektrealisierung werden vom Vorhabenträger und dem künftigen Mieter in Abstimmung mit der Verwaltung auf ihre Umsetzungsmöglichkeit überprüft. Das Ergebnis wird erläutert und entsprechend begründet. Über die für die Umsetzung des Bauvorhabens notwendige Bebauungsplanänderung im weiteren Verlauf entscheiden die verantwortlichen gemeinderätlichen Gremien. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden in der Beschlussvorlage zur Bebauungsplanänderung transparent dargestellt.
     
    Nach der Bürgerbeteiligung ist als Zeitziel für die Entscheidung über den finalen Aufstellungsbeschluss im Ausschuss für Umwelt und Technik etwa Anfang Juni 2019 vorgesehen.
     
Phase 1

Runde Tische

Ende Januar bis Ende Februar 2019

In dieser Phase der Bürgerbeteiligung treffen sich Akteure aus der Bürgerschaft, um sich über eine gemeinsam getragene Vorgehensweise zu verständigen und ein geeignetes Format für die Beteiligung zu entwickeln, wie Anwohnerinnen und Anwohner sowie Anrainer in der nächsten Phase miteinbezogen werden können. Zu den Akteuren gehören zentrale Anlieger im Umfeld des Bauvorhabens – vor allem Schulgemeinschaften, Gewerbetreibende, Kitas, die Polizei, die Kirche, zwei Flüchtlingswohnheime, Grundstückseigentümer, Bezirksbeirat und Jugendrat, Mitarbeiter der Landeshauptstadt aus Stadtplanungs- und Sozialamt sowie der Vorhabenträger und zukünftige Nutzer (Caritas).

Phase 2

Anwohnerinnen und Anwohner finden Gehör

noch offen

Nach den runden Tischen finden ein oder mehrere Infoabende - höchstwahrscheinlich im März 2019 - im Stadtbezirk Stuttgart-Süd statt, zu denen alle Anwohnerinnen und Anwohner herzlich eingeladen sind.
 
Sobald der oder die Termine und deren Details feststehen, informieren wir Sie hier auf dem Portal.

  • Dritter Runder Tisch zur Adlerstraße

    Die dritte Veranstaltung begann mit einer Präsentation der Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer der Adlerstr. 31, 41 und Arminstr. 44,46,47,49. Dr. Max Schott präsentierte stellvertretend die Befürchtungen und Ängste der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Interessenvertreter aus der Immobilienbranche. Es folgte im Anschluss eine Diskussion, in der einige der Aussagen von Herrn Dr. Schott korrigiert und berichtigt wurden.

    Im Mittelpunkt der Darstellung von Herrn Dr. Schott standen die vermuteten Auswirkungen der geplanten Einrichtung auf das Quartier und dessen Entwicklungsmöglichkeiten.  Dr. Schott teilte seine Wahrnehmung mit, dass Heslach derzeit ein benachteiligter Stadtteil sei.
     
    Die ausführlichen Erläuterungen zum dritten Runden Tisch können Sie im Protokoll nachlesen:
  • Zweiter runder Tisch zur geplanten Drogenberatungsstelle

    Am Mittwochabend, 27. Februar 2019, ging der Bürgerdialog zur Standortsuche für eine Drogensubstitutions- und Beratungseinrichtung in die zweite Runde. Derzeit werden drei Standorte vertieft geprüft. Einer davon ist die Adlerstraße, zu der es viele Fragen in der Anwohnerschaft gibt.
     
    Ziel des zweiten Bürgerdialogs war es, die Fragen und Anregungen aus der Auftaktveranstaltung aufzunehmen und zu beantworten. Neben dem Standort Adlerstraße werden jetzt noch 2 Alternativ-Standorte weiter vertieft geprüft.
     
    Die Fragen zum Konzept in der Adlerstraße wurden von Rainer Lang und Klaus Obert von der Caritas beantwortet. Es sollen etwa 130 Patientinnen und Patienten zu geordneten Tageszeiten in einer Substitutionspraxis betreut werden. Zusätzliche Beratungsangebote und Möglichkeiten der Tagesstrukturierung in einem Café oder einem werkstattähnlichen Raum, sollen helfen, dass die überwiegend Substitutionspatienten wieder in einen geregelten Alltag finden.
     
    Darüber hinaus berichteten an diesem Abend Uwe Collmar und Ulrich Binder vom Drogenberatungszentrum Release, dass in der Kriegsbergstraße etwa 400 Besuche am Tag gezählt werden. Mihaela Manachidis, Elternbeiratsvorsitzende der Jakobsschule, erläuterte, welche Erfahrungen sie mit der benachbarten Einrichtung in der Lazarettstraße gemacht hat. Dort wurden Themen wie Sicherheit und Sauberkeit im letzten Jahr erfolgreich bearbeitet.
     
    Hendrik Weiß, Dezernatsleiter des Rauschgiftdezernats Stuttgart sowie eine Beamte und ein Beamter des Polizeipostens Süd berichteten, dass es in der Kriminalstatistik derzeit keinen Kriminalitätsschwerpunkt im Umfeld von Substitutionseinrichtungen gebe.
     
    Anja Antonio und Roland Baur von JES Stuttgart e. V. erzählten aus dem Alltag einer Substitutionspatientin und über die Situation von Drogen konsumierenden Menschen.
     
    Der nächste Runde Tisch findet am 1. April 2019 statt.
     
    Hier können Sie sich das Protokoll zum zweiten Runden Tisch herunterladen oder anschauen:
  • Beteiligungsprozess mit Rundem Tisch gestartet

    Ein Eigentümer plant den Bau eines Gebäudekomplexes mit Wohnungen für Senioren, Familien und einer Suchthilfeeinrichtung.  Die Bürgerbeteiligung zum Bauvorhaben in der Adlerstraße im Stadtbezirk Stuttgart-Süd hat am Mittwoch, 23. Januar, mit einem ersten Runden Tisch zwischen verschiedenen Akteuren aus der Bürgerschaft begonnen.

    Ziel der mehrstufigen Bürgerbeteiligung ist es, das bisherige Konzept für eine Hilfseinrichtung für suchtkranke Menschen zu diskutieren und mögliche Konfliktpunkte zu identifizieren. In einem zweiten Schritt gilt es Handlungsoptionen zu erarbeiten und gemeinsam getragene Lösungen zu entwickeln.

    Moderiert von Dialog Basis, trafen sich hierzu zentrale Anlieger aus dem Umfeld des Bauvorhabens – vor allem Anwohnerinnen und Anwohner, Immobilienbesitzer, Schulen, Gewerbetreibende, Kitas, Polizei, Kirchengemeinden mit Fachleuten aus dem Sozialbereich sowie vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung. Miteingebunden waren auch der Bezirksbeirat und der Jugendrat. Die Gruppe hat auch überlegt, in welcher Form die breite Öffentlichkeit nach dem Runden Tisch mit in den Dialogprozess einbezogen und informiert werden soll.

    In der ersten Veranstaltung am Mittwochabend im Generationenhaus in Heslach wurde zunächst die Frage geklärt, was genau in der Adlerstraße geplant ist und warum. Die Vertretenden des Sozialamtes machten transparent, welche Alternativen bereits untersucht wurden und welche Optionen noch bestehen. Anschließend wurden mit allen Beteiligten Hinweise und Anliegen zum Thema Sicherheit sowie zu alternativen Orten und Konzepten interaktiv aufgenommen. Bis zum nächsten Runden Tisch am 27. Februar werden diese Hinweise geprüft, offene Fragen beantwortet und dann gemeinsam an den Lösungsansätzen gearbeitet.
     
    Hier können Sie sich das Protokoll zum ersten Runden Tisch herunterladen oder anschauen:
     
  • Ihr Ansprechpartner zur Bürgerbeteiligung

    Dr. Ulrich Fiedeler
    Dialog Basis
    Telefon:   (07157) 721 331-90
    Fax:         (07157) 721 185-0
    Mail:       ulrich.fiedeler@dialogbasis.de​

    Anschrift:
    Dialog Basis
    Breitwasenweg 15
    72135 Dettenhausen/Tübingen
     
  • Ihre Ansprechpartner zum Vorhaben

    Sozialamt Landeshauptstadt Stuttgart
    Telefon: (0711) 216-59061
    Mail:     sozialplanung@stuttgart.de
     
    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Sozialamt
    Eberhardstraße 33
    70173 Stuttgart
     
    Rainer Dörr
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Telefon: (0711) 216-20119
    Mail:     rainer.doerr@stuttgart.de
     
    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Eberhardstraße 10
    70173 Stuttgart
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​